Beutenteile frittieren?

  • Naja, Leinöl wird ja schon fest. Damit sind meine Beuten alle gestrichen und ich bin zufrieden (nach 2 Jahren). Aber dann nehmen wir halt Palmin oder so. Ist von der Ökobilanz zweifelhaft, aber natürlich und fest.


    Das Argument kann es also nicht ganz sein. Hat jemand andere Gründe, warum man lieber teures Bienenwachs nimmt als billiges Öl / Fett?

  • Bin immer noch der Meinung, dass das Konservieren von Bienenkästen und Zargen auch ganz gut unterbleiben kann.

    Die ältesten von mir verwendeten Beuten (Hinterbehandlung) sind Baujahr 1955 - wenn man regelmäßig das Kittharz entfernt, halten die weitere 60 Jahre.

    Neuere Beuten (Normbeute 52) aus den 80er Jahren stehen unterm Dach im Bienenhaus. Die Wandergitter halten das seit dem vollkommen unbehandelt aus.


    Die Seegeberger werden nicht so lange halten. Der Kunststoff leidet unter der Beanspruchung beim Imkern und noch mehr durch Schäden, die Mäuse und Vögel verursachen.

    Aber vielleicht probier ich mal Dadant Holzkisten, wenn ich die Verpackungsverordnung überlebt habe. Die Betriebsweise habe ich nachgelesen und ich finde, das hat was …


    Grüße Ralf

  • Und wie lange hätten die gehalten, wenn sie Wind und Wetter ausgesetzt wären.

    Du kannst ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Jemand der mit vielen Völkern wandert, kann nicht jedesmal den optimalen konstruktiven Holzschutz anbringen.

  • Haben die Kisten keine überstehenden Deckel?


    Aus hygienischen Gründen sollte so eine Zarge auch nicht ewig verwendet werden.


    Freilich kann man die Kisten ftrittieren. Was mich unabhängig vom Aufwand zweifeln lässt: Holz isoliert auch, weil da Luft eingeschlossen ist. Werden die Poren mit Wachs aufgefüllt, dürfte die Wärmedämmföhigkeit abnehmen.


    Grüße Ralf

  • Aus hygienischen Gründen sollte so eine Zarge auch nicht ewig verwendet werden.

    Was'n das für 'ne Aussage!?


    Und über die Wärmedämmung von 22mm Fichtenholz brauchen wir uns auch nicht zu unterhalten. Mit Luft, ohne Luft, egal.


    Frittierte Beute halten, es geht schnell und mit Paraffin isses auch relativ preiswert. Kann man machen, oder aber lassen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • So egal ist das nicht. Isolierstoffe nehmen ihre Wirkung aus dem Luftpolster.

    Das ist so bei Hohlblockstein, Schaumstoff, Steinwolle, Pelz, Styropor und -dur.


    Gibt sicher noch mehr Beispiele: warum ist ein nasser Wollpullover kalt?


    Wenn man die Poren auffüllt, ist die Isolierung reduziert. Heute wird bewusst kalt überwintert - um die brutfreie Zeit zu verlängern. Im Frühjahr verpacke ich dann wieder ordentlich, natürlich nur bei den Hinterbehandlungsbeuten.

    Den Seegebergern ist das egal. Die sind immer warm.


    Grüße Ralf

  • ich habe bisher nur geflammt+Bienenwachs. Da das Frittieren nur unter Normaldruck erfolgt, wird die Eindringtiefe begrenzt sein. Die Aufnahme bzw Durchlässigkeit für Wasserdampf - feuchtigkeitsregulierend-dürfte weg sein.

    Brutzargen werden vor Neubesiedlung abgeflammt- also alle 2-3 Jahre.