Bienen im Schrebergarten

  • Einem Freund im Imkerverein wurde im letzten Jahr die Bienenhaltung in seinem Schrebergarten verweigert.


    Eine Nachbarin wollte auf ihrer Nachbar-Parzelle keine Bienen haben. Der Schrebergarten-Vereinsvorsitzende sprach ein Machtwort: "In unserer Siedlung sind Haustiere verboten."


    Nun hörte ich, dass es eine Regelung im "Kleingartengesetz" geben soll, nach der Bienenhaltung im Kleingarten ausdrücklich gewünscht wird und nicht verboten werden darf. Wer kennt diese Regelung? Hat jemand Erfahrung mit Bienen im Schrebergarten?


    Ich habe bisher vergebens danach gegoogelt.



    Gruß aus der kalten Nordheide
    Holbee

  • Herr lass Gehirn regnen.


    Seltsame Siedlung. Seltsamer Vorsitzender.
    Bei soviel "Intelligenz" würde ich augenblicklich über einen Vereinswechsel nachdenken.


    als ich anfing stellte ich mein erstes Volk auch in einem Vereinsgarten auf ,(ich wohnte damals in der Stadt), einfach so , ohne zu fragen.
    - erste Woche : Proteste, aber der Vorstand sagte erst mal gar nichts.:wink:
    - zweite Woche : Mißtrauisches Abwarten,
    Kurz : nach vier Wochen plazierte unser Nachbar Gartenstuhl und Tisch unmittelbar an den Grundstückszaun um die Bienen aus nächster nähe zu beobachten. ( Und ich kann versichern, er brachte Stunden damit zu. Und wir wurden richtig gute Nachbarn.) Meine Begattungskästchen mußte ich dann am Zaun platzieren damit er "auch was sieht". ( Ob er nun auch Imker ist weiß ich nicht. Bin dann weggezogen.)


    Bienen im Schrebergarten geht also. ( Warum auch nicht ? ) Und gestochen wurde damals niemand. Aber alle hatten plötzlich super Obsternte, und das wurde auch echt anerkannt.


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hi,


    Siehe mal hier nach: http://www.kleingarten-hh.de/194.html .


    Unter: Kleingarten-Rahmenordnung der Landeshauptstadt
    Dresden
    steht:


    5.3 Zulässig ist eine Bienenhaltung, dabei sollten die Bienenstände am Rande der Kleingartenanlage
    aufgestellt werden. Der jeweilige Imker hat eine Haftpflichtversicherung nachzuweisen.


    In der Satzung von unserem KGV hab ich zum Thema Tierhaltung nichts gefunden. :evil: 
    Werde mal Fragen, wegen Bienenhaltung oder ich gehe auf Risiko :Biene:


    MfG

  • Finvara schrieb:

    Seltsame Siedlung. Seltsamer Vorsitzender.
    Bei soviel "Intelligenz" würde ich augenblicklich über einen Vereinswechsel nachdenken.


    Meine Reaktion war auch: Wählt euch einen neuen Vorsitzenden! Die Nachbarn vor die vollendete Tatsache stellen "hier bei mir sind jetzt Bienen." finde ich heikel, das kann schief gehen. Schön wenn es so wie bei dir abläuft, Finvara, klingt richtig gut.


    sabi(e)ne schrieb:

    im Bundeskleingartengesetz steht nix drin

    Ja, stimmt. Dein Hinweis auf "öffentliches Interesses an der Bienenhaltung" ist eine Wendung, die wert ist in dieser Sache weiter zu verfolgen.


    Ich werd's meinem Vereinsfreund weitergeben, der ist Computermuffel, deshalb mach ich das für ihn hier im Internet. Ist ja auch ein interessanter Fall.:cool:


    Grüße aus der kalten Nordheide
    Holbee

  • Hallo Holbee!


    Es ist in der Tat so das Bienenhaltung in Kleingartenanlage erwünscht ist und auch durch den Verein gefördert Wird. Am mich ist auch ein Vorstand herangetreten ob ich nicht meine Bienen in die Anlage stellen will. Es wurde mir ein freier Garten zur Verfügung gestellt, und ich Idiot habe ja gesagt. Hat mir nichts als Ärger eingebracht und Geld und Nerven gekostet, für mich ist das ganze Thema Kleingartenanlage abgehakt. Ich habe die Kleingärter, mit einigen Ausnahmen, als intolerante Menschen kennen gelernt. Entschuldigung, aber mir geht da immer noch der Hut hoch!


    Mein Rat Lass die Finger davon!!!!!!!!!!!!!!!!


    Gruß


    Jochen

  • Guten Tag,


    ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn der Vorstand und die Gartennachbarn mit den Bienen keine Probleme haben. Wenn man selber oder der Vorstand die Bienenhaltung im Schrebergarten per " Vorstandsbeschluss" durchsetzen will, sollte man die Finger davon lassen.


    Grüße


    Dr. Harper

    Bioland Imkerei, Horst in Westfalen

  • Hallo Holbee, & Summifreunde der Nation,
    zu dem Problem kann man folgendes sagen:
    1. in Chemnitz (