• Hei, schwarzer Luxemburger,
    eine Brutscheune ist eine ganz normale Beute, nur mit außergewöhnlichem Inhalt, und manchmal etwas höher.:wink:
    Da packst du nach einer totalen Bauerneuerung alle Waben rein, die noch Brut haben, durchaus aus verschiedenen Völkern, mit genug zugefegten Jungbienen, um die Versorgung sicherzustellen.
    Sozusagen Quarantäne für die Varroa-Verseuchten.
    Packst du bee-boost-Röhrchen dazu, ziehen sie dir auch keine neue Königin nach.
    Innerhalb der drei Wochen bis zum letzten Schlupf wird da mehrfach behandelt mit beliebigen Mitteln, um so viele Milben wie möglich zu erwischen.
    Danach werden die Bienen abgefegt und anderen Völkern zur Verstärkung beigegeben.
    Die Alternative ist die Brutwaben entsorgen/wegschmeißen.:-(

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nee, das würde ja nur bei voll verdeckelter Brut funzen - bei Brutscheune kommt aber auch noch alle offene und Mischwaben mit rein - du kannst die Waben ja nicht zerschneiden...:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Man kann nach drei Tagen auch noch die Bannwabe der entbrüteten Völker zugeben. Mache ich so, weil ich ja keine Brutwaben haben und ich keinen Legestop möchte. Gell, ich bin schlau!:lol: 
     
    Gruß von der vereisten Rems

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo zusammen!
    Was mir an der Thematik der Brutscheune besonders bzgl. des Verwendens derselben bei der totalen Bauerneuerung Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, dass die Brutscheune ja auch erhebliche Mengen Jungbienen zur Brutpflege bindet.
    Fehlen diese dem total-bauerneuerten Volk dann nicht? Dieses soll ja unter ständiger Fütterung möglichst schnell seinen Brutraum neu ausbauen und durchbrüten; dazu braucht es ja auch möglichst viele baufähige Jungbienen, oder?!


    Remstalimker : Wieso verwendest du eine Bannwabe bei der totalen Bauerneuerung? Besteht die Gefahr, dass das komplett abgefegte Volk auszieht? Ahja, du hast eine PM!


    Schöne Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hei, Patrick,
    wenn du es schlau anfängst (und keine Waldtracht hast :cool:), legst du sowas in das "Legetief" im Sommer, bevor die Bruttätigkeit wieder nach oben geht.
    Dann hast du gar nicht soooo viele pflegebedürftige Waben, und die Nachttemperaturen brauchen auch nicht so viele Dauerheizer wie im April.
    Und ja, natürlich ist das ein ziemlicher Schock für das Volk, bislang ist mir aber noch keins wieder ausgezogen - sofort füttern.

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    Bruce Springsteen

  • Hi Sabi(e)ne!
    Das klingt ja in der Theorie alles super, nur würde ich die TBE bei mir nach der Waldblüte / Edelkastanie machen, und da haben die Völker erfahrungsgemäß aufgrund des Pollenangebotes in der Kastanie Ungmengen Brut. Würde ich es vorher machen, wenn das besagte "Brutloch" da ist, dann geht mir mit den betroffenen Völkern die Waldblüten- bzw. Edelkastanientracht flöten :-(.
    Was tun? Hat jemand `ne Idee?
    Beispielsweise nach der letzten, o.g. Tracht, das entsprechende Volk komplett in die neue Beute am alten Platz reinfegen, füttern usw. und tatsächlich die Brutwaben samt Larven, Puppen und Varroen tiefkühlen, ggfs. entdeckeln und dann einschmelzen?


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • hei, Patrick,
    es kommt eben immer auf die individuellen Verhältnisse an, bei mir ist nach Linde ein großes Loch bis Spargel/Springkraut/Goldrute, von daher kann ich anders arbeiten.:oops:
    Und Brut einfach wegschmeißen ohne Not bring ich nicht fertig.:oops::oops::oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo ihr lieben, hallo Patrick

    Zitat

    Remstalimker : Wieso verwendest du eine Bannwabe bei der totalen Bauerneuerung? Besteht die Gefahr, dass das komplett abgefegte Volk auszieht? Ahja, du hast eine PM!

    Die Königin sollte gleich weiterlegen können. Zieht auch nicht aus. Wabe fängt auch noch Varroen.
    Gruß

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hey ihr beiden, vielen Dank erstmal für eure Antworten!:-D
    Remstalimker : Dauert es denn sooo lange, bis die Bienen in der idealerweise übervollen KS-Beute die ersten Zellen gebaut haben, die die Königin bestiften kann? Wirkt sich dies auf die Legeleistung der Königin dauerhaft oder auch akut negativ aus?
    Ansonsten, also an den Rest gerichtet: Hat jemand noch andere Ideen bzgl. einer Vorgehensweise zur TBE bzw. dem Zeitpunkt, zu dem man sie am besten durchführt?


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Idealerweise legt man eine TBE auf die Schwarmzeit. Die Vorteile liegen IMHO auf der Hand.


    Das Volk will sowieso ausziehen.
    Also nimmst du einfach den Schwarm vorweg. Alle übrig gebliebenen Waben kommen in die Brutscheune.


    Natürlich muss du dann auf einen gewissen Teil der Ernte verzichten. Wenn du das aber gründlich planst, hast du genug Völker für die Tracht und die Brutscheune kann auch noch mal richtig gas geben. :wink:




    Best!
    Arnd

  • Hallo,


    nach 2 Wirtschaftsjahren löse ich die Völker im Juli auf und 'verarbeite' sie jeweils zu 2 bis 3 Kunstschwärme. Die Brutwaben kommen dann in die Breutscheune. Mein Rekord war eine Brutscheune mit 4 12er Dadant-Bruträumen. Die Brutscheune sammelt auch die Flugbienen des jeweiligen Standes ein denn ich versuche am Stand immmer gleichalte Völker zu führen und löse möglichst alle Völker eines Standes auf.


    Das Füttern der Brutscheune ist etwas schwierig bzw. fummelig. Ich will die Waben anschliessend einschmelzen, d.h. es soll nicht zuviel gefüttert werden, da sonst das Futter eingelagert wird, aber auch nicht zuwenig, denn die jungen Mädels sollen nicht hungern.


    Gruß
    Billy the Mountain

    Zweifle nicht - an dem - der dir sagt - er hat Angst -
    aber hab Angst - vor dem - der dir sagt - er kennt keinen Zweifel (Erich Fried)