Ich weiß, es ist peinlich!

  • Hallo,


    ich muß hier im Forum mal zwei Fragen loswerden!


    1. Stechen tote Bienen?


    2. bei den letzten schönen Flugwettertagen landeten ca 30-40% der Bienen mit dicken Pollenhöschen! Wo kamen die anderen her und was haben die gemacht?


    Ich bin die Antworten bisher schuldig geblieben!


    Gruß Thomas

  • [quote='Onkel Tom','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=183851#post183851']Hallo,



    1. Stechen tote Bienen?


    Nein, stechen ist eine aktive Tätigkeit der Bienen. Theoretisch wäre es aber denkbar, dass der Stachel einer frisch verstorbenen Biene, wo noch keine postmortalen Abbauvorgänge begonnen haben unter geeigneter Manipulation (Einstechen des Stachels und Auspressen der Giftrüse, wie auch immer bewerkstelligt) noch etwas hergeben würde.


    2. bei den letzten schönen Flugwettertagen landeten ca 30-40% der Bienen mit dicken Pollenhöschen! Wo kamen die anderen her und was haben die gemacht?


    Vom Sonntagsausflug! Spass beiseite, da gibt es noch die Wasserträgerinnen, die Nektarsammlerinnen (wenn auch keine Tracht herrscht, gibts hier und dort ein Tröpfchen Nektar zu finden), die Spürbienen die neue lohnenswerte Ausflugsziele suchen, Bienen welche einen Orientierungsflug machen und Bienen die schlichtweg die Kotblase entleeren.


    Gruss
    Rolf

  • Meine Erfahrungen mit toten, "stechwütigen" Summern ist, dass die zwar nicht mehr stechen, von sich aus, aber wie schon geschrieben wurde, der Reflex nicht immer sofort weg ist.
    Bei einer toten Wespe z.B. habe ich als Kind mit nem Zahnstocher getestet ob sie wirklich tot ist und als ich den Abdomen berührt habe fuhr der Stachel noch aus. Aber kommt natürlich immer auf die vergangene Zeit an, denke ich mal.
    Von daher ein klares Jain von mir :wink:

    Alle Angaben ohne Gew(a)ehr ;) / Gruß Chris


  • 1. Stechen tote Bienen?


    Kommt drauf an, wie lange sie tot sind. Der Stachel der Bienen hat nicht nur eine Giftblase an seinem Ende, sondern auch das entsprechende Ganglion (Nervenbündel), welches den Stachel steuert. Und dieses Ganglion ist autonom, d.h. wenn die Biene schon tot ist oder der Stachel von der Biene irgendwo hin gestochen wurde, so funktioniert das Ganglion noch und der Stachel ist noch "scharf", sprich, er kann noch stechen bzw. auch Gift in die Einstichstelle pumpen.



    2. bei den letzten schönen Flugwettertagen landeten ca 30-40% der Bienen mit dicken Pollenhöschen! Wo kamen die anderen her und was haben die gemacht?


    Wasser geholt; Suchbienen, die nix gefunden haben. Sich eingeflogen....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"


  • P.S: da soll noch mal einer was gegen die Schweizer sagen :lol:


     
    Ja, die Schweizer kennen sich mit Bienenstichen aus :wink: Ein Indianer kennt keinen Schmerz :lol::Biene::p_flower01:
     
    Grüße aus dem Land der Fischkoppe
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Sie selbst werden nicht mehr stechen wenn sie tot sind aber das das Gift ist noch eine geraume Zeit wirksam.


    Wir hatten in der Schule einen Imkersohn der Bienen den Stechapparat rausamputierte, den Stachel in einer Streichholzschaltel mit in die Schule brachte um dann "doofe" Schüler zu pieksen. Er setzte den Stachel auf die Daumenkuppe und drückte zu. Is doch fieß, oder?
    Gruß Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Hallo,


    ich denke von einer toten Biene wirdkeine Gefahr mehr ausgehen auch nicht vom Stechapparat. Aber es gibt auch erstarrte Bienen, die sehen zwar wie tot aus, aber da funktioniert noch alles. Habe vor kurzem mal eine Biene aufgehoben um sie zu betrachten und nach einer Weile macht sie den Rücken krumm und sticht mir in die Hand.


    Bei den Bienen gibt es noch Jungbienen die sich einfliegen, Suchbienen für eine neue Behausung und welche die Propolis bzw Kittharz sammeln.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ja, die Schweizer kennen sich mit Bienenstichen aus :wink: Ein Indianer kennt keinen Schmerz :lol::Biene::p_flower01:
     
    Grüße aus dem Land der Fischkoppe
     
    Daniel


    Und dazu ist noch festzuhalten: In den meisten Western Filmen waren die Indianer die Sympathieträger, aber das nur unter uns gesagt, nicht dass die Kavallerie noch ausrückt...


    Indianer Rolf

  • In den meisten Western Filmen waren die Indianer die Sympathieträger,Indianer Rolf


     
    .....und daß das richtig ist , hast Du mit dieser Antwort bewiesen. :daumen: :liebe002:
     
    Mit respektvollen Grüßen aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Bienenfreunde!
    Definitiv:
    Auch bereits 4 Wochen tote Bienen (kühl gelagert) enthalten wirksames Gift!
    Heute beim zusammenstampfen von Altwaben zwei Stachel in den linken Handballen bekommen. Tat weh und schwillt nun langsam an - ganz normale Giftreaktion also.:oops:
    Und nein: ich habe die Waben in geschlossenen Raum zusammengestampft, keine Räuberbiene von außen zwischengedrückt.
    Nicht meine Woche, nachdem ich am Freitag zur Erhaltung meiner Sehfähigkeit erst im KKH war, und meinen Stirnstich behandeln lassen musste. :roll:
    Ich hoffe, ich werde bald mal immun gegen das Gift.
    Gruß
    Kalle

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!