Gitterboden offen lassen?

  • Ich habe gehört, dass man den Gitterboden im Winter offen lassen soll.


    aber schadet das den Bienen denn nicht , und wann lässt man ihn sonst noch offen:confused:

  • Ich habe gehört, dass man den Gitterboden im Winter offen lassen soll.


    aber schadet das den Bienen denn nicht , und wann lässt man ihn sonst noch offen:confused:


    Nö, schadet überhaupt nicht, im Gegenteil, so gehen die Bienen nicht zu früh zu stark in Brut.
    Der Gitterboden ist i.d.R. bei meinen Völkern das ganze Jahr über offen. Lediglich im Frühjahr, wenn schon viel Brut in den Völkern ist und ein Kälteeinbruch kommt, mache ich manchmal die Böden zu.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Nein, es schadet den Bienen nicht, warme Luft ist OBEN, kalte unten.
    Nur sollten die Bienen nicht so stehen, daß der Wind da richtig drunterherpfeifen kann, dann saugt er nämlich die (warme) Luft raus.
    Bienen überleben mit genug Futter auch kanadische Temperaturen in Drahtkäfigen, also ohne Isolierung, nur absolut regensicher aufgestellt - solange sie trocken bleiben, alles kein Thema bei genug Futter.
    Und zumachen tut man den Gitterboden eigentlich nie wirklich, höchstens Windeln zum Milbenzählen tageweise einlegen....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich hab zwar keine Daten, aber ich glaube das könnte ich toppen.


    35km/h ist ja Kinderfasching!

    furchtlos und trew

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von sam ()

  • Das mit dem Windvorkommen kann man leicht überprüfen. Stellt euch auf den Balkon oder ins DG. Dann schaut ihr in alle Himmelsrichtungen. Seht ihr kein Windrat, kann das mit dem Wind nicht so dolle sein. Seht ihr, wie ich in allen 4 Himmelsrichtungen Windparks, dass wird es Zeit ein Segelboot anzuschaffen. Bei uns in Sachsen-Anhalt wird es schwer, ein Windstilles Örtchen zu finden, alles flach wie Brett und immer zugig.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Um was diskutiert ihr denn schon wieder?
    Wer mehr Wind hat oder was?
    Als ob das was mit dem Gitterboden zu tun hat.... also echt.


    Die Bienen sorgen schon dafür, daß ihnen nicht kalt wird. Die Winterkugel ist in der Regel so dicht, daß kaum Wärme entweicht.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Ich bin auch noch am testen mit zu oder offen Boden, da ich erst das 2.Jahr Magazine habe. Ich denke die Bienen können besser die Luftfeuchtigkeit regulieren bei offenem Boden.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Sabine,
     
    soweit ich mich erinnern kann gab es letztes Frühjahr eine Diskussion über Tautz und seine Forschung über die Heizerbienen und daß er entdeckt hat, daß weniger "Heizlöcher" im Brutnest bei geschlossenem Boden vorhanden waren.
     
    Das widerspricht jetzt den Aussagen, den Boden ganzjährig offen zu lassen.
     
    Meiner Meinung nach sollte der Boden ganzjährig geschlossen bleiben und nur ab und zu zur Gemüllkontrolle/Reinigung die Schublade ziehen. Im Winter wenn man seine Beuten relativ Bodennah oder zugfrei auf Böcken hat kann man die Schublade draussenlassen um der Schimmelbildung vorzubeugen.
     
    Lieg ich jetzt mit meiner Meinung daneben?
     
    Gruß René

  • Hallo, Rene,
    meine Gründe für ganzjährig offen:
    im Winter sind die Bienen näher am Außenklima, und gehen nicht zu früh zu stark in Brut, und im Sommer hilft der offene Boden doch gewaltig gegen Überhitzung und läßt mehr Bienen fürs Nektarsammeln statt fürs Wasserholen.
    Das war übrigens meines Alten Fritzes Beobachtung, und er sagte, daß ihm das pro warmem Sommer mindestens 3kg pro Volk mehr brächte als mit geschlossenen Böden. Ausprobiert hab ich es noch nicht, ich hab noch soviel auf der Versuchsliste...:wink:

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    Bruce Springsteen


  • Ja, die "Expertenmeinung" bezüglich Böden scheint sich zu drehen. Es gibt einige Argumente für geschlossene Böden und einige dagegen.
    Fakt ist:
    Honig aus Magazinen mit offenen Böden hat einen höheren Wassergehalt als aus Beuten mit geschlossenen Böden.
    Völker mit offenen Boden verbrauchen mehr Winterfutter.
    Man kann das Hygieneverhalten bei offenen Böden nicht einschätzen.


    Trotzdem haben alle Magazinvölker bei mir offene Böden. Offene Böden sind gut gegen Schimmel auf den Randwaben, die Bienen gehen mehr mit der Witterung und zur Wanderung sind die offenen Böden essentiell.


    Das Allerdümmste sind Gitterböden, die man mit einer Schublade unter dem Gitter verschließen kann. Wenn man die Schubladen drin läßt (d.h. den Boden schließt), entsteht binnen kurzem ein Eldorado für allerlei Keime...
    Wenn geschlossene Böden, dann so, dass die Bienen ihn auch sauber halten können. Der Zustand des Bodens sagt sehr viel über das Hygieneverhalten der Völker aus.

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  • Das Allerdümmste sind Gitterböden, die man mit einer Schublade unter dem Gitter verschließen kann. Wenn man die Schubladen drin läßt (d.h. den Boden schließt), entsteht binnen kurzem ein Eldorado für allerlei Keime...


     
    Guten Morgen,
    genau solche Böden hab ich. Danke für die Einschätzung meiner Intelligenz :liebe002:.
     
    Ich finde die Dinger ganz praktisch. Man hat je nach Situation den richtigen Boden. Meine sind im Winter und Sommer offen. Im Frühjahr zu. Ableger tun mit einem geschlossenen Boden besser. Ich kann jederzeit den Boden schliessen und eine Woche später den Varroabefall abschätzen.
    Wenn sie drin sind reinige ich sie bei jedem Besuch (geht ca. 5Sekunden/Volk)
    Ich glaube auch zu wissen, dass früher (sehr viel) den Bienen in den hohlen Bäumen niemand den Boden reinigte und da auch kein Gitter war. Trotzdem haben sie es in die Neuzeit geschafft.
     
    Grüsse von Stöff