Ministerin Aigner fördert Zuchtprojekt deutscher Bieneninstitute mit 900.000 €

  • Hallo,
    das nenne ich doch ne gute Nachricht.
    Da kann ich doch gleich dienen und den Instituten "meine" Bienenköniginnen verkaufen.
    Ach so das soll doch andersrum laufen, womöglich dürfen dann nur noch deren super Bienen fliegen. Fragt sich bloß welche ?????????
    MFG
    beeahead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo !
     
    Dr. Büchler ... wie immer gut drauf ... ist auch ein guter Refernt ... kann man gut zuhören !
     
    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ahoi, beehead,


    sorry, Varroatoleranz ist NICHT über ein Zuchtprogramm hinzukriegen, außer du kannst etwa 5 Jahre mit einer Überlebensrate von 1% am Anfang hinkommen, UND du sitzt in einem agrar-chemikalien freien, ziemlich großen Gebiet.


    Und auch dann ist es immer noch keine "erbfeste" Eigenschaft - warum verrecken sonst wilde VT-Völker innerhalb von anderthalb Jahren bei "normaler" Betriebsweise?


    Und nein, es ist NICHT nur über die Königinnen hinzukriegen, auch VT ist ein multifaktorielles Geschehen, was sehr stark umweltabhängig ist.


    Wenn die Betriebsweisen der Imker UND der Landwirte nicht angepaßt werden, ist das alles rausgeschmissenes Geld.:evil:


    Warum warten die Imker immer auf fertige Lösungen zum Kaufen und machen fast nie was selbst? *head-desk*


    Die Gegenlösung wäre ein unabhängiger(!) Züchterring, eine Einigung auf eine einheitliche(!) Betriebsweise, und ein mindestens bundesweites Durchtauschen von KS mit erfolgreicher Abstammung & Altkönigin nach jeweils mindestens 3(!) Überlebensjahren ohne Behandlung oder Auffälligkeiten.
    Plus Kontrollgruppen.
    Aber einen Sack Flöhe hüten wäre wahrscheinlich einfacher und streßfreier....:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne ,
    ich denke das mein Humor wohl etwas schwer verständlich war.
    Was ich sagen wollte...schade um das Geld. Da kommt nix raus. Soll wohl ne Beruhigungspille für die armen Imker (Bienen) sein. Ansonsten kann ich mich deiner Meinung anschließen.
    MFG
    beeahead

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  • Ach Sabine.......,
    du schreibst wieder über Sachen. :roll:
    Oben schreibst du, das dass nicht über ein Zuchtprogramm hinzukriegen währe, und unten schlägst du ein unabhängigen Züchterring vor.


    Eine einheitliche Betriebsweise ist schon gar nicht möglich. Tracht und Pollen - Angebot sind so unterschiedlich – das würde gegen den Baum laufen. Wo beispielsweise ein anderer Imker den Honigraum aufsetzt, haben meine Völker noch nicht einmal den ersten Baurahmen ausgebaut. Dann der Pollen, ich wohne in einer Gegend da gibt es vom Frühjahr bis zum Spätherbst noch genügend Pollen. Dann die Agrarwirtschaft – hier sind wir auch noch auf der Sonnenseite. Nein das geht so nicht!
     
    Meine Meinung:
     
    Als erstes muss die Politik mitspielen! Europa weit. In allen Bereichen! Alles was schädlich ist oder werden kann - muss verschwinden.

    Dann die Agrarwirtschaft. Die muss vollkommen reformiert werden.
     
    Die Wanderei muss drastisch eingeschränkt werten.
     
    Die Völkermassierung muss einen Riegel vorgeschoben werden.
     
    Erst dann kann über ein gemeinsames Zuchtprogramme nachgedacht werden.
     
    Herzliche Grüße
     
    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo !
     
    Dr. Büchler ... wie immer gut drauf ... ist auch ein guter Refernt ... kann man gut zuhören !
     
    Gruß
    B.K.


    z.B. auf der Züchtertagung der Buckfastimker am 01.03. in Neuenstein-Aua (an der A7). Da stellt er sein oben genanntes Projekt vor. Ausserdem werden noch andere Züchter Ihre Erfahrungen aus mehrjährigen VT-Programmen zeigen.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • @ sabine und all
     
    wie andere schon festgestellt haben, wiedersprichst du dir selbst!
     
    Und solange diejenigen, die es versuchen, quasi gesteinigt werden, wird sich auch keiner outen. Er oder sie würde ja für alle Ausfälle im näheren und weiteren Umkreis verantwortlich gemacht werden. Ich erinnere an die vielen unsäglichen Diskussionen hier im Forum.
     
    Im letzten Bericht aus Hohenheim stand, ganz kurz, das Völker aus dem Inselversuch (der Name liegt mir auf der Zunge, hilft aber nichts) seit vier Jahren ohne Behandlung leben. Es funktioniert also! Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass Behandlung, egal auf welche Art, eine Sackgasse ist.
     
