• Hallo,
    ich möchte in diesem Jahr mit der Imkerei anfangen. Ich bin schon einige Jahre bei einem anderen Imker mitgegangen aber nun möchte ich meine eigenen Bienen halten. Deshalb würde ich gerne wissen wollen ob es unbedingt notwendig ist in einem Verein beizutreten wenn man mit seinen Bienen wandern möchte. Welche tierärztlichen Untersuchungen brauche ich um mit meinen Bienen zu wandern und sind diese Kostenpflichtig?
    Ich würde mich sehr über antworten freuen und danke im Voraus.

  • Hallo Spreewaldbiene,
    Verein und Wanderung haben nichts mit einander zu tun.
    Notwendig ist eine Bescheinigung (Gesundheitszeugnis) für Deinen Bienen von einem AmtVet bzw. einem Beauftragten des AmtVet des Standortes Deiner Bienen - VOR DER WANDERUNG.
    Das heißt Deine Völker werden durch Augenschein untersucht. Diese Untersuchung ist in aller Regel Kostenpflichtig.
    Keine Sorgen Du mußt keinen Kredit dafür aufnehmen.:wink:
    Am Wanderort benötigst Du die Erlaubnis des Grundstückseigners zur Aufstellung der Bienen. Wichtig am Wanderort nachfragen (Bürgermeisteramt etc.) wem das Zeugnis vorgelegt werden muss - VOR DER WANDERUNG KLÄREN.
    Ansonsten viel Erfolg.
    Nachtrag: Nach Trachtende am Wanderort zügig abwandern - die ortsansässigen Imker werden es Dir danken.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Also brauche ich die Wanderung nur mit der entsprechenden Untersuchung und dem Grunstückeigner abklären und brauche keine weiteren Wanderobleute usw. informieren. Dies habe ich immer nicht so verstanden, da in unserer brandenburgischen Wanderverordnung geschrieben steht, dass man Wanderungen spätestens bis April des jeweiligen Jahres beim zuständigen Wanderobmann (vom Verein bzw. Kreis) anmelden muss. Aber ich weiß ja im April noch nicht genau welche Trachten ich wo und wann anwandern möchte.
    mit freundlichem Gruß
    Spreewaldbiene

  • Also brauche ich die Wanderung nur mit der entsprechenden Untersuchung und dem Grunstückeigner abklären und brauche keine weiteren Wanderobleute usw. informieren.


     
    Hallo Spreewaldbiene,
    geklärt werden muss auf jeden Fall wem das Gesundheitszeugnis am Wanderort vorzulegen ist. Das kann durchaus sein, dass die Gemeinde bzw. der AmtsVet den Wanderobmann/frau des örtlichen Vereines bzw. Kreises dazu beauftragt hat. Die Frage ist auch wer hat diese Wanderordnung erlassen.
    Aus gutem Grund wurde vor Jahren die Wanderordung der Landesverbände in BW eine Wanderempfehlung umbenannt.
    Meine Empfehlung daher, informiere Dich jetzt wer an einem potentiellen Wanderort dafür zuständig ist Dein Zeugnis entgegen zu nehmen.
    Ich kenne aus Wandergebieten in der Pfalz (Edelkastanie) auch die Vorschrift mit einem entsprechenden Zeitvorlauf ( x Wochen) die Anwandergenehmigung einzuholen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Spreewaldbiene,
    Wichtig am Wanderort nachfragen (Bürgermeisteramt etc.) wem das Zeugnis vorgelegt werden muss - VOR DER WANDERUNG KLÄREN.



    Du solltest schon alles lesen.
    Dieser Satz bedeutet das schon, daß du dich beim Wanderobmann melden solltest/mußt.
    Wenn das in eurer Gegend SO ist solltest du dich auch daran halten und dich beim Wanderobmann melden. DAs gibt sonst nur böses Blut.


    Wandern hat sicherlich nichts mit einer Mitgliedschaft im Verein zu tun, kann dir aber sicher trotzdem die eine oder andere Tür leichter aufmachen. Imker die nicht im Verein sind ordnen sich nicht gern unter und könnten eher Ärger bedeuten.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Es empfiehlt sich auch zu dem Thema die Forensuche zu bemühen - ich glaube das Ganze ist auch schon 10 mal durch gekaut wurden. Allerdings könnte das hintenraus auch bedeuten, dass du vor lauter Meinungen auch nicht schlauer gewurden bist ;)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  • ... Imker die nicht im Verein sind ordnen sich nicht gern unter und könnten eher Ärger bedeuten.


