Blähton als Schwimmer?

  • Hallo,
    verwendet von Euch jemand Blähton (das sind die Dinger aus Hydrokulturen) als Schwimmer bei der Flüssigfütterung und hat damit Erfahrungen gemacht? Rein theorethisch spricht da nichts dagegen, weil absolut organisch hergestellt und die sollen von den Bienen auch absolut plankgeputzt werden! Bin per Zufall darauf gestoßen und die Dinger kosten nicht die Welt! Beim Stroh saufen halt doch immer ein paar Bienchen ab und Kork ist relativ teuer! Also Euro Meinung bitteschön! Gruß Schwarzgelb

    Das Leben ist ein schleichender Prozeß...

  • Moin Schwarzgelb!
    Also ich weiss nicht, ob die Blähtonkügelchen sich nicht nach recht kurzer Zeit mit dem Wasser aus dem Futter vollsaugen und dann untergehen? Logisch wäre es, weil Blähton sich ja (s. Hydrokultur) mit Wasser vollsagut und so schwerer wird. Ob das bei Invertzuckersirup auch so ist, keine Ahnung, aber bei Zuckerwasser würde ich fast (!!!):wink: drauf wetten.
    Ansonsten habe ich mit ausreichend Stroh als Schwimmer nur gute Erfahrungen gemacht und die max. 5 Bienchen, die trotzdem einen süßen Tod in der Futterschüssel finden, die nehme ich hin.


    Schönen Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Habe bei Stroh noch keine abgesoffenen Bienen gehabt.
    Muß halt mehr rein.
    Bei Blähton sehe ich die Möglichkeit, das die Bienen mit den Kügelchen eventuell umkippen und nen Freischwimmer brauchen :roll:
    Versuch mal dich im Wasser auf einen Ball zu stellen :-?
    Stroh hat in sich einen festen halt, und da kann man dran hochklettern.
    Kork ist nicht Teuer wenn man Weintrinker ist oder kennt,
    da muß man eben sammeln, Hicks.
    Probiere es doch mal aus und sag Bescheid ob es geklappt hat :wink:
    Habe seit ein paar Jahren Futterzargen für meine Segeberger,
    einfacher geht`s nicht mehr.


    patrick
    Die Kügelchen saugen sich (zumindest im Wasser) voll, aber gehen nicht unter.
    Haben einen hohen Auftrieb.
    Wir benutzen die auf Gründächern als Drainschicht.
    Wie sich das bei Sirup verhält :confused:
    Keine Ahnung.

  • Das ist ja mal eine glänzende Idee.
    Diese Dinger sind, soviel ich weiß, aus gebrannter Keramik und somit so nicht anders als ein Ziegelstein. Nur daß sie, aufgrund der eingeschlossenen Luftblasen, schwimmen.
    Ich halte die sogar für sehr hygienisch, weil man sie nach der Fütterung sogar locker abkochen kann. Außerdem wären sie auf einer Wassertonne auch ideal zum Wasserholen. Sie saugen das Wasser und es erwärmt sich leicht über die Sonneneinstrahlung.


    Danke für den Tip, das werde ich demnächst testen.

  • Die Frage mit dem Schwimmen ist recht leicht zu beantworten.


    Blähton ist selbst vollgesaugt noch leichter als Wasser und schwimmt. Zuckerwasser oder Sirup hat eine höhere Dichte als Wasser, also schwimmen die Kugeln dort noch besser.
    Die Kugeln ragen deutlich weniger als die Hälfte ihrer Größe aus der Oberfläche. Das heißt, der Schwerpunkt liegt so tief, daß das Minnigewicht der Biene kaum ausreicht um die Kugel zu drehen.
    Außerdem würde ich mit soviel Kugeln befüllen, daß keine Lücke entsteht, dann drehen sich die Kugeln sowieso schlecht.


    Übrigens ist ein Flaschenkorken, mit seiner zylindrischen Form und geriger Dichte so ungünstig, daß der dich dreht, sobald eine Biene obenauf sitzt.


    Mit Stroh war ich nie so recht zfrieden, weil mir da immer zuviele Keime dranhafteten. Dauert die Futterabnahme länger, dann kam es schon mal vor, daß sich diese kaum sichtbaren Schleimpilze breitmachten.

  • Ton nicht Keramik.
    Blähton.


    Äm, Ton ist Keramik.


    Blähton ist mit organischem Material versetzter Ton, der bei 1200°C gebrannt wird, dabei verbrennt das organische Material vollständig und treibt den Ton auf, wie Hefe im Brot.
    Die hohe Brenntemperatur trägt dazu bei, daß die Poren sich schließen und geschlossen bleiben.(Sintern)
    Dadurch kann sich der Blähton nicht vollständig vollsaugen und bleibt schwimmfähig.
    Blähton ist also schwimmfähiges Steinzeug.


    Steinzeug ist für Lebensmittel ideal.


    (Bin Keramiker mit keramischen Studium an der FH Höhr. Beschämend eigentlich, daß ich selbst noch nicht drauf gekommen bin.)

  • Die Hygiene wäre sicher ein Vorteil, auch die rauhe Oberfläche wäre ideal zum Festklammern für die Bienen, da ein 60 Liter-Sack von dem Zeug ca 15 Euro kostet, wäre auch der Preis ok! Wahrscheinlich wären sie sogar wiederverwendbar nach dem Abkochen...
    Wie gesagt, Stroh hat für mich immer bei manchen Völkern zu unbefriedigenden Ergebnissen geführt und bei Weinkorken ist bei 20 Völkern ne Leberzirrhose nicht zu vermeiden...(außerdem sind die schlecht wiederzuverwenden). Wenn keiner Erfahrungen mit Blähton hat, werd ichs ausprobieren und bei Gelingen ins Bienen-Blähton-Geschäft einsteigen! Gruß

    Das Leben ist ein schleichender Prozeß...

  • @ Schwarzgelb
    Also ich werd's auch sofort probieren. Genau nach sowas habe ich immer gesucht und bin nicht drauf gekommen, obwohl es (in meinem Fall) so nahe liegt.


    Insbesondere als Schwimmer in Wasser für diese Jahreszeit muß ich sofort testen. Ich werde die Ergebnisse gleich melden.


    Bekommt man das Zeug eigentlich in jedem Baumarkt?


    @ beehead
    Gruß zurück, nun findet sich wohl endlich eine sinnvolle Verbinung unserer Berufe und unserem Hobby:wink: