Nürnberger Zeitung: ÖDP plant ein Volksbegehren zur grünen Gentechnik

  • Zitat

    ... Heidi Schilling erzählt von einem Imker, der seinen kompletten Ertrag als Sondermüll entsorgen musste, nachdem Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen darin gefunden worden waren. ...

    Wir wissen es besser.
    1. Urteil nicht rechtskräftig.
    2. Bestenfalls Müll kein Sondermüll.
    3. Nimmt die Augsburger Müllverbrennung keinen Honig in DIB-Gläsern an. Auch dann nicht wenn die Presse dabei Fotos macht.
     

    Zitat

    Das Saatgut für den Mais MON 810 wird vom Hersteller Monsanto vertrieben. In die Kritik geriet die Firma vor allem, weil Pflanzen aus Gen-Saatgut nur einmal austreiben und keine Samen produzieren.


    1. Ein Maiskolben ist sozusagen randvoll Samen.
    2. Ist Mon810 nicht steril.
    3. Wäre er steril, würde er das illegale Fortzüchten lizensierten Saatgutes verhindern.
    4. http://www.netlink.de/gen/Zeitung/1999/991005a.htm

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    trotz Deiner Kritik an einzelnen Punkten halte ich den Kern des Artikels, nämlich in Bayern ein Volksbegehren in Gang zu bringen, für nicht schlecht. Die bayerische Verfassung sieht ein Volksbegehren ausdrücklich vor. Warum sollte auf EU- oder Bundes-Ebene statt durch die Bevölkerung der einzelnen Bundesländer eigenständig über die grüne Gentechnik entschieden werden?


    Auch würde auf diesem Wege schnell klar, wieweit es sich bei den kritischen Äußerungen der Frau Aigner zu MON810 um reale Befürchtungen oder um wahltaktische Lippenbekenntnisse handelt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon


  • Hallo Hardy,

    von der angekündigten Klage der „Aktion Gen-Klage“ halte ich wenig.

    Weder der schriftliche BR-online Artikel noch das angehängte Video lassen erkennen, wodurch die EFSA, die für Politik und Gesetzgebung Gutachten erstattet, eigene Rechte der „Aktion Gen-Klage“ verletzt haben könnte. Es wird darum auch nicht ersichtlich, mit welchem Antrag und vor welchem Gericht die Aktionsgruppe eine zulässige Klage erheben könnte.

    Da wird vermutlich Spendengeld gutmeinender Naturschützer in den Sand gesetzt oder besser gesagt, in die Taschen cleverer Anwälte geleitet.

    Das Problem bei der EFSA liegt in der mangelhaften fachlichen und politischen Kontrolle.

    Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden zwar vom Rat der Europäischen Union nach Konsultation des Europäischen Parlaments bestimmt.

    http://www.efsa.europa.eu/EFSA…53824_ManagementBoard.htm

    Der Bürger kann die Konterfeis der Mitglieder des Verwaltungsrates auch im Internet bewundern.

    http://www.efsa.europa.eu/EFSA…1178620753824_Members.htm

    Einen genügenden Einfluss auf die Auswahl der Verwaltungsratsmitglieder hat er aber im Verhältnis zu der fast unbeschränkten Macht der Superbehörde Europäischer Rat nicht.

    Noch geringer sind die Kontrollmöglichkeiten, wenn der so „per ordre de mufti“ zusammengesetzte Verwaltungsrat den Geschäftsführenden Direktor und die Mitglieder des Wissenschaftlichen Ausschusses und der Wissenschaftlichen Gremien der EFSA auswählt.

    Im Klartext:

    Das Problem liegt -wie sehr vieles in der EU- in dem geringen Einfluss der Bürger und der Übermacht der Bürokratie. Das lässt sich nicht durch eine Klage gegen die EFSA lösen, sondern nur durch eine massive Veränderung der Verfassung der Europäischen Union.

    Das wird dauern.

    Bis dahin bleibt praktisch nur die Möglichkeit, Druck auf die nationalen Regierungen auszuüben, z.B. durch Volksbegehren in solchen Bundesländern, die diese Möglichkeit bieten.

    Es muss ja nicht unbedingt was Schlechtes dabei herauskommen, wenn sich Bajuwaren an die Spitze einer Bewegung stellen.

    Also, ---> Bayern vor

    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon