Varroabekämpfung mit ApiLifeVar

  • Hi, ich bin die Neue...Imkere seit 3 Jahren und komme ganz gut klar, auch ohne Mitglied in einem Ortsverein, Imkerbund o.ä. zu sein. Trotzdem tuen sich manchmal doch Fragen auf und da ich gerne neue Wege gehe, stoße ich mit alternativen Ideen meist auf die tauben Ohren meiner bekannten Imkerkollegen...z.B. was die Frage der Varroabekämpfung angeht(ja, ich weiß- da polarisieren sich sämtliche der obengenannten). Habe mit Thymol angefangen, letztes Jahr bin ich auf ApiVarLife Tafeln umgestiegen und fand die Handhabe ganz angenehm- das Gefummele mit den Thymolrähmchen war doch etwas nervig. Meine 4 Völker sind gut über den Winter gekommen, jedenfalls soweit ich das immoment beurteilen kann. Hat jemand da draußen schon länger Erfahrung mit dieser Methode?! Gruß an alle Imker!

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hi
    Bei uns in Luxemburg ist die behandlung mit Thymol, oder apilivevar, im Herbst gleich nach der Honigernte und OS träufeln im Winter bei Brutfreiheit, DIE Behandlungsmethode. Ergibt keine gesundheitsbedenklichen Rückstände in Wachs und Honig.

  • ...die Oxalsäure würde ich gern weglassen...In der Benutzungsanweisung steht, daß eine Behandlung in der warmen Jahreszeit und eine nach der letzten Honigentnahme stattfinden soll. Finde ich etwas indifferent, was heißt warme Jahreszeit?! Außerdem soll man die Tafeln im Dezember wieder entfernen- warum, und ist das überhaupt nötig? Das Thymol bleibt doch auch rund ums Jahr im Volk. Und wo platziere ich die Tafeln, wenn der Honigraum aufgesetzt ist?( Die Bienen haben mir die Tafeln das erste Mal weggeknabbert, danach habe ich die Rähmchen mit einer Gaze abgedeckt und die Tafeln daraufgelegt). Hm, so viele Fragen...hoffe, Du kannst mir weiterhelfen!

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Thymol oder die Produkte welche Thymol beinhalten, werden NACH der Honigernte aufgelegt. Der Geruch geht sonst in den Honig über. Nach einigen Wochen wird das Plättchen auch wiede entfernt aus dem Stock, da der Geruch sonst im Wachs bleibt, und du hast das gleiche Problem it dem Honig im Jahr drauf. Thymol bildet nämlich auch Rückstände wenn er zu lange drin bleibt, aber sie sind (angeblich) ungiftig.
    Ausserdem wirken Thymolprodukte nur wenn die Aussentemperatur ausreichend hoch ist. Zweite Septemberhälfte ist schon zu kalt. Thymolprodukte wirken im allgemeinen besser in südlichen Gefilden (Südfrankreich, Italien).
    Ausserdem solltest du trotzdem unbedingt in der Brutfreien Zeit Oxalsäure träufeln oder verdampfen.
    Anstelle der Thymolbehandlung kannst du aber auch mit Ameisensäure im Spätsommer behandeln.
    Wo man die Thymolplättchen auflegt gibt es verschiedene Meinungen, da ich selbst sie nicht verwende, kann ich dir schlecht einen Rat geben. Frag da nach wo du sie kaufst

  • Hi Zonia,
    habe mit Thymol nur einwandfreie Erfahrungen, allerdings verwende ich es in Form der Schälchen von ApiGuard. Meines Erachtens kann man Oxalsäure und dergleichen vergessen und den Bienen das ersparen, nur vertraut noch nicht jeder dieser sanfteren Methode, da jahrzehntelang anders gehandhabt. Also ich so: Nach Honigernte erstes Schälchen Apiguard rein, zwei Wochen später zweites und das kann man wenn man mag drinnen belassen über den Winter,. Ich bleib dabei, auch wenns paar Euro kostet.
    Imkergrüße von Imkerlinde

  • Hi Imkerlinde! Endlich mal jemand, der mir aus der Seele spricht... Der Imker, von dem ich meine Bienen übernommen habe, hat über 10 Jahre mit Thymol und ohne Säuren gearbeitet und hat in dieser Zeit keine nennenswerten Verluste gehabt. ApiGuard kenne ich nicht, woher bezieht man das?
    Ganz mein Motto! Beste Grüße, zonia

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Der Imker, von dem ich meine Bienen übernommen habe, hat über 10 Jahre mit Thymol und ohne Säuren gearbeitet und hat in dieser Zeit keine nennenswerten Verluste gehabt.


    Hallo Zonia,


    auf eine abschließende Behandlung mit organischer Säure während der brutfreien Zeit solltest Du allenfalls dann verzichten, wenn Du nach dem Thymoleinsatz durch eine Varroakontrolle sicher festgestellt hast, dass die Thymolbehandlung genügend gewirkt hat.


    Im Zweifel mache ich immer eine Schlussbehandlung mit Oxalsäure.


    Guckst Du auch hier:


    http://www.alp.admin.ch/themen/00502/00515/00520/index.html?lang=de&download=M3wBPgDB/8ull6Du36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmmc7Zi6rZnqCkkIN0fXeCbKbXrZ6lhuDZz8mMps2gpKfo


    Ich zitiere (Seite 7, Schlussfolgerungen Nr. 3):


    "Eine hohe Wirksamkeit ist nicht in jedem Fall gegeben."


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, (Varroa-)Kontrolle ist besser