Enzymaktivität - Wann Enzymreich ?

  • Hallo !
     
    Gelegentlich sieht man das Honige als "Enzymreich" beworben werden. Für die Bestimmung der Enzymaktivität wird wohl insb. das Enzym Invertase herangezogen.
     
    Im Deutschen Lebensmittelbuch steht das bei einer Enzymaktivität von >10 HADORN der Honig als enzymreich bezeichnet werden darf.
     
    Da das Deutsche Lebensmittelbuch ja sein Jahrzenten keine Überarbeitung gefunden hat wollte ich folgendes wissen:
     
    Gilt der Wert heute immer noch ?
    Wie rechne ich HADORN in Heute gebräuchliches DIN / Siegenthaler um ?
    Wo liegen dann bei Siegtaler die aktuellen Grenzen ab dennen man von Enzymreich spricht ?
     
    Oder ist das alles falsch was ich hier schreibe ?
     
    Gruß
    Bienen.Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Bienenknecht ()

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
     
    hilft dir das weiter ?
     
    http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C2995479_L20.pdf
     
    Liebe Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo !
     
    @ Daniel
     
    Danke für den Link, den - und einige andere habe ich auch schon ergoogelt ... leider ist da nichts so beschrieben wie ich es wissen müßte.
     
    Irgendwo habe ich schon einmal Werte gesehen nach dem Honig als:
     
    - enzymreich
    - besonders enzymreich
     
    bezeichnet werden darf. Finde das aber nicht !
     
    @ Alle Wissenden
     
    Welche Invertase Aktivitäten bezeichnet man als gut ?
    64 U/kg (45) schreibt der D.I.B. als minimum vor
     
    Welche Zahlen bringen Eure Honiguntersuchungen da ?
     
    Gruß
    B.K. A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Habe nochmal die älteren Analysen rausgesucht. Sind sehr unterschiedlich die Aktivitäten, obwohl die Völker in diesen Fällen immer am gleichen Standort (Bienenhaus) waren:
     
    2008: Blüte (hautpsächlich Weißklee): 70,2
    2008: Frühjahrsblüte: 107,8
    2008: Blüte (Akazie + Raps): 180,5
    2007: Götterbaum: 78,6
    2007: Blüte (Sommer) 128,3
    2007: Obstblüte: 117,5
    2006: Blüte: 98,2
    2006: Frühjahrsblüte: 92,4

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo !
     
    Radix
     
    Danke, den Link hat mir Drohne Daniel auch schon geschickt (unter #2). Hilft aber nicht wirklich, Danke !
     
    wald&wiese
     
    Die Enzymaktivität wird ja praktisch nur über die Invertase bestimmt und die ist abhänig wieviel Zeit die Bienen zum bearbeiten hatten. Also der Schluß schein zulässig:
    Massentracht = geringere Enzymaktivität als bei Läppertracht !
     
    @Alle
     
    Hintergrund für meine Nachfrage ist das Gespräch mit einem Honigkunden. Dieser achtet beim Honigkauf bei seinem "noch" Imker immer auf die Bewerbung "Enzymreich". Auf Nachfrage konnte ich Ihm effektiv nur die Daten der Analyse nennen und die Grenzwerte des D.I.B. aber nicht ob unsere diesjährigen (getesteten) Honige mit 103,5 und 181,7 U/kg als "Enzymreich" oder "Besonders Enzymreich" bezeichnet werden können.
     
    Gruß
    B.K. A.l.e.x.
     
     
    PS:
    Unser auf dem Imkerforumstreffen zur Verkostung gestandener (und abgestrafter) Honig hat bei einer D.I.B. Prämierung "Silber" erhalten !

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
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