Bienen als Schädlingsbekämpfer

  • So lautete der Titel einer Sendung im DLF am 20.2.
     
    Kurz zusammengefasst: Der Biologe Jürgen Tautz fand schon vor 30 Jahren heraus, dass Schmetterlingsraupen mit ihren Körperhäärchen die Flügelschlagfrequenz von anfliegenden Wespen spüren können und in eine Art Schockstarre verfallen, die es den Wespen schwer macht, sie als Beute zu orten.
     
    Da die Biene in etwa dieselbe Flügelschlagfrequenz aufweist, reagieren die Raupen bei Bienenfluglärm identisch. Tautz und sein Kollege Roschtasch? haben nun in Käfigen Sojapflanzen gesetzt und mit Raupen bestückt. Ein Käfig hatte einen Bienenstock und eine Futterquelle am anderen Käfigende, so dass die Raupen dauerndem Fluggeräusch ausgesetzt waren.
     
    Nach dem Verpuppen der Raupen wurden die Blätter entfernt, eingescannt und die Fraßschäden vermessen. Im mit Bienen besetzten Käfig waren diese um 70% geringer als im Kontrollkäfig!
     
    Man will jetzt im Freilandversuch in einem Weingut weitertesten...
     
    Zu finden und nachzuhören auf der Webseite des DLF.
     
    Gruss
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)