Standplatz für Beuten in der Sonne

  • Hallo miteinander!

    Jetzt ist mir noch eine Frage betreffend unseres ausgesuchten Standplatzes eingefallen :roll::

    Wir würden unsere „Bienen-Laufbahn“ mit 4 frei aufgestellten Liebig-Beuten beginnen.
    Die Beuten könnten wir nach Südosten ausrichten, das Platzl hat bloß den Nachteil, dass kein großer Baum (außer kleine Obstbäume, welche wir vor 2 Jahren gesetzt haben) zum Schattenspenden vorhanden ist.
    Reicht es, dass das Flugloch nicht den ganzen Tag von der Sonne beschienen wird (was de facto ja nie passiert!!) oder sollten wir doch an eine andere Beschattung denken? Die kleinen Obstbäume brauchen halt noch ein paar Jährchen zum wachsen.
    Wir liegen auf 900 m Seehöhe, es hat bei uns nicht so eine sengende Hitze wie im Tal, aber dennoch gibt es warme Tage (vor allem wenn den ganzen Tag die Sonne auf so eine kleine Holzbeute drückt, wird es schon recht warm da drinnen!).

    Danke im Voraus für Eure Meinungen,

    Chrissi :p

  • Hallo,
    Meine Erfahrung ist : Ein Sonnenplatz ist immer am besten. Bienen sind "Sonnenkinder".
    Vorrausgesetzt du streichst deine Beuten weiß an, dann bleiben sie selbst bei voller Sonneneinstrahlung kühl.
    ( Fassadenfarbe reicht, sonst heizen sie sich zu sehr auf. Und deine Bienen kollabieren im Sommer bei 30° C. )


    Wenn dir allerdings Schönheit vor Zweckmäßgkeit geht, dann ist ein etwas schattiges Plätzchen besser.


    Gruß Finvarra

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo Chrissi,
    ich wäre beim Aufstellen in sonniger Lage etwas vorsichtig. Wenn der Platz aber schön ist, mach dir doch mal Gedanken über einen Sonnenschutz, falls es mal richtig heiß werden sollte. 30°C sind schnell erreicht und es wäre furchtbar, wenn deine Bienis mitsamt Wachs vorne aus der Beute fließen. :oops:Vielleicht könnte man zu diesen Zeiten ja ein Dach mit Platten auflegen. Zwischen Beuten und Platten mindestens 1 Ziegelstein notwendige Durchlüftung. Musst nur aufpassen, wie du sie befestigt, damit sie dir bei Wind oder Sturm nicht wegfliegen. Soll ja nur für den Hochsommer sein. Oder kannst du aus Strohmatten einen provisorischen Schattenspender aufstellen oder ein Sonnensegel aufspannen?
    Gruß Katrin

  • Hallo Chrissi,


    Ganz in die pralle Sonne würde ich abraten, bis Mittag ist in Ordnung.
    Ein kleines Schutzdach oder ähnliches wie Katrin schreibt, ist auf alle Fälle von Vorteil. Sonst hast du dann an heissen Tagen schön Bienenbärte am Flugloch hängen und die Bienen hätten zuviel mit der Kühlung der Beute zu tun.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo!


    Müritzbiene : Das ist eine gute Idee, entweder wir legen wirklich eine grössere Platte über die Beuten als Sonnenschutz oder überlegen uns das Anbringen eines Sonnensegels. Es dreht sich ja wirklich nur um die paar heissen Tage im Sommer.


    Danke für die Tips,


    Chrissi

  • Hallo Chrissi,


    stell die Beuten raus und gut ist.
    Was glaubst Du wohl, was die Imker rund ums Mittelmeer machen?
    Die schleppen die Beuten auch nicht zur Siesta in den Keller.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • hi Michael,
    ham die am M.meer nicht andere Bienen?
    Ich habe bei Sonne mehr die Bedenken, daß sie im Frühjahr zu früh raus kommen. Aber wahrscheinlich sind sie klüger wie ich.


    Uli

  • Wir Imker am Mittelmeer haben die Binis in der Sonne, wo sollen auch die Schattenplätze bzw. Bäume herkommen, viele viel Berge sind kahl, also den bienen macht das nichts, Wärme lieben Sie, Wachs schmilst nicht, schon gar nicht bei 30 Grad. Keine Sorge und ab in der SONNE:Biene:
    aber Wasser sollten SIe irgendwo haben, auch wenn es nur Morgentau ist.

  • Guten Tag,


    meine Mädels stehen auch in der Sonne und ich habe noch nie Wachs aus der Beute fliesen gesehen. Wenn es denen zu warm wird, regeln die Bienen das schon selber.


    Grüße


    Dr. Harper

    Bioland Imkerei, Horst in Westfalen

  • Hier eine sehr schöne Arbeit zum Thema (meine echte Hochachtung) von Brigitte Bujok (BEEgroup, Uni Würzburg unter Prof. Tautz):


    http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=978874234&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=978874234.pdf


    Oder: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=978874234



    Meine persönliche Meinung ist, dass es den Bienen hilft Streßfaktoren wie Überhitzung oder zu starke Kälte zu ersparen. Klar regeln sie das, aber unter welchen Kosten?


    Daher ist im Sommer eine Aufstellung im Schatten ab dem Mittag nicht schlecht. Vormittags voller Sonnenschein, nachmittags Schattierung. Das erreicht man, indem man im Westen der Beute einen Schattenspender platziert. Sei es Sonnensegel, Laubbaum oder auch Sonnenblumen/Topinambur. Bei einer Anpflanzung eines Laubbaumes oder von Sonnenblumen würde die Schattierung im Winter automatisch wegfallen und auch nachmittags für Sonne sorgen.


    In der oben genannten Arbeit gibt es eine Abbildung, in der zu sehen ist, in welcher Temperaturspanne eine Bienentraube überlebt. Sie umfasst Temperaturen von -80°C bis +34°C.


    Das deutet darauf hin, dass eine Traube Bienen sehr viel besser Kälte von außen regulieren kann als Hitze von außen.


    Für mich liegt es nahe, durch einen geringen Aufwand an Nachdenken und geringen Aufwand an Material, den Bienen die Hitzeprobleme zu ersparen. Die Hitze ist vielleicht nicht lebensbedrohlich, aber vielleicht anstrengend.


    Bernhard


  • Wie kann ich denn dieses Dokument lesen?


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    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!