Minimal einfüttern

  • Guten Morgen an alle!
     
    Ich weiss, dass z. Z. keiner ans Einfüttern denkt, habe trotzdem eine Frage dazu. In "Meine Betriebsweise" von Karl Kehrle las ich folgendes (sinngemäß, habe das Buch gerade nicht hier):
     
    "Es kann sein, dass die Heidetracht komplett ausfällt. Solche Völker füttern wir nur minimal ein, damit sie sicher über den Winter kommen. Ein volles Auffüttern würde sie zu sehr schwächen. Die Winterverluste wären dann zu hoch."
     
    Da könnte mir doch mal einer der Profis hier den Hintergrund erklären, und vor allem: Wieviel ist dieses "Soviel wie gerade nötig" oder "minimal"?
     
    Grüsse
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Erzgebirgler,


    wenn Du maximal auffütterst, nimmst du Brutfläche weg.
    Minimales Füttern hält die Königin am legen (Winterbienen).
    Natürlich dann zum Schluß rechtzeitig die Vorräte auffüttern, am Besten mit Honig oder Invertzucker-Sirup. Das wird noch spät angenommen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Erzgebirgler,
     
    wenn Du maximal auffütterst, nimmst du Brutfläche weg.
    Minimales Füttern hält die Königin am legen (Winterbienen).
    Natürlich dann zum Schluß rechtzeitig die Vorräte auffüttern, am Besten mit Honig oder Invertzucker-Sirup. Das wird noch spät angenommen.


     
    Danke für die Antwort. Es soll also dem "Verhonigen des Brutnestes" entgegenwirken...
     
    Wäre das nicht generell zu empfehlen in Gegenden, wo keine Spättracht verfügbar ist? Nach der Linde ist hier bei uns Schluss...
     
    Gruß
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Moin Erzgebirgler!
    Natürlich kann und vielleicht sogar muss man dieses Füttern in kleinen Portionen gut praktizieren wenn man keine Spättracht hat.
    Wie Hardy aber richtig schreibt, muss später natürlich noch ordentlich Futter rein, damit das durch o.g. Fütterungsweise schöne große, "gepushte" :cool: Volk auch gut über den Winter kommt und besonders damit es im Frühjahr voll durchstarten kann.
    Dazu hat Harry, der leider aus mir unbekannten Gründen seit Langem nicht mehr hier schreibt, mal einen wie ich finde genialen und
    echt gut verständlichen Beitrag verfasst, den findest du unter:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=6331&highlight=Harry
    Dort ist`s der 3. Beitrag von oben.
    Habe mich im letzten Jahr mal daran orientiert und bin voll überzeugt. Wobei diese Art und Weise der Auffütterung, insbesondere der Zeitpunkt, natürlich auch von der gehaltenen Bienenrasse und deren spezifischen Eigenschaften abhängt. *duck und weg*.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!