Neues gegen die Varroa aus Österreich

  • Jofl : es geht auch ganz ohne alles.
    Nur nicht mit der 08/15 Imkerei.
    Und auch nicht mit 4.9er Zellen alleine.


    Bislang hatte ich insgesamt 3 Notfälle (DWV) und die Brutscheunen bei Totaler Bauerneuerung, die ich noch bedampfe - Brut wegschmeißen mag ich nicht, also muß ich diese anfallenden Mengen behandeln, da geht kein Weg dran vorbei, weil die Waben steinalt werden lassen ist keine Alternative.


    Aber insgesamt können unsere Bienis viel mehr, als wir ihnen zutrauen.
    Die Anpassungsmechanismen auf beiden Seiten sind phänomenal, bloß verdient da niemand dran - die Ergebnisse sind nicht exportierbar, sondern lokal begrenzt, weil auch von den lokalen Bedingungen abhängig.
    Im Oberrheingraben hätte alle VT nix genutzt letztes Frühjahr, und sogar alle Erfolge gleich mitgekillt.


    Und ich bin doch nicht die einzige, bei der es fluppt - googeln hilft.
    Nur wird man damit nicht das große Geld verdienen, weil es eben immer lokal ist, und wer was anderes behauptet, ist ein Schwindler.


    Es geht um ein variables Gleichgewicht, eine Etablierung auf niedrigem Level, mit Schwankungen, die keinen der beiden "Partner" jeweils komplett umbringen.


    Nicht um Ausrottung - eh illusorisch.


    Mal haben die Bienis ein tolles Jahr, und mal die Milben, was aber nicht unbedingt tödlich enden muß - es liegt nicht im Interesse des Parasiten, seinen Wirt umzubringen, nicht mal bei einem so beweglichen wie der Varroa.


    Hier werden grad (naja, okay, seit 1973) neue Regeln mit neuen Mitspielern geschaffen, und ich versuche nicht mal mehr, alle Milben loszuwerden - sie sind hier eingewandert worden, und können nicht heim zur A.Cerana, auch wenn sie wollten.


    Das liest sich jetzt blöd, aber das Ziel kann nur ein Gleichgewicht sein - Varroa als Lästling, aber nicht tödlich.


    Wir werden sie nicht wieder los, und auch nicht den SHB, wenn er da ist.
    Den inneren Standpunkt zu ändern, macht enorm viel aus.
    Daß das viele nicht verstehen können/wollen, ist mir klar.


    Aber die Milbe ist nicht mein "Feind".


    Ebensowenig wie Wachsmotten - das war derselbe Umdenkprozeß, und jetzt verdiene ich Geld mit ihnen...:lol:


    Deshalb ja meine Frage, was tun die Viren den Milben an?
    Wie kann man den Milben helfen?


    Solange ich GEGEN etwas kämpfe, stecke ich enorm viel Energie rein.
    Ignoriere ich dieses Etwas, und ändere *nur* die Rahmenbedingungen (in diesem Fall Naturbau & 32mm), passiert plötzlich ganz viel, und meist (für mich) Positives.


    Und nein, das ist nicht esoterisch oder spinnert - das funzt.:wink:
    (wer asiatische Künste wie Kyudo betreibt, weiß, was ich meine...)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • woraus besteht denn das "Neue Mittel"?


    Ich zitiere:

    Zitat

    Alkoholische Lösung von Metallsalzen?
    Ich nehme keinen Alkohol - aber das zu erklären würde das noch einzureichende Patent schildern, das möchte ich vorerst noch nicht.
    Bitte Geduld ich werde rechtzeitig Antwort geben.

    Und später irgendwas von Azetaten, habe es jetzt nicht gefunden auf die Schnelle. Und heute:

    Zitat

    In HOHENHEIM meinten Sie, interessanter Ansatz mit ES zu behandeln.
    Es darf nur kurz funktionieren - gasen, denn wenn es zu lange gasen würde hättest ja die ES im Wachs im Futter usw, aber es zerfält zu 100 % in H2O und CO2, Es besteht nur aus Wasser und Kohlensäure, damit gibt man kein Material, das gefährdent ist,

  • :confused: Acetate SIND Salze der Essigsäure.
    Die meisten Futterstoffe der Kleidungsindustrie sind Polyesteracetate....
    Acetate von Metallen sind toxisch.

