Stauden unter Bäumen

  • Guten Tag,


    wir werden einen Teil unseres Gartens umgestalten und zwei Apfelbäume als Hochstamm
    pflanzen. Zudem möchte ich gern , quasi als Baumrandbepflanzung, einige Stauden in dem
    Bereich der Apfelbäume einpflanzen. Was für Stauden könnt Ihr mir empfehlen?


    Vielen Dank.


    Grüße


    Dr. Harper

    Bioland Imkerei, Horst in Westfalen

  • Wenn die Sträucher für die Bienen interessant sein sollen, dann vielleicht Himbeeren oder Schneebeeren als Unterholz.
    Jedoch ist mir nicht bekannt, ob der Apfelbaum damit klar kommt. Bei anderen Bäumen funktioniert es.
    Gruß Peter

  • Ich habe einen Ring aus Strohballen um den (erwachsenen) Baum gelegt, direkt auf die Traufkante des Baumes. So wird das heruntertropfende Wasser zwischengespeichert und langsamer in den Boden abgegeben. Die Strohballen werde ich auch für die Pilzanzucht verwenden. Zwischen die Strohballen kann man auch Kartoffeln stecken. Dann habe ich Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren entlang der Strohballen gepflanzt. Die Brombeeren mehr in den Norden, die Stachelbeeren mehr in den Süden. Innerhalb des Rings habe ich Beinwell gepflanzt, als Medizin, Futtermittel und Gründünger (für den Baum). Dazu habe ich Meerrettich gepflanzt, Rhabarber sowie Fingerhüte. Eigentlich kann man alles mögliche in die Baumscheibe pflanzen. Die Stauden mit den dicken Wurzeln jedoch sind gut für den Baum, da sie Nährstoffe nach oben transportieren. Obstbäume haben meist sehr flach verlaufende Wurzeln, weswegen Umgraben oder Tritte durch Hufe dem Baum nicht gut tun. Als Beisaat (keine Stauden) finde ich noch Weißklee, Phacelia, Esparsette und als Staude noch Lupine.


    Calendula!


    http://kiezputz.twoday.net/stories/4174334/


    http://permakultur.wordpress.c…iel-fur-einen-hausgarten/


    Zu dick darf der Mulch nicht werden, mit dem die Baumscheibe ausgelegt wird. Im übrigen war es früher weit verbreitet eine Ringkompostierung um die Obstbäume anzulegen, damit diese mit genügend Nährstoffen versorgt werden. Dazu wurde der Kompost (mit vielen Ästen, Heu, Luft, Luft) entlang der Traufkante rund um den Obstbaum angelegt.


    Die Stauden locken Nützlinge an, halten durch Phytostoffe Pathogene in Schach und sind Medizin und Augenweide für den Menschen.


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,
    beim Ernten nicht den Meerettich mit dem Fingerhut verwechseln:lol:.

    Bei jungen Obstbäumen rate ich vom Mulchen, besonders mit Stroh, ab.
    Die Mäuse können sich darunter unbehelligt bewegen und das Stoh, natürlich Bio:lol:, ist eine starke Stickstoffbremse.
    Also, Vorsicht.
    Bei Deiner Bepflanzung solltest Du bezeiten die alte Gärtnerregel beachten:
    "Ein guter Gärtner braucht ein hartes Herz und eine scharfe Axt".
    Sonst wird das bald ein bißchen eng und der Pilzdruck steigt.

    Grüße
    Thorben

  • Wenn du deine Apfelbäume auch pflegen und ernten willst, würde ich nichts stacheliges oder großes drunter pflanzen. Auch Falläpfel kann man verwerten...wenn man sie findet...

    Aber du fragst ja nach Stauden, die sollten Teilschatten vertragen und nicht zu viel Feuchtigkeit benötigen müssen. Bei mir klappt das mit der Polsterglockenblume ganz gut.

    Übrigens vertragen sich Kletterrosen gut mit Äpfeln...sieht auch hübsch aus!

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Ich habe einen Ring aus Strohballen um den (erwachsenen) Baum gelegt...
    Bernhard



    hat der Drohn auchmal gemacht bis ein guter Freund (Landschaftsgärtner und Baumpfleger), den Drohn fragte ob der Drohn immer Gummistiefel trägt:p...da wurde dann die Pilzzucht verlegt:daumen:

    @alle: Malve ist schön unter Apfel:p_flower01:

    Was den Drohn interessieren würde sind Stauden unter einer sehr hohen Haselsträucherhecke die keine Bodendeckung mehr hat und auf trockenem Standort steht.

    Gibts da was
    fragt
    der
    Drohn

  • Guten Tag! Will als Frau vom Fach auch mal meinen Senf dazugeben: Ich würde nie einen Obstbaum mit Stauden unterpflanzen! Der wichtigste Teil der Baumpflege (außer dem Schnitt) spielt sich auf der Baumscheibe ab. Über die Baumscheibe wird gedüngt, gewässert und sogar Schädlingsabwehr betrieben- Immer schön mit Kompost mulchen, im Laufe des Jahres kann alles,was an Grünabfall im Garten anfällt zusätzlich als Mulch benutzt werden. Oder die Baumscheibe mit Gründünger einsähen, friert im Winter ab und bleibt an Ort und Stelle als Mulch liegen. Oder mit Kapuzienerkresse unterpflanzen, als Abwehr von Blut- und Blattläusen. Comfrey und Brennesseln in der Nähe zu haben ist auch gut, kann man prima stickstoffhaltige Jauche draus machen- oder einfach direkt mit dem Schnitt mulchen. Und, last but not least, die Baumscheibe möglichst groß halten: Über den Rand der Kronentraufe hinaus befinden sich noch feinste Saugwurzeln! Dann mal los, der Garten ruft! zonia

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Gratulation zu der Entscheidung eines Hochstammes. In unserer schnelllebigen Zeit hat leider kaum einer Geduld dafür.
    Ich geh davon aus, dass die Bäume einen Sonnenplatz haben. Für die ersten 5 Jahre sollten die Stauden somit sehr viel Sonne vertragen. Nach dieser Zeit brauchen die meisten Stauden eine Verjüngungskur (Umpflanzen/ Teilen), falls die Bäume jetzt genug Schatten werfen muss das jetzt mit Berücksichtigt werden.
    Bei Hoch,- und Halbstammunterlagen bin ich gegen das regelmäßige Einarbeiten vom Kompost, auch wenn es in Fachbüchern empfohlen wird. Die Pflanzen werden abhängig, dann süchtig und hätten das aufgrund ihrer Unterlage nicht nötig. Such die Bäume nach dem Vorhanden Boden aus und gut, Passende Infos hier (zb Baumschule Brenninger).
    Hier gibt’s auch sehr alte Sorten die ohne Schnitt auskommen.

  • Versuch es mit Klee, den mußt du anfangs wässern.
    Aber er bildet schnell Wasserspeicherwurzeln, die der Trockenheit entgegenkommen.
    Dann werden sich vielleicht typische Bewohner selber ansiedeln.
    Beste Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo