Warum kaum DNM-Holzmagazine?

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  • Hallo

    Wenn man in Bayern eine Förderung beantragt hat, werden auch nur "... moderne Holzbeuten, mit mind. Zandermaß..." vom Land gefördert.

    So steht es in den Voraussetzungen.

    Gruß
    Andy

  • Moin Tommy,


    ich versteh das auch nicht. Ich arbeite mit DNM-Holzbeuten und kann keinen Unterschied zu Überwinterung oder Ertrag feststellen. Schwerer sind sie, aber ich stelle gerade auf halbe Honigräume um.
    Übrigens sind die DNM-Holzbeuten bei Holtermann glaube ich bei Bergwinkel eingekauft. Ich bin ganz zufrieden damit, manchmal allerdings sind die Zargen nicht ganz maßhaltig, die Böden und Deckel mach ich ohnehin selbst.
    Ich glaube, die geringe Nachfrage im Norden nach Hlzbeuten rührt daher, dass man hierzulande große Sorgen wegen Haltbarkeit bei Bewitterung hat, da sind die Süddeutschen cooler. Das hat mit Salzwasser natürlich nix zu tun und regen tut´s hier in S-H auch nicht mehr als im Chiemgau oder Berchtesgadener Land (Servus an alle Süd-Ost-Bayern). Und die Fachwerkhäuser sind ja auch schon etwas älter als eine Styrobeute je werden wird (dito natürlich die Holzbeute).


    Grüße Jan

  • Hallo Drollhos,
    das ist im Süden ja auch häufiger, das Holz.
    Deswegen nehmt ihr das auch für eure Häuser, die Steine braucht ihr ja für die Berge...


    Lothar


    Bienenwohnungen aus Stein wären ja auch reichlich unpraktisch:roll:


    Mein Haus ist trotzdem aus Stein

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Eigentlich wird im Süden argumentiert, dass der Zehrweg bei DNM zu kurz wäre. Das hat in diesem Jahr auch für größere Maße zugetroffen. Die Kombibeuten sind nicht zu empfehlen, weil DNM und Zander nicht gleich hoch sind. Diese 5 mmm führen zu Verbauungen. Man sollte auch nicht bei DNM nicht auf eine quadratische Beute verzichten.

    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo alle,
    das finde ich alles sehr interessant, was ihr da schreibt.
    Thomasbienen: lustiger Name :daumen:, meine ersten Beuten mit DNM hab ich auch aus der Heimat nähe Leipzig, ich glaube diesbezüglich hat das auch damit zu tun, dass zu DDR-Zeiten vor allem HHB mit DNM benutzt wurden. Damit konnte man halt das Plansoll auch ganz gut erfüllen offensichtlich...:lol: (damit meine ich, dass absolute Wirtschaftlichkeit nicht so im Vordergrund standen, daher hielten sich diese Beuten wohl gut und man findet das Maß immer noch viel)
    Lothar: na, an diese Puffergeschichte glaub ich nicht so richtig, da wärs den Bienen im Baumstamm aber arg eng wenn sies so genau nähmen oder? Ich glaub die sind da ziemlich anpassungsfähig... ich vermute außerdem dass das wie die meisten Beutenunterschiede nicht so richtig wissenschaftlich erforscht ist?
    Aber dass die Kippkontrolle dann flach fällt is schon schade. Und deine Überlegungen zum Querbau/Warmbau versteh ich nicht: ich kann mich doch auch neben das Volk stellen bei der Behandlung und muss so gar nicht drüber greifen? Und Reihenaufstellung spricht demzufolge doch eher für Kaltbau oder hab ich das was nicht verstanden?
    @Remstallimker: warum sollte ich auf das Quadrat nicht verzichten?! Und, sorry, ich weiß einfach noch nix über Beuten, was ist denn der Zehrweg? Der Weg den die Bienentraube im Winter zurücklegt?

  • Und noch was an alle, die zurecht meinen, dass es ja doch DNM-Holzmagazine im Angebot gibt: stimmt. Ich hätte es anders sagen sollen, etwa: warum sind Zander und Dadant immer auf den schönen Annoncen in Holz abgebildet und DNM nur in Häßlich-Styropor, oder, noch anders: warum sieht man Zander und Dadant so selten in Häßlich-Styropor, DNM aber ständig? Alles klar jetzt? :)

  • Hallo !

    MatkaMaria

    Ganz einfach:

    In Norddeutschland ist das DN Maß am verbreitetsten, dazu noch die Erfindung der Segeberger (zufällig auch in Norddeutschland) ergibt: DNM = Styropor.

    ... andersrum:

    Im Süden unseres Landes imkert man im Zander Maß und da hat es halt viel Holz (Styropor wächst nunmal nicht im BlackWoodForest) also auch hier: Zander = Holz.

    Und bei Dadant: Was sieht denn besser aus ? Holz oder Syrodur ? Siehst Du: Dadant = Holz.