    Zitat

    Unedle Metalle wie Magnesium, Calcium, Zink oder Eisen lösen sich in verdünnter Essigsäure unter Bildung wasserlöslicher Acetate und Freisetzung von Wasserstoff auf. Mit Kupfer reagiert die Essigsäure in Gegenwart von Sauerstoff (Luft) zu Kupferacetat, einem grünen, gesundheitsschädlichen Salz, das besser unter dem Namen „Grünspan“ bekannt ist.


    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Acetate



    Ähm, alle metallische Acetate sind wasserlöslich - warum fällt mir jetzt grad ein, keine österreichischen Honige ohne Analyse darauf (Metalle) zu kaufen?
    Wissen die überhaupt, was sie da grad tun?:confused::roll:
    Irgendwie nicht.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nachtrag: ich mußte doch gugeln, Chemie 102 war doch nimmer ganz sicher präsent, aber COH-Gruppen gibbet nicht.
    Nur COOH, und das sind dann:

    Zitat

    Carbonsäuren sind organische Verbindungen, die eine oder mehrere Carboxylgruppen (–COOH) tragen. Ihre Salze werden Carboxylate und ihre Ester in der Regel Carbonsäureester genannt.


    Ganzer wiki-Artikel hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Carbons%C3%A4uren
    Da gehen mir dann die Nackenhaare hoch - sowas in Bienenvölkern?
    Wer will DEN Honig denn dann essen?
    Da ist AS und OS ja noch gesundheitsfördernd dagegen...*grusel*:evil:


    edit: die Säuren sind nicht per se gesundheitsschädlich, AS z.B. ist auch eine Carbonsäure, aber metallische Salze davon? Gut wasserlöslich?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Gemach gemach liebe Kollegen, selbstverständlich werde ich den Erfinder von Tobee mit all diesen Wortmeldungen konfrontieren. Wie ich kenne, wird er mit Sicherheit auf jedes Detail eingehen.


    Leider weiß ich nicht ob er hier User ist, wenn nicht, werde ich ihm in meinem Forum befragen und hier berichten, OK.


    Josef

  • Antwort auf


    Zitat

    Zitat Rainer Schwarz


    Und später irgendwas von Azetaten, habe es jetzt nicht gefunden auf die Schnelle. Und heute: Zitat:
    In HOHENHEIM meinten Sie, interessanter Ansatz mit ES zu behandeln.
    Es darf nur kurz funktionieren - gasen, denn wenn es zu lange gasen würde hättest ja die ES im Wachs im Futter usw, aber es zerfält zu 100 % in H2O und CO2, Es besteht nur aus Wasser und Kohlensäure, damit gibt man kein Material, das gefährdent ist,

    Und hier bitte der komplette Text




    Josef

  • Zitat

    es darf nur kurz funktionieren, denn wenn es zu lange gasen würde hättest ja die ES im Wachs im Futter usw, aber Es zerfält zu 100 % in H2O und CO2, Es besteht nur aus Wasser und Kohlensäure, damit gibt man kein Material, das gefährdent ist,


    Okay (aber: wie hindert man ES am Gasen?:confused:)
    wiki (und diverse Chemie-Bücher):

    Zitat

    Essigsäure oxidiert an der Luft vollständig unter Hitzeentwicklung zu Wasser und Kohlenstoffdioxid.
    Dies geschieht bei Raumtemperatur jedoch nur extrem langsam.


    Und nein, wir haben ja keine gedrahteten Rähmchen - oder doch?
    Und wenn es nur kurz gasen darf, wieso dann die langen Behandlungszeiten - Zitat aus dem Gedächtnis: "es roch nicht mehr, also hab ich nachgefüllt".


    Aber egal, ich reg mich nicht auf (...Oooooommmmmmmmmmmmmm...), macht ihr mal.:roll:
    Jeder hat das Recht auf seine eigenen Fehler.
    Nur: die armen Bienis.:evil:
    Ich wünsche euch nichts Übles, nur die Einsicht, was säuregesättigte Luft feuchten Larven auf Futtersaft antut.....
    Und /off und /igno.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Offene Fragen werden morgen beantwortet gnädige Frau.


    An diesem Mittel war ganz sicher kein Multi-Konzern beteiligt, sondern ein ganz normaler Bienpfleger wie Du und ich sie sind, der jedoch seit Jahrzehnten höchst erfolgreich seine Bienenzucht betreibt.