    Manchmal fühle ich mich bei den Diskussionen um und über Varroa an Kopernikus erinnert. Seine Lehren wurden von der Kirche auch erst in den 60er Jahren als richtitg anerkannt. Solange galt er als Ketzer.
     
    Aber wir sehen uns am Samstag, da können wir dieses Thema gerne aufgreifen. Es ist zu umfangreich, es hier aufzuarbeiten.
     
    Gruß
    Werner

  • Mion, Dieter,
    gäb es das :head-desk: smilie hier, wäre es etwas klarer geworden, was ich meine, tut mir leid.
    Eben weil eine einheitliche Betriebsweise NICHT möglich ist, und die Voraussetzungen an jedem Ort andere, plus der in einer agarchemieverseuchten Umwelt ständigen Bedrohung IST so ein Projekt ja gerade zum Scheitern verurteilt - "Ironie".
    Also schlicht rausgeschmissenes Geld, bzw ABM für Institute....


    Was die Imker aber selber machen können, und ohne Geld von oben, ist sich selbst an die Arbeit zu machen, lokal, in kleinen Gruppen, um eben aus ihren regional angepaßten Bienen die besten im Sinn von VT herauszufinden.
    Der Haken an der Sache ist aber, daß man dafür eben nicht alles so machen kann, wie man es "immer schon" gemacht hat, sondern durchaus eine Zeitlang "wild" experimentieren muß.
    Und genau da liegt die Crux - Imker wollen ihre Ruhe und viel Honig, ansonsten wären nämlich schon alle engagiert gegen Gentechnik und PSM....das gehört alles zusammen.


    Denk doch mal an den Artikel über die "schnelle" Evolution auf den Galapagos-Inseln, so ungefähr funktioniert das mit der "lokalen VT" auch.
    Es muß sich an den äußeren Voraussetzungen was ändern, dann gibt es eine Antwort des Lebewesens mit durchaus auch genetischer Änderung, aber in erster Linie dürfen nicht zu viele Umweltparameter ständig geändert werden (PSM), sonst kommt der Organismus nicht mehr hinterher.


    Das ist doch der Grund, warum VT-Bienen aus dem Naturschutzgebiet, wo sie durchaus schon 10 Jahre wieder gut lebten, in Imkerhand (andere Betriebsweise) und ein paar Kilometer weiter (andere Umgebung mit anderen/mehr Schadstoffen) ziemlich zügig zusammenbrechen...


    Aber grundsätzlich ist VT machbar, das ist gar keine Frage.
    Nur muß das eben jeder selbst hinkriegen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin, Werner,
    nein, nicht widersprechen, sondern saublöd ausgedrückt, was ich angesichts der Uhrzeit zu verzeihen bitte, ich hab nicht sauber rübergebracht, was ich meine - Entschuldigung.:Biene:
    Aber am WE gern mehr.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Morgen liebe Leut,
     
    mir kommt das fast schon vor, das Geld soll dazu verwendet werden,
    Bienen zu züchten, die gegen chemische PSM und GVO-Pflanzen resistent werden.
     
    In meinen Augen, ein falscher Ansatz.
    Zuerst brauchen wir wieder ein intaktes Umfeld, eine robuste Biene, käm dann von ganz alleine.
     
    In manchen Gegenden mögen die Voraussetzungen für eine gesunde Biene noch vorhanden sein. Doch die Inseln werden seltener.
    Und da müssen wir ansetzen, aber Hallo!
     
    Das Rückgrat der Welternährung, ist die kleinbäuerliche Struktur,
    die regionale Vermarktung, weg mit den Monokulturen und der Massenproduktion, dann ist der chem. PS und die Agrogentechnik, kein Thema mehr.
     
    Gruß Simon

  • Morgen liebe Leut,
     
    In manchen Gegenden mögen die Voraussetzungen für eine gesunde Biene noch vorhanden sein. Doch die Inseln werden seltener.
    Und da müssen wir ansetzen, aber Hallo!
     
    Gruß Simon


    Und was nützt dir das? Nichts! - nicht einmal Nichts! Die Völker stehen auf einer Insel isoliert. Frei von jeglichen Giften. Kommen die Königinnen dann beim Imker um die Ecke zum Einsatz – brechen die Völker genau so zusammen wie alle anderen. Daran ist schon der Wallner gescheitert. Auf seinen Stand hat das ganze funktioniert. X-Kilometer weiter sind die Bienen zusammengebrochen wie ein Kartenhaus.
     
    Nein, mitten in Deutschland muss so ein Versuch gestartet werden. Oder in jedem Bundesland eine Station. Und das alles zwischen Raps und Mais – die Standartpflanzen der Agrarwirtschaft.


    Herzliche Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!