    Gruß
    B.K. A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

    Einmal editiert, zuletzt von Bienenknecht () aus folgendem Grund: Worttausch: Styrodur - Holz

  • Hallo Zusammen,
    Hallo Remstalimker,
    Normalmaß ist doch nur 3 mm höher...
    Hallo MatkaMaria,
    Bienen können zum Glück ja nicht lesen...
    Zander gibt es auch in Styropor, in einer nach einem Mittelgebirge benannten Beute und in einer kombinierbaren Beute nach einem Bayerischen Landesteil.
    Zu Warm- oder Kaltbau:
    Kaltbau:
    Übergreifen, also mit einer Hand zum gegenüberliegenden Rähmchenöhrchen langen, reizt einige Bienenvölker ganz schön.
    Außerdem muss man sich (ganz) leicht mit dem Oberkörper drehen.
    Auf Dauer doch recht anstrengend.
    Vorallem, wenn man zwischen zwei Völkern bei Reihenaufstellung eingeengt ist in der Seitenfreiheit.
    Lass mal die Nachbarvölker höher sein, was schon bei Kontrolle der unteren Bruträume so ist.
    Und bei längeren Rähmchenmaßen hilft es auch wenig, wenn man mittig anfasst.
    Schon beim vorhergehendem Lösen der Rähmchen musst Du so übergreifen.
    Anders sieht es bei Warmbau aus:
    Man hat beide Wabenenden vor sich, braucht nur über einen Teil des offenen Volkes greifen, kann mittig zupacken, braucht sich nicht verdrehen.
    Probiers aus, dann weißt Du, welche Wabenstellung besser für Reihenaufstellung geeignet ist.
    Übrigens "löst" Dr. Liebig das Problem, indem er Doppelaufstellung propagiert.
    So kann man seitlich an die Völker, hat die Vorteile des Längsbaues für die Völker und die Bequemlichkeit des Querbaues für den Imker.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo MatkaMaria,
    die Styroporbeute ist die konsequente Umsetzung einer falschen Erkenntnis. Als die Magazinimkerei in Deutschland um sich griff, gab es noch die Warmhalteideologie der Hinterbehandler. In den alten Bienenhäusern konnte man das noch lange sehen. Alte Matratzen, alte Wolldecken usw. gehörten zum Inventar. Noch vor 35 Jahren war Bretschko der Meinung, dass man wohl nicht in einfachwandigen Holzbeuten überwintern könnte. Auch die Hohenheimer Wanderbeute, nicht Einfachbeute, war in Rahmenbauweise mit Styropor. Später gab es diese auch in Purethan und die werden noch heute benützt und sind gesucht. Im Norden hat sich, Dank Schundau diese Beute durchgesetzt.

    Gruß
    Remstalimker


    Hallo Lothar,
    diese drei Millimeter können zu viel sein. Ich sehe es allerdings nicht so eng und habe es sicher schon spüren müssen.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

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  • Hallo Remstalimker,


    mit der Warmhalteteideologie ist das bei mir heute noch so. Nach 35 Jahren kann man sich das nicht so schnell abgewöhnen. Deshalb sind meine Holzmagazine (Siehe Bildergalerie) auch außen nochmal mit Styropur umgeben. werde ich aber dieses Jahr nicht mehr machen, weil sich dahinter Feuchtigkeit gebildet hat. Auch die Bodenschieber werde ich dieses Jahr weglassen, weil die Völker in den Magazinen einfach "GRÖßER" sind.
    Bei Doppelraumüberwinterung in HBB kann man dann auch die übertriebene Wärmedämmung weglassen.
    Man lernt halt nie aus.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Remstalimker,
    darf ich entgegnen und Dich mit eigenen Waffen schlagenZitat Bretschko:
    "Das Bienenvolk sitzt im Winter mehr oder minder im "Freien". Der Magazinstock verliert in dieser Phase ganz den Wärmeschutz, er bietet lediglich einen Windschutz."
    Diese Aussage steht doch sehrim Gegensatz zu Deiner obrigen, das Bretschko solchen Wert auf doppelwandige Magazine legte.
    Obwohl ich zugebe, das in den Buch aus dem ich zitierte, diese als Bauplan vorhanden sind.
    Daneben erwähnt er Versuche zur Überwinterung in einfachen Magazinen.
    (Honigraummagazine einfach-, Brutraummagazine doppelwandig)
    Er hat halt vieles in Frage gestellt und Versuche angestellt.
    Wenn man bedenkt, das sein Buch "Naturgemäße Bienenzucht" eine Fortsetzung eines Anhanges des bekannten Buches "Der Bienenmuch" ist,
    kann man seine enormen ERfahrungen und Erkenntnisse zu schätzen wissen.
    Wirklich schade, das er so früh verstorben ist.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,
    wenn es dir Freude macht

    Zitat

    darf ich entgegnen und Dich mit eigenen Waffen schlagen Zitat Bretschko

    Ich habe nicht die Wahrheit gepachtet und bin auch kein Mensch, welcher über jede Wortendung streitet und auch kein Erbsenzähler. Ich beziehe mich auf ein Buch Der Magazinimker von Bretschko, welches vor über 30 Jahren (1973, 1981 schon die 5.Auflage) im Handel war und in diesem hat er siniert, dass es noch überprüft werden muss, ob ein Volk in einem Holzmagazin überwintern kann. Er hat in diesem Buch ein Magazin in Rahmenbauweise, mit Styroporisolierung vorgestellt. In diesem Büchlein hat er auch eine Massivholzbeute vorgestellt, aber wie gesagt, noch in Frage gestellt. Ich habe ihm leider geglaubt. Das Buch war so schlecht gebunden, dass es auseinandergefallen ist, deshalb kann ich nicht zitieren. Ich nehme an, mein Freund hat es, doch ich möchte ihn deshalb nicht bemühen.

    Also, du hast Recht, Bretschko hat gelogen oder ich habe eine leichte Demenz.

    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remsi,
    nee, Du hast keine Demenz.
    Solange Du weißt, das man zwei Dinge im Leben braucht:
    Ein gutes Gedächnis und ...äh...äh...
    ich komm gerade nicht drauf!
    Stimmt, seine Untersuchungen waren wohl noch nicht zu Ende.
    Trotzdem hat er schon veröffentlicht, mit Teilergebnissen und Vermutungen.
    Übrigens ist mein Buch, obwohl von 1985,
    auch in den von Dir beschriebenen Zustand.
    Können die in Österreich sorgfältiger mit Büchern umgehen
    (oder lesen sie die nicht :wink:)
    Belassen wir es dabei.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.