Zwei Ableger tot im Boden, einer weisellos?

  • Hallo,


    ich habe den ersten richtig schönen Tag bei uns genutzt, um mal bei meinen Ablegern, die auf einem Stand stehen, kurz unter den Deckel zu schauen und Gewicht zu kontrollieren.


    Jetzt war das mein erster Winter, und ich bin mir über zwei Sachen nicht ganz im Klaren... Von meinen sechs Ablegern geht es dreien prächtig, da ist mehr los als ich erwartet hatte. Zwei (der stärkste und der schwächste im Herbst) sind tot :-(. Allerdings nicht das immer wieder beschriebene Phänomen, dass die Völker kahlgeflogen sind, sondern die Bienen lagen quantitativ im Hochboden, bzw. steckten noch kopfüber in den Zellen. Das Flugloch war zu keinem Zeitpunkt verlegt, ich hab den Winter über immer wieder den Boden mit einem Stock grob ausgekehrt, dabei war mir der Totenfall schon suspekt. Futter war auch noch mehr als genug dar. Ist dieses Bild irgeneiner Ursache zuzuordnen? Die Behandlung mit Milchsäure, AS-Medizinflasche (2x) und OS war bei allen Ablegern identisch), auch der Rückgang beim Milbenfall. Der Totenfall der anderen Völker war erstaunlich gering. Mäuse waren keine in den Kisten, ein Specht oder andere Störung für mich auch nicht ersichtlich.


    Der sechste Ableger hat mich mit wildem Gebrumm begrüßt. Ich meine hier etwas gelesen zu haben, dass dies Zeichen auf Weisellosigkeit ist, zumal ich dort dann doch genauer hingeschaut habe und auch keinerlei Anzeichen von Brut gefunden habe. Allersdings finde ich den passenden Faden grade nicht mehr. Stimmt das so? In diesem Fall bleibt zum jetzigen Zeitpunkt dann wohl nur das Abkehren an einem warmen Tag vor den anderen drei Völkern, so mir nicht wunderlicherweise noch eine Queen aus einem durchwinterten Mini+ zufliegt?!

  • Hallo Torsten.
    Wenn keine Brut im Ableger ist,sofort mit deinem schwächsten vereinigen.
    Abkehren brauchst Du jetzt nicht,weil noch keine Afterweiseln ( Drohnenmütterchen ) da sind ! Dabei den Weiselrichtigen Ableger auf dem Bodenbrett belassen !
    Mit imkerlichen
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • hallo torsten,


    habe bei einem altvolk und zwei ablegern ebenfalls massiven totfall
    (varroabehandlung mit bayvarol-streifen und as-behandlung mittels schwammtuchverfahren).
    ich hatte im letzten jahr erstmals eine außergewöhnlich gute blatthonigernte (Eiche??),teiweise habe ich den honig als winterfutter bei den bienen belassen. den massiven totfall seit dem spätherbst habe ich ursächlich als schwarzsuchterkrankung angesehen (mineralstoffüberhang im honigtau). liege ich falsch????

  • Im Herbst haben sie bei mir auch noch mal massiv eingetragen, ohne dass ich die Quelle ausmachen konnte. Am Ende war ich sogar kurz davor, Futterwaben wieder herauszunehmen um Platz zu schaffen. Allerdings war das bei allen Völkern so, d.h. sie müssen eigentlich die gleiche Quelle gefunden haben.

  • Mich würde dieses Thema auch interessieren.


    Lässt sich ein "normaler" Totenfall irgendwie quantifizieren? Ich hab den Boden meiner Völker im Winter sicher zwei bis dreimal ausgeräumt und da ist schon einiges zusammengekommen?


    Da es mein erster Bienenwinter ist würde ich gern wissen was da die Regel ist?


    Danke
    Werner


  •  
    Ich glaube, bei "Imkern Schritt für Schritt" las ich von normalem Totenfall von etwa 500-800 Bienen. Wäre dann etwa ein halbes Honigglas voll Bienen. Stimmt das so, Ihr Altimker?
     
    Grüsse
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo,


    normaler Totenfall kann bis zu 2 Wabengassen sein.
    Bei Torsten kann durch den hohen Totenfall das Flugloch verstopft gewesen sein und das Volk ist erstickt. Auch Bienen brauchen im Winter viel Luft.
    Außerdem können bei einer zu hohen Konzentration der OS beim träufeln, die Bienen Schaden nehmen. 2 mal träufeln ist tötlich.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Das Flugloch war zu keiner Zeit verlegt, da habe ich regelmäßig saubergemacht. Der Gitterboden war zwar zwischendurch komplett voll, aber man konnte immer "von hinten nach vorne" durchschauen, wenn ich zum saubermachen den hinteren Keil rausgenommen habe.


    OS gab es auch nur einmal. Würde eine zu hohe Konzentration dabei nicht eher zu einem schnellen Zusammenbruch führen? Bei der letzten "Ohr an Holz" Kontrolle vor zwei Wochen war noch bei beiden toten Völkern was zu hören...

  • [quote='Arndt','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=180914#post180914']hallo torsten,
     
    habe bei einem altvolk und zwei ablegern ebenfalls massiven totfall
    (varroabehandlung mit bayvarol-streifen und as-behandlung mittels schwammtuchverfahren).
     
    Wenn du mit mit Bayvarol behandelt hast, brauchst dich nicht zu wundern. Das Mittel ist bei uns längst verboten: macht Rückstände, Resistenzen(hast du wahrscheinlich auch schon) und ist teuer. Ausserdem unterstützt du mit dem Kauf die, denen die Natur eh egal ist. Wer hat dir eigentlich zu dem Mittel geraten?

  • Hi,


    2000 - 3000 Bienen Totenfall im Winter würden mich überhaupt nicht beunruhigen. Es sieht natürlich gewaltig aus, wenn man zum ersten mal nur 1000 Bienen vom Gitter schiebt. Klar, man ist geschockt und glaubt die sind alle hin. Weit gefehlt.

  • Ich glaube, bei "Imkern Schritt für Schritt" las ich von normalem Totenfall von etwa 500-800 Bienen. Wäre dann etwa ein halbes Honigglas voll Bienen. Stimmt das so, Ihr Altimker?
     
    Grüsse
    Erzgebirgler


     
    Muss ein wenig präzisieren: In dem Buch steht: "Zwei Handvoll Bienen"
     
    Weiter steht dort, dass 100 ml ca. 200-250 Bienen sind. So hatte ich gedanklich bereits hochgerechnet.
     
    Erz.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Bei meinem größten Volk, mit dem ich auch auf zwei Zargen über den Winter gegangen bin hat sicher mehrere Tausend Bienen verloren, also ich würd sagen sicher drei bis vier Honiggläser voll! Beunruhigend auf alle Fälle.


    Was macht ihr mit den toten Bienen? Sind die noch für was gut? Vogelfutter, Kompost? Oder bloß weg vom Stock wegen möglicher Krankheitsereger?


    Danke
    Werner