    Ja, ja ... sei Untertan der Obrigkeit. Individualität ist schon seeeehr verdächtig, verdächtig, verdächtig , ver...


    ... das alte Deutsche Problem.:wink:


    Gruß Finvara


    Es gilt was der Gesetzgeber im GESETZBUCH vorschreibt.
    Alles andere kann , muß aber nicht.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo Spreewald,
    es schadet nicht sich mit den Wanderwarten zu verständigen, denn man sollte nicht direkt neben einem Standimker stehen. Wenn der Wanderwart einen kleinen Vorteil freut er sich, wenn du kommst. Mir ist das eine Flasche Wein wert. Wenn er sieht, dass hier so ein richtiger Muskelprotzmagazinimker steht, wird er das Ansinnen eines Königinnengeschenkes durchaus wohlwollend prüfen. Der Beitritt in einen Verein schadet im Allgemeinen nicht.
    Für die Leser: Der Eintritt eines Imkers in einen Verein hat aber ab und zu schon einem Verein geschädigt:p.
     
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Die Wanderordnung ist vom Landesverband Brandenburgischer Imker e.V. und gilt für alle Bienenhalter des Landesverbandes und einwandernder Imker.
    Das ich nicht in einen Verein eintreten möchte liegt nicht daran, dass ich mich nicht unterordnen möchte sondern weil ich bedenken habe, dass ich die Zeit nicht mehr aufbringen kann. Aber da wird mir nichts anderes übrig bleiben.
    Ich hab mir die Wanderordnung nochmals durchgelsen und entdeckt, dass die Organisation der Wanderung durch die Kreiwanderkommision durchgeführt wird.
    Andererseits würde ich vielleicht wieder Zeit sparen wenn ich das nicht alles selbst organisieren muss.
    Ich werde einfach mal den Vorsitzenden des zuständigen Vereins aufsuchen und befragen.
    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
    Spreewaldbiene

  • Hallo Spreewald,
    noch ein Argument für die Zusammenarbeit:
    Wenn Du schon die Mühen der Wanderung auf Dich nimmst, möchtest Du auch die Garantie, das Deine Bienen einen guten Platz haben, den sie nicht mit anderen teilen müssen.
    Wenn Du "heimlich" anwanderst wäre es doch schade wenn Du irgendwann feststellst, das ein paar Meter weiter die Völker eines anderen stehen und mit Deinen um den Nektar konkurieren.
    Da wäre dann keinem gedient.
    Gruß Hubert

  • feststellst, das ein paar Meter weiter die Völker eines anderen stehen und mit Deinen um den Nektar konkurieren.


    Meinst du das ernst?
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Was soll das denn sein:roll:
     
    Hast Du Angst:cool:
     
    Der
    Drohn


    @ Spreewald,


    grundsätzlich hängt es von Bundesland und Kreis des geplanten Wanderplatzes ab, da einige Bundesländer wie z.B. Niedersachsen eigene Wandergesetze haben.


    D.h. das zuständige Veterinäramt, das die Wanderung ggf. genehmigen muss, oder der Wanderwart des Vereins in dem der Wanderstand geplant ist, sind gute Ansprechpartner und können dir sagen, ob Anzeige mit Vorlage des Gesundheitszeugnisses reicht oder ein Wanderantrag gestellt werden muss.


    Gruss
    Heinrich

  • Ja, ja ... sei Untertan der Obrigkeit. Individualität ist schon seeeehr verdächtig, verdächtig, verdächtig , ver...


    ... das alte Deutsche Problem.:wink:


    Gruß Finvara


    So ein Blödsinn.
    Was soll daran verdächtig sein. Wenn ich mir allerdings überlege warum ich als Wanderwart mir für jemanden ein Bein ausreisen soll, der nicht bereit ist sich selbst für andere zu angagieren wüßte ich die Antwort. Das hat doch garnichts mit einem Überwachungsstaat zu tun. Die DDR sind wir ja Gott sei Dank los.
    Was ist denn so schwer daran, sich an allgemeine Regeln zu halten die nicht gesetzlich festgeschrieben sind?

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!