• An mehreren Stellen las ich schon von der Möglichkeit an den Oberträgern eine Dreieckleiste anzubringen. Dies soll als Anfangslinie reichen für regelmäßigen Bau von Naturbau-Waben (ohne Mittelwände).


    Hier im Forum habe ich z.B. Beiträge gefunden von:


    Harry:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?p=78247#post78247


    Henry:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?p=129727#post129727


    Radix:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?p=137308#post137308


    weiterhin gibt es einen Hinweis im Buch von Warré:
    http://selbstversorgerforum.de/bienen/apiculture.pdf
    (auf Seite 80)


    sowie auf dieser Seite:
    http://www.top-bar-hive.de/page5.php
    (etwas runter scrollen bis "Grundform B")


    Mir gefällt diese Idee sehr gut. Es scheint auch besondere Vorteile zu bieten:
    + keinerlei Altwachs wird verwendet
    + besser zu reinigen als bei wachsgefüllte Fuge
    + keine Vorbereitungen (wie z.B. Wachslinie ziehen)
    + stabilere Verbindung Wabe-Oberträger als bei flachen Trägern
    + ...


    Für mich ist eigentlich nur die Frage der günstigen Herstellung.
    An vorhandene Oberträger eine Baumarkt-Dreiecksleiste montieren, ok, aber wie? Jegliche Art von Kleber will ich in der Beute vermeiden. Besser Nageln oder Schrauben? aus Edelstahl? Oder mit nicht genutztem Rähmchendraht einfach an den Oberträger anbinden? (stört beim Reinigen). ???


    Das einzig vernünftige erscheint mir solche Art an Trägern aus einem Stück herzustellen / herstellen zu lassen. Doch was ist dies für ein Aufwand?


    Mich interessiert dies insbesonderen nach erneutem Lesen des Buches von Warré. Es gibt dort Textstellen in denen klar wird, daß er in Sonderfällen auch mal einen Oberträger mit Wabe nach oben herausnimmt, wie bei einer Topbar-Hive. Auch gibt es eine Textstelle, in der er geschleuderte Waben wieder in die Zargen zurückgibt (noch an den Oberträgern haftend?)! Dies geht aber nur, wenn die Waben auch entlang der Oberträger laufen. Weiterhin habe ich den Eindruck, daß Warré alle Oberträger lose in die Nut der Zargen legte. Er schreibt zwar von Glaser-Nägeln, aber weil diese Nägel keine Köpfe haben kann man die Träger nach oben abnehmen. In diesem Sinne erscheint mir die Warré jetzt wie mehrfach gestapelte Mini-Top-Bar's, bei der die Oberträger schlank genug sind, so daß die Bienen zur nächsten Zarge laufen können.


    Daher überlege ich bei ein oder zwei Beuten die Oberträger auf Dreieckformat umzurüsten und nur lose zu legen.


    Mag jemand aktuelle Erfahrungen mit Dreiecksleisten mitteilen?


    Viele Grüße
    Konstantin


  •  
    Erfahrungen kann ich leider keine mittteilen, über diese Problematik habe aber auch ich nachgedacht.
     
    Die Dreiecksleiste würde ich aus 25-er Vierkantleisten schneiden. Tischkreissäge, 2mm Sägeblatt im 45°- Winkel geneigt, würde OT von 23mm ergeben....
     
    Bei der Sache mit den Nägeln... : Ich glaube, da was von "Spitzen" gelesen zu haben, habe als mögliche Erklärung gefunden, dass er kurze, dünne Nägel verwendete, die nur ein paar mm (2-3) aus dem Oberträgerholz schauen. Die kleinen Nagelspitzen lassen sich von Hand ins Zargenholz drücken, verhindern ein seitliches Verrutschen, würden jedoch die Entfernung des OT kaum behindern.... denk' ich....
     
    Grüsse
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


  • Die Dreiecksleiste würde ich aus 25-er Vierkantleisten schneiden. Tischkreissäge, 2mm Sägeblatt im 45°- Winkel geneigt, würde OT von 23mm ergeben....


    Also dies versteh ich nicht ganz. Wenn Du ein 25er Vierkantholz diagonal durchsägst, dann kommst Du doch auf ca. 3,3 cm Diagonale.
    Außerdem muß für die Auflage in der Nut der Träger angepasst werden.


    Die Idee mit kurzen Nägeln gefällt mir, das ist wie Pin Nadeln stecken...
    Leider kann ich nicht gut genug französisch um die original Texte zu lesen.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • An mehreren Stellen las ich schon von der Möglichkeit an den Oberträgern eine Dreieckleiste anzubringen.


