Füttern ohne Bienenkontakt

  • Hallo,


    ich habe gelesen, dass es Möglichkeiten gäbe, ohne Bienenkontakt die Bienen zu füttern. Das wäre für mich evtl. interessant, weil meine Frau dann mal füttern könnte, wenn ich nicht da bin und ihr die Bienen immer noch etwas unheimlich sind ;-)


    Wonach muss ich denn da suchen? Wie heissen solche Geräte? Wie funktioniert das?


    Ich hab diese Anfrage bei Anfragen eingestellt, weil der "März" fürs Füttern ja nicht der richtige Zeitpunkt ist.

  • Hallo, Oliver ;-),


    das sind Futtertröge. Du gibst als obere Zarge eine "Futterzarge" auf, die ca.15 ltr.
    Zuckerwasser fasst. Die Bienen können durch einen Schlitz eine Hochwand erklimmen
    und auf der anderen Seite wieder runter. Hier finden sie das Zuckerwasser. Diese
    Hochwand ist dorch ein Blech komplett abgeriegelt, so daß für den Fütterer kein
    Kontakt zu den Bienen besteht.
    Da könnten sogar deine Kinder gefahrlos füttern.


    Liebe Grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo Oliver,
     
    das geht grundsätzlich mit vielen Fütterungseinrichtungen. Doch sollten, wenn der Trog leer ist, die Bienen Zugang haben, das sie ihn ausschlecken können. Dürfen sie das nicht feiern Pilze und Bakterien ein Fest und du bist beim Putzen. Passe dein Fütterungssystem deinem Vorgehen an. Man wüsste wissen, möchtest du eine lange Reizfütterung oder Einfüttern im Herbst. Es gibt Futterzucker da entsteht kein Schleim, da musst du nur die Abnahmemöglichkeit regeln. Eine Konstruktion wäre auch möglich, bei welcher der Vorratsraum mit Plexiglas abgedeckt wird. Die Bienen ziehen sich zurück, wenn lange genug Licht in den Futtertrog kommt.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,
    schau Dir mal in einem Imkerbedarfshandel-Katalog, im Netz oder auf Papier, z. B. bei Holtermann, die dort angebotenen Futterzargen an. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Mann kann dabei die Technik des Bienenfreien fütterns betrachten.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ich habe bei Holtermann diese Futterzargen gesehen - aber ich verstehe nicht, wie damit Bienenkontaktfrei gefüttert werden soll.
    Da ist doch quasi eine Wanne, in der das Futter ist und daneben ein Loch, wo die Bienen hoch und zur Wanne hin laufen können - was soll da den Bienenkontakt verhindern?


    Vielleicht bin ich aber auch einfach nur blind und das Bild spricht deshalb nicht ausreichend mit mir ;-)

  • ich habe mit hilfe einens futterballons eingefüttert da kommt man in der regel nicht mit bienen in berührung nachteil der futterballon fast nicht viel flüssigfutter bei normalen Völker muss man ihn eigentlich täglich nachfüllen

  • Da ist doch quasi eine Wanne, in der das Futter ist und daneben ein Loch, wo die Bienen hoch und zur Wanne hin laufen können - was soll da den Bienenkontakt verhindern?


    Hallo Oliver,
    genau und dieses Loch wird mit eine "Glocke" abgedeckt die 2-3 mm über dem Füttererboden auf Abstand gehalten wird. Oder wenn die Futterzarge eine Aufstieg über die ganze Breite hat, wird nach dem gleichen Verfahren mit einem Winkel-Blech oder Plastikwinkel der Aufstieg so abgedeckt, dass wieder vom Boden der Futterzarge wenige mm frei bleiben. Die Bienen kommen ans Futter aber nicht in die ganze Futterzarge.
    Ich kanns nicht genauer erklären, tut mir Leid.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo,


    Suche im Internet nach dem Bauplan der Hohenheimer Enfachbeute, da ist der Futtertrog genau beschrieben.
    Oder du baust Dir den Futterdeckel nach Bruder Adam.
    Der löst das ganze mit einem Mittelaufstieg.


    Viel Spaß beim googeln.


    Andreas

  • Ah, das mit dem Winkel, der die Bienen nur ans Futter lässt war mir bisher nicht klar!


    Vielen Dank, das ist ja mal wieder eine genial einfache Lösung (und ich hatte schon über irgendwelche Lösungen mit Ventilen und Wechselbehältern nachgedacht)

  • Sieht interessant aus, aber gibt das nicht eine Sauerei beim Flasche-reinstecken? Inkl. Räubereigefahr?


    Seit wann füttert man eigentlich Apfelsaft? :-D

  • Hallo Oliver,
    wenn deine Frau Angst vor Bienen hat löst ein bienenfreier Fütterer euer Problem nicht, denn aus dem Kasten können immer Bienen herauskommen.
    Also, selbst ist der Imker. Der Fütterer von Drobi ist lieb doch er räuber an und du bekommst ein Putzproblem. Es sei, du trinkst entsprechend der Anzahl deiner Völker täglich eine Flasche Apfelsaft. Ziehst du die Flasche kommen auch Bienen raus. Der empfohlene Großfütterer (Hohenheim) löst dein Problem auch nicht, weil der in zwei Tagen leer ist. Dein Problem löst nur, der 6 l Jumbo aus dem Handel oder Apifonda bei Ablegern. Bei der Herbsteinfütterung geht das auf ein- oder zweimal. Das langsame Einfüttern ist aus Urgroßvaters Zeiten. Und werde nicht der Schweyk, der Putzer, deiner Bienen. Die Bienen müssen zum Schluss Zutritt zum Futtergefäß haben. So hat Bienudo recht, nur bist du halt der Putzer.
     
    Füttere selbst ein
    Remstalimker


    Nachtarg: Er hat in den Schraubverschluss kleine Löcher reingestupft, dort saugen die Bienen. Am Anfang gehen nur ein paar Tropfen raus, dann ist ein Unterdruck da. Der Imker trinkt Apfelsaft und füllt dann Zuckerwasser rein.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Remstalimker () aus folgendem Grund: Entschuldigung Drobi, das war deine Antwort.