    Ich habe noch keine schriftliche Bestätigung dafür, aber dieses Mittel soll sogar in den Bio Richtlinien aufgenommen werden. Schaun mer mal. :daumen:



    Josef

  • Hallo
    http://www.duengung.com/web/co…ad1dfb8aa9eb1348a8bdc0e7e
    Ich kanns nicht besser aber das ist die Adresse für Infos über das neue Mittelchen.
    Bitte orientiert Euch zuerst genau bevor Ihr etwas in der Luft zerreisst.
    Ich habe im Forum interessiert die Versuche verfolgt und was mir am meisten imponiert hat, war der Punkt, dass hier nicht jemand nur etwas versucht hat nach dem Motto überleben/oder tot, sondern es wurden immer die Stockluftkonzentrationen gemessen und dann sauber begründet wieso die Konzentration den Wert erreichen muss/oder zu hoch ist.
    Einfach gemäss meinem Verständniss ist hier jemand sehr seriös am Arbeiten, welcher etwas von den Bienen/Biologie versteht und noch einen Hintergrund in der Chemie hat.
    Leider ist das Mittelchen für einen Berufsimker mit grosser Völkerzahl schlecht anwendbar, weil es zu oft eingesetzt werden muss und zu teuer ist.
    Im Bereich Hobby würde ich es sofort für die Hälfte der Völker einsetzten und dann den Honig und Wachs in Hohenheim auf Rückstände untersuchen lassen.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo

  • Moin, Hugo,
    es ist "nur" eine weitere organische Säure, davon gibt es noch ein paar Zehntausend.


    Das ändert doch aber nix daran, daß du auch damit nicht alle erwischst, wahrscheinlich sogar weniger als mit AS, sonst müßte man es nicht so oft anwenden...:roll:


    Und es ändert nix am Grundproblem: Bienen & Brut in Säureluft.
    (wenn das doch so harmlos ist - schon mal nen Tropfen auf Schleimhaut oder Haut mit winziger Verletzung gespürt?
    Und da ist es egal, ob AS oder ES - *auaaaaaaaa*
    Verdampfte OS hat diese Wirkung jedenfalls nicht.
    Und ja, ich weiß, Bienen sind keine Tiere im Sinn des Tierschutzgesetzes - mutwillig leiden lassen muß ich sie aber trotzdem nicht)


    Auf der anderen HP steht: Inhaltsstoffe - Acetate und Essigsäure.
    Welche Acetate? Metallische sind toxisch UND wasserlöslich.
    Und technische Essigsäure, 25%, kostet grad mal 2,20€/Liter bei 25 Literkanister, im 300 Liter Faß noch 55ct.


    Eisessig, 99%, analyserein, 40€/Liter, aber bei genügender Verdünnung rechnet sich auch der.
    Dann warten wir mal ab...:roll:


    edit: und der Ösi mit den energetischen selbtsaktivierenden Aufklebern hat das auch alles gut begründet...*gg*

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Antwort vom Hersteller

  • :lol: Danke, Reiner.


    Zitat

    nimm mal eine Gesichtschreme her, wo Acetate in Metallform enthalten sind, die sind nicht toxisch, weil gering im Volumen so wie im ToBee.


    Aha? Die sind nur deshalb nicht toxisch (giftig), weil es so wenig ist?:cool:

    Zitat

    die Essigsäure im Gegensatz zu anderen Säuren bis in die und durch Zellen geht, kann sie auch durch den Wachsdeckel in die Brutzelle


    Kann AS bekanntlich auch.
    Dafür braucht es aber eine gewisse Mindestkonzentration in der Außenluft, damit was in die Zelle eindiffundieren kann....hat es die nicht, kommt auch nix rein.

    Zitat

    Wenn man jetzt die Acetate nach meinem System dazugibt, entsteht eine Verbindung die an Säurewert verliert - aus 85 % werden weniger als 40 % und diese Flüssigkeit ist nur mehr reizend und hat keine ätzende Wirkung mehr!!


    Das ist eine völlig neue Art von Chemie....
    Du gibst die Salze einer Säure ZU dieser Säure, und sie verliert an Säurewert?
    Und die normale käufliche 25%ige Essigessenz ist dann schärfer (weil ätzend, nicht bloß reizend, lt Etikett!) als deine resultierenden 40%???:cool:
    Interessant.
    Hätte ich doch bloß an der Uni besser aufgepaßt, das muß ich in Organischer Chemie verpaßt haben.....:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen