Beutenteile frittieren?

  • Naja Simon Hummel nannte es so:

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  • Ich sehe keinen Sinn darin. Die Beute wird von Außen mit Lasur gestrichen.
    Von Innen und bei den Stellen wo die Kisten aufeinanderstehen regeln die Bienen das mit Propolis und Wachs.

    Das Tränken mit Bienenwachs kann ich ja noch verstehen.
    Das Frittieren der Beute mit irgendwelchen Fetten, geht mir nicht in den Kppf.

    Da tut man alles, um Fremdstoffe aus der Beute raus zu halten und dann so etwas.
    Sorry.


    Das Frittieren in Fett funktioniert als Beutenschutz ist klar und konnte ich selbst bei einem Kollegen sehen.
    Früher hat man die Weidezaunpfähle auch in altem Motorenöl gelegt.
    Das hat funktioniert.
    Ob das für die Bienen und der Umwelt sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln.


    Der Wachsskandal hat mir persönlich gezeigt, mit allem vorsichtig zu sein, was man in die Bienenbeute gibt.

  • Man nimmt auch preislich gesehen besser Paraffin

    ... und sich dann über "Pantschwachs" beschweren, oder? :-)

    Nee, zum frittieren nimmt man Paraffin. Paraffin ist nicht giftig für die Bienen. Nichtmal als Beimischung in Mittelwänden. Die brechen dann bloß zusammen, wenn man's damit übertreibt. Was Du meinst war Stearin. Aber zum frittieren von Beutenteilen schreibt auch Zimmer von Paraffin. Preislich auch attraktiver als Bienenwachs.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Moin,

    Kann ja sein, dass das alles sogar funktioniert - allein: ich sehe keinen Sinn.

    Selbst unbehandeltes Holz hält jahrelang, wenn es „trocken“ steht, also gut belüftet abtrocknen kann. Da reicht es, wenn man die Kisten unter ein Schleppdach stellt, oder der Deckel gut übersteht.

    Und innen machen die Bienen selbst, was nötig ist.

    Grüße Ralf

  • Ein Gut überstehender Deckel, bringt absolut nichts. Genug Wasser kommt auch von der Seite, im Winter nimmt das Holz auch genug Wasser aus Tau und Luftfeuchtigkeit auf. Das geht nicht wenn es mit Parafin getränkt ist.

  • Ein Gut überstehender Deckel, bringt absolut nichts.

    Sind das eigene Erfahrungen, oder erzählst Du Deinen Imkerpaten nach? ;)


    Frittierte Zargen sind etwas leichter und bringen vermutlich weniger Feuchtigkeit mit in den Schleuderraum. Mit ~50g/Zarge zudem recht günstig. Meine HR sind trotzdem unbehandelt. Meine BR/Böden/Deckel werden lasiert. Also alle Teile, die das ganze Jahr draußen bleiben. Kompromiss zwischen Effekt & Arbeit.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • tiefer eindringende einbrennen.

    Verbrennen, nicht tiefer eindringend, eben darum (nicht)!

    Du solltest schon wissen um was es übergaubt geht:(

    Frittieren ist sehr aufwendig, dabei wird die ganze Zarge ins heiße Wachs getaucht, die Hitze drückt dabei viel Luft und viel Wasser aus dem Holz welches durch Wachs ersetzt wird.

    Es gibt einfach keinen besseren Schutz!

    Strommasten zb. sind mit Bitumen etc. gekocht (Frittiert), das ist billiger (will ich auch nicht in den Kisten haben)

    tut aber genau das Gleiche, hast schon mal nen faulen Strommasten gesehen?

    Ich finds schon traurig das über Erfahrung berichtet wird die nicht selber gemacht wird.

    Legt jemand wert auf besonderen Beutenschutz ist Frittieren (ala Zimmer) nicht das schlechteste.

    Jetzt kann dafür und dagegen nochmal bestens durchgekaut werden, es ändert aber nix an echten Erfahrungen!

    Bestens für die Bienen, ebenso für die Kiste.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Ich hab zwar keine Erfahrung damit aber ich versuche das zu verstehen.

    Warum sollte wenn ich mit dem Brenner die Zarge erhitze und das Wachs eingeschmolzen wird nicht derselbe Effekt auftreten? Der Hummel hat sogar gewogen und nur minimale Gewichtsverluste gemessen. So viel kann da also nicht verbrennen.

  • Ich hab zwar keine Erfahrung damit aber ich versuche das zu verstehen.

    Warum sollte wenn ich mit dem Brenner die Zarge erhitze und das Wachs eingeschmolzen wird nicht derselbe Effekt auftreten? Der Hummel hat sogar gewogen und nur minimale Gewichtsverluste gemessen. So viel kann da also nicht verbrennen.

    Mit dem Brenner wirst du das nicht erreichen.

    Es sei denn, du hältst lange genug drauf bis die Zarge verbrannt ist;)

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Warum? Beim Frittieren wird die ganze Zarge eingetaucht und so erhitzt das, dass Wachs richtig in das Holz penetrieren kann. Beim ein brennen mit dem Brenner erzeugt man nur eine Oberflächliche Beschichtung.

    Es geht beim Gewichtsverlust nicht um das Verbrennen von Wachs, das geschieht beim Frittieren nicht, sondern um das Auskochen von Wasser.