• Ich würde gern wissen, ob und wer (ganzer Verein oder nur Einzelpersonen) mit den lokalen Naturschutzverbänden und evt sogar mit Landwirten zusammenarbeitet, um die Umwelt insektenfreundlicher zu gestalten.


    Wie geht ihr da vor?
    Wer trägt die Kosten und macht die Arbeit?
    Wird euer Engagement geschätzt oder eher belächelt oder gar dagegen gearbeitet?
    Macht ihr das ganz systematisch oder eher nach dem Zufallsprinzip?


    Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen teilen würdet....:p_flower01::Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Bislang noch nicht aktiv - im letzten Jahr haben mich ein paar weniger kluge Entscheidungen eines Umweltverbandes, einige Imker aus von ihnen betreuten Naturschutzgebieten zu verscheuchen, weil deren Bienen den Wildbienen ihrer Ansicht nach den ganzen Nektar wegsaufen, bislang davon abgehalten. Daher hab ich mich bisher drauf beschränkt, auf meinem Honig und in den Verkaufsstellen fleissig Werbung für das Netzwerk Blühende Landschaft zu machen.


    Aber dieses Jahr wollte ich mal mit dem Naturschutzbund sprechen, ob man nicht ein paar Kooperationen auf die Beine stellt. Und dabei gleich mal das Vorurteil der gefräßigen :roll: Bienen aus der Welt schaffen. Versuch ich zumindest.


    Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hi,


    also ich bin hier in der Ortsgruppe des NABU tätig, bei uns gibt es Trocken- und Magerrasen (FFH-Gebiete und Natrurschutzgebiete) an deren Ränder immer wieder Trockenmauern, Lehmwände, Wildbienenhäuser oder Hummelburgen errichtet werden außerdem setzten wir uns für den erhalt unserer Hohlwege ein ( http://www.gg-online.de/html/hohlwege.htm )


    Was würdet ihr eigentlich von Magerrasenhonig halten?


    Gruß Jonas

  • Soll sehr gut sein, der Magerwiesenhonig, und solange nicht direkt daneben eine Massentracht aufkommt, sollte es eigentlich klappen. Noch eine Frage, ich habe mein Wandervölkchen auf eine Wildorchiseenwiese gestellt und die örtliche Rubinie ist bereits fertig. Ich habe auch hier im Forum noch nichts gefunden über Orchideentracht, kannst Du mir dazu was sagen? Mal sehn, vielleicht gibt es ja bald ganz exclusiv in kleinen Gläschen einen Honig von der Orchideenwiese.
    Viele Grüße
    Wolfgang Würth

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Miteinander,
    so weit ich das weiß, sind die meisten Orchideen Hummelblüter...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,
    die meisten Landwirte in meiner Gegend sind in keinster Weise an meinem Bienen interressiert. :-( Sie sehen mich oder auch die Bienen als Aufpasser ihrer "Felderwirtschaft".
    Zitat eines Landwirtes über die genemigte (!) Pflanzungen von 12 Bienenbäumen an unserer Straße : "Du provozierst mich". (Er kann den Knick jetzt nicht mehr wagerecht schneiden).
    Ich wüsste gerne ob das Netzwerk Blühende Landschaft auch in unserer Gegend (gaaanz im Norden Deutschlands) tätig ist.
    Bei uns gibt es nur noch Mais und Raps wenig Getreide und fast keine Kühe mehr auf den Feldern. Da ist jetzt Mais gepflanzt. So kann man die Gülle der Stallkühe auch besser auf die Felder bringen. Mais ist da ja nicht so wählerisch.
    So, jetzt rege ich mich schon wieder auf................:roll:
    Gruß,
    Jörg

  • Sabi(e)ne,


    mach es wie Guido: alle Organisationen in einer Person :lol: :lol:


    Bernhard

  • Hallo Sabiene,
     
    bei uns klagen die lokalen Naturschutzbehörden gegen die Imker und kaufen sogar Grundstücke mit Bienenhäuser auf um diese dann "zurückzubauen".....:mad::mad:
     
    Schade um die Spenden.... unsere Bienen verdrängen angeblich die natürlichen Insekten...!!!
     
    Einen schönen Abend in die Runde...

  • Das ist ein klassisches Beispiel für "dumme Menschen".

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Miteinander,
    "unsere Bienen verdrängen angeblich die natürlichen Insekten"
    und anschließend wird öffentlich beklagt, das die Vögel und andere Tiere im Winter keine Samen und Beeren usw. mehr finden, weil kaum vorhanden...
    Warum nur?
    Kann es daran liegen, das Honigbienen etwa 3/4 der insektenblütigen Pflanzen bestäuben?
    Bei uns kaufen die Jäger einsame Gehöfte, Häuser in Waldnähe usw. um ungestört zu jagen.
    Und Landwirte die Häuser der Imker, um in Ruhe landwirtschaften zu können.
    Ironie aus.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zitat:
    Ich wüsste gerne ob das Netzwerk Blühende Landschaft auch in unserer Gegend (gaaanz im Norden Deutschlands) tätig ist.
    Jörg[/QUOTE]
     
    Hallo Jörg! Es gibt in Norddeutschland einen Verein für wesensgemäße Bienenhaltung, der aktiv beim Netzwerk Blühende Landschaften mitwirkt. Guck' mal unter www.de Immen.de (Hat glaube ich seinen Sitz in Osterby.)

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna



  • Soviel " Intelligenz " verdiehnt ein öffentliches Lob in den Massenmedien.:wink:


    Der einzige Weg jene oberschlauen , studierten " Fachmänner " zu stoppen ist das öffentlichmachen ihres " Wirkens".
    Wo sind da eigendlich die Oberen unserer Verbände ?


    (... Ach ja, die sitzen im Sessel und reden über das Bienen.- und Imkersterben.)


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo !
     
    Da möchte ich doch mal eine Lanze brechen für die Naturschutzorganisationen.
     
    Wir arbeiten sehr gut mit unserer örtlichen NaBu Gruppe zusammen, unsere Bienen stehen unter anderem auf von diesen betreuten Magerwiesen / Streuobstwiesen. Die sind froh über die Ertragssteigerungen an den Hecken und Bäumen (der Großteil der Früchte beleibt als Winterfutter für Vögel u.a. hängen).
    Die Magerwiese wird einmal nach dem Abblühen am Ende der Saison gemäht, unter den Obstbäume dürfen zweimal im Jahr die "Bio" Schafe eines Vereinsmitglieds weiden.
     
    Wir haben das (Honig)Bienen-Informations-Mobil unseres Imkervereins bei einer Jubiläumsfeier des NaBu betreut und pflegen auch sonst einen guten Umgang miteinander. Sind z.B. in deren Mailverteiler u.s.w.
     
    Gruß
    B.K. A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.