Sensible Bienen...

  • Hallo zusammen,
     
    gestern habe ich meine Bienen durchgesehen, da an einem Volk das Flugloch ziemlich mit toten Bienen verstopft war :-(. In diesem Zusammenhang habe ich auch gleich die Beutenböden ausgetauscht - ich hatte neue Böden mit Gitter und Varroaschublade für meine alten Magazine gebaut.
     
    Jetzt kommts...
     
    In einer Beute habe ich einen Temperatursensor, der mit meiner Wetterstation gekoppelt ist. Heute lese ich die Daten meiner Wetterstation aus und wundere mich gewaltig. Man kann erkennen, dass die Bienen nach der Durchsicht (ca. 12 Uhr) mächtig geheizt haben - bis auf fast 20°C in der Beute waren. Bis heute (...also fast 1,5 Tage danach) ist die Temperatur nicht mehr auf den alten Differenzwert zur Umgebungstemperatur gesunken! Da kann man mal sehen, wie sensibel die Damen auf Störungen reagieren und wie lange sie brauchen um sicht zu beruhigen.
     
    Nachfolgend entsprechende Graphik (Temp7 ist der Sensor in der Beute).

     
    Gruß Wolfgang
    P.S.: Bei den Bienis war alles in Ordnung. Der Totenfall scheint noch eine Nachwehe von der OS-Behandlung zu sein...

  • Hallo Wolfgang,
    das ist eine beeindruckende Dokumentation. Kannst du was zu Deiner Meßvorrichtung sagen ( die hät ich auch gerne). Oder gibt`s schon was in Forum?
    Der Pik nach unten auf 5° ist wohl meßtechnisch bedingt?
    Dank und Grüße,
    Uli
    Fazit: Jedes Nachschauen stört!

  • Hallo Wolfgang,
    .................
    Der Pik nach unten auf 5° ist wohl meßtechnisch bedingt?
    Dank und Grüße,
    Uli
    Fazit: Jedes Nachschauen stört!


     
    Denke, genau da war die Beute wohl offen, Beutentemp=>Umgebungstemp. Aber stark ist es, die Wirkung einer "Störung" so genau betrachten zu können. Die verbruzeln jetzt ihr Futter....
     
    Grüsse
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Bist Du denn sicher, dass der Abstand Sensor - Wintertraube unverändert ist?
     
    Klaus


     
    Nein das weiss ich nicht zu 100%, woher sollte ich es wissen? Es war sozusagen "eine berechtigte Annahme":-D
     
    Gruss
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Nein das weiss ich nicht zu 100%, woher sollte ich es wissen? Es war sozusagen "eine berechtigte Annahme":-D
     
    Gruss
    Erzgebirgler


    das war ja nur ein kleiner Hinweis, dass die Randbedingungen bei solchen Versuchen gleich bleiben müssen, sonst kann man nicht viel daraus schließen.
    Ist das so ein einfacher Funksensor? Ich habe so ein Teil unter einer meiner Beuten im Garten und kann damit die Bodentemperatur sehen. Ist aber eher Spielerei.
    Leider zeichnet meine Wetterstation nicht fortlaufend auf - so was bekomme ich aber auch nochmal:daumen:


    Klaus

  • Hallo Uli,
     
    es handelt sich um einen S300IA-Sensor, der an eine WS300PC Basisstation sendet. Die Teile habe ich bei elv.de gekauft. Der Sensor hat ein ca. 2 Meter langes Kabel bis zum Sender, sonst würde ich das nicht verwenden. Man hat ja schon mehrfach gelesen, dass sich die Bienen durch elektromagnetische Strahlen deutlich belästigt fühlen (Handymast, Überlandleitungen, usw.).
     
    Ich konnte jedenfalls bisher noch keine Beeinträchtigung feststellen, die Sendeleistung des Sensors ist auch nicht sonderlich groß und den Sender habe ich extra weit weg von der Beute montiert.
     
    Zu den Hinweisen bezüglich Abstand von der Bienentraube:
    Der Abstand vom Sensorkopf bis zum Beutenrand ist fix gegeben. Habe das Kabel durch einen Korken gezwängt und dann über ein rundes "Not-Flugloch" direkt in das Magazin gesteckt. Abstand innen vom Sensorkopf bis zur Innenwand des Magazines ist ca. 3 cm.
     
    Ob sich durch die Durchsicht eine Verlagerung der Bienentraube ergeben hat, das kann man nicht sicher sagen, da hat Klaus natürlich recht.
     
    Der Einbruch der Temperatur um ca. 12 Uhr bis auf nahe Umgebungstemperatur kommt dadurch zustande, dass ich den Sensor ganz aus dem Magazin rausgezogen habe. Da ich die Beutenböden ausgetauscht habe, musste ich beide Magazine komplett zur Seite nehmen...
     
    Gruß Wolfgang

  • Interessante Beobachtung.
    Ich frage mich nur, warum Du deinen Bienen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ohne Not den Stress und die Gefahren eines Beutenbodenwechsels zumutest.
    Bei einem meiner Völker war vor zwei Wochen auch das Flugloch mit toten Bienen verstopft. Da ich keine Zeit hatte, habe ich erstmal nichts unternommen und mir vorgenommen am folgenden Wochenende das Mäusegitter wegzumachen und den Totenfall zu entfernen. Als ich das dann erledigen wollte, hatten die Bienen das schon selbst getan. Das Flugloch war wieder frei, etwa 30 cm vor der Beute lagen einige tote Bienen im Gras.