    Und den nicht vergessen:


  • Also dies versteh ich nicht ganz. Wenn Du ein 25er Vierkantholz diagonal durchsägst, dann kommst Du doch auf ca. 3,3 cm Diagonale.
    ..................................
    Viele Grüße
    Konstantin


     
    Ha, hast mich erwischt! Da waren meine Gedankengänge zu holprig. Asche auf mein Haupt. Und dabei brauchts nicht mal den Pythagoras:
    Diagonale Quadrat-Vierkant: 1,41*SW; Diagonale Sechskant: 1,15*SW.... mindestens schon tausendmal mit diesen Richtwerten gerechnet und hier.... das ärgert mich. :oops: Entschuldigung!
     
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Erzgebirgler,


    kann passieren, bist Mensch, und das ist gut so :)
    Andererseits ist ein 25 Vierkant eine gute Ausgangslage für entsprechende Oberträger:
    Laut Warré empfiehlt er 24 mm Breite, also ein wenig Hobeln und dieses maß paßt.
    Dann sollen die Auflagen (und damit die senkrechten Seiten der Träger) 9 mm dick sein.
    Unten drunter 4° Dreieck á 17mm Schenkellänge ergibt eine Dicke von max. 21 mm.


    Allerdings sollte man vermutlich die 45° sägerauh lassen oder sogar noch anrauhen.


    Die eine Erfahrung mit schrägen Trägern vom Drohn bewerte ich nicht sehr hoch (auch wenn ich ihn sehr schätze). Wie schräg war der Winkel? Wie glatt-rauh war die Oberfläche, hatte das Volk Erfahrung mit solchen Trägern usw.


    Im übrigen erscheint der Winkel der Anschrägung auf dem Foto im Warré Buch viel flacher als 45 Grad. Auch bei der Webseite der Topbarhive ist es flacher. Wo liegt der goldene Mittelweg?


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Zum obigen Link von Konstantin zu mir:


    Hardy: "DN-Halbe drahte ich auch nicht mehr.
    Nur noch unbewachste Dreieckleiste rein, ohne Anfangsstreifen."...



    Korrektur: Mache ich nun doch nicht.
    Stammt noch von meinem 1. Eindruck bei einem Bioimker aus Luxemburg.
    Also bei mir keine Dreiecksleiste.
    Aber natürlich Wachs-Anfangsstreifen und alles ohne Draht.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo!


    Auf die dreieckigen Oberträger bin ich auch schon gestoßen, und zwar hier:
    http://www.backyardhive.com/Ge…YardHive_Beekeeping_Shop/


    Etwas nach unten scrollen, unter der Überschrift
    Pre-Built Top Bars for Your Self-Built Hive


    findet sich auch ein Foto mit ausgebauter Wabe. Wenn ich das richtig verstehe, soll die Form bei reinen Oberträgerbeuten auch die Wabenstabilität unterstützen und es ist wichtig, Hartholz zu nehmen.


    Ich hab schon mal im Baumarkt nach fertigen dreieckigen Leisten gesucht. Die gibt es dort aus Fichte mit 4cm Breite oben. Da könnte man mit der Kreissäge links und rechts jeweils 4 mm wegnehmen, dann hätte man die gewünschte Form. Aber ob das auf die Dauer mit dem weichen Fichtenholz gut tut? Mich würde auch sehr interessieren, welcher Winkel da "richtig" ist!


    Der Sammler

  • Das Aufketten der Baubienen an den schrägen OT ist schwieriger als an flachen OT.
     
    An OT bei der nur eine Schräge in der Mitte des OT läuft, bauen die Bienen eventuell links oder rechs an der OT-Kante an, dadurch verliert sich dann der Beepace oder es entstehen auf dem gleichen Rähmchen zwei Waben in einander verbaut.
     
    Probiert es aus, probiert aber beides aus um zu einem Bild zu kommen, in der Praxis läuft es manchmal anders als man denkt.
     
    Der
    Drohn

  • Ich muss ehrlich sagen ich versteh die ganze Diskussion irgendwie nicht. Nur um keinen Wachs zu nutzen soll ein riesen Aufwand getrieben werden. Die Wachsspur an den Oberträgern ist doch so minimal - auch wenn man da Altwachs nimmt wird das sich kaum auswirken.
    Am sichersten ist doch wohl ein Wachsstreifen denn da haften die Waben nun mal am besten. Im zweiten Jahr ist das sowieso egal da nach dem Ausschneiden ohnehin Restwachs vorhanden ist.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo !
     
    Im BI Kirchhain verwenden sie auch Dreiecksleiten (aber natürlich nur für die Drohnenleisten) ...
     
    - dort sind sie mit kurzen Torx Schrauben am OT befestigt
    - der Winkel der Dreiecksleiste dürfte (in meiner Erinnerung) ca. 120° haben
    - die Leiste geht bis an den Rand
     
    Hält derweil ganz gut ....
     
    Wir verwenden keine Wachsspur und auch keine Leiste für die DR und trotzdem sind sie 98% gerade ...
     
    Gruß
    B.K. A.l.e.x.
     
    Bekomme ich jetzt wieder einen Spruch das unsere Bienen ja so toll sind ?

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.