Bienen stören Mäharbeiten?

  • Hallo allerseits!


    Als Standfläche für unsere Beuten (welche wir im April aufstellen möchten) haben wir uns ein Plateau ausgesucht, welches eine steile Wiese in 2 Bereiche teilt.
    Die Wiese gehört zwar uns, wird aber von einem Landwirten bearbeitet, sprich gemäht (2 Mal jährlich: 1 Mal im Juni und 1 Mal im September).
    Nachdem wir dem Bauern von unserem Plan erzählt haben, die Bienen auf dem Plateau unterzubringen, hat er seine Bedenken geäußert, die steile Wiese wäre somit gar nicht mehr bzw. nur mehr sehr erschwert zum mähen (mittels Balkenmäher, das gemähte Gras wird anschließend händisch aufs Plateau heruntergerecht) :evil:.
    Vor allem im Juni, wo die Bienen (und die Bauern) voll aktiv sind, sind die Bedenken nicht von der Hand zu weisen, oder?
    Welche Möglichkeiten :u_idea_bulb02:gibt es, weder den Bauern noch die Bienen zu verärgern? Könnte man die Bienen während diesem Tag (maximal 2 Tage) im Juni „einsperren“, so dass niemand was zu befürchten hat?
    Vielen Dank für Eure Ratschläge,
    Chrissi

  • Hallo Chrissi,


    an ein Einsperren, und auch noch im Juni zu einem Zeitpunkt wo die Volksstärke ihren Höhepunkt erreicht, ist nicht zu denken. Du könntest lediglich in einem Abstand von mindestens 2 m vor den Beuten einen "Flugschutz" anbringen - also ein Hindernis, dass die Bienen nach oben umfliegen müssen und den Bauer dann nicht mehr stören.


    Eignen würden sich z. B. Hecken, die wachsen aber nicht schnell genug für Dein Problem, oder ein dichtes Zaunelement. Damit die Bienen wirklich nicht stören müsste es aber wohl so 2 m hoch sein. Wichtig: Nicht erst einen Tag vor der Maht aufstellen, sonst fliegen ganz viele heimkehrende Bienen auf die falsche Seite und sind erst recht stechlustig ... am besten schon beim Aufstellen der Beuten mit anbringen.


    Gruß,
    Anderl

    "Wichtig ist, was man tut, und nicht was man sagt." Eragon

  • Ist eigentlich hinter den Beuten auch noch was zu befürchten, oder wirklich nur im Bereich der "Einflugschneise"?


    Grüsse, Chrissi

  • Wiesenmäher werden immer gestochen. Weltweit und rund um die Uhr. Und das ist gut so! :daumen:


    Der Feind der Biene ist ... na ... der Bär. Bären sind erkennbar am ... na .... Motorengeräusch also CO2 Ausstoß, Viehbration, Haaren, Bewegung und Schweißgeruch. Unsere Bienen sollen immer auf der Hut sein vor Bären, damit die ihnen nicht ihre Dienste erweisen. Deshalb werden Bären und -ähnliche konsequent vertrieben. Vor, neben und hinter den Beuten und auch im Abstand noch. Imker die sich bärenähnlich verhalten ebenfalls.


    Im Umkreis von etwa 5m um die Bienen wird garnicht gemäht, von Fremden. Da kommt man nur auf Einladung des oder als Imker hin. Da hat man auch nüschde zu suchen. Womöglich die Honiggeheimnisse abluchsen oder Heimkehrer provozieren.


    Ansonsten kriegt der Bauer zur Mahd halt Dein Schleier oder er mäht vor Bienenflug oder danach. Oder Du machst das, dann donnert auch keiner an die Beuten.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo !
     
    Unsere Mädels machen beim mähen mit dem selbstfahrenden Balkenmäher auf der NaBu Wiese keine Probleme. Vorm Freisänder müssen sie über eine Hecke hoch ... links direkt anschließend ist die Wiese auf der gemäht wird. (Bis auf 2m an den Freiständer). Keine Probleme !
     
    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ja, ja und die mähen da außerdem noch nackt und verschwitzt und sind alle behaart, die Kerle ... kennt man ja. :lol: Und trotzdem keinerlei Stiche, denn Du hast ja ganz liebe Bienen. :liebe002: Wie praktisch jeder. Woher kommt nur die Mähr vom Bär? :confused:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo!


    Irgendwo hab ich mal gelesen, daß die Bienis sich besonders wegen der durch den Boden übertragenen Erschütterung erregen. Ich hab einen Nachbarn mit einem selbstfahrenden Rasenmäher, den bringen meine Mädels immer in starke Bedrängnis - egal ob er vorne, hinten, links- oder rechtsrum fährt. Meine Erfahrung ist, dass Rasenmäher stärker attakiert werden als Balkenmäher. Wenn man außerdem noch eine Entkopplung der Völker vom Erdboden hinbekommt (wie z.B. das Aufhängen von TBHs zwischen zwei Pfählen - siehe Fotos unter http://top-bar-hive.de), dann interessieren sich die Mädels gar nicht mehr für das Mähgeschäft.


    Gruss vom Sammler

  • Hallo!
    Wir besuchen gerade einen Bienen-Anfängerkurs und gestern Abend hab ich dort die gleiche Frage gestellt. Der Vortragende hat gemeint, ein Balkenmäher würde nicht so ein Problem darstellen. Problematischer sei anscheinend das Zusammenrechen des geschnittenen Grases. Das wäre aber nicht so das Problem, dann rech ich eben das Gras im Umkreis der Bienen zusammen.
    Chrissi

  • Hi,




    Ich nehme mal an, dass Du nicht hunderte Beuten aufstellen willst, sondern eher so 5 – 10. Damit ist die betroffene Hangfläche, über die die Bienen Lufthoheit beanspruchen einige Meter lang. Mit dem handgeschobenen Balkenmäher sollte das in weniger als einer Minute gemäht sein.


    Ich würde an Deiner Stelle versuchen, den Bauern zu beruhigen. Sag ihm, dass Du ihn beim ersten Mal mähen begleitest, und falls es Ärger gibt die Bienen mit Rauch vertreibst.


    Danach seht ihr, ob es hier ein Problem gibt, das gelöst werden muß, oder ob man durch flottes dran vorbeimähen die Störung so gering halten kann, dass es nur zu wenig gegenseitiger Störung kommt.


    Bis Baldi

  • Hallo Baldi,


    wir hätten gedacht, mit 4 Völkern zu starten, also darf der "besetzte Streifen" wirklich nicht so groß sein.
    Ich sehe das so wie Du, wir stellen die Bienen einfach mal so hin, wenn es wirklich zu einem Problem werden sollte, müssen wir sie im Herbst einfach übersiedeln.


    Liebe Grüsse,


    Chrissi

  • Hi,


    das wichtige ist glaube ich, vorher mit dem Bedenken habenden Bauern zu sprechen. Dann fühlt er sich ernst genommen und verstanden. Dann kann man im Nachhinein einfacher weitermachen.


    Viel Spaß viel Erfolg,


    Bis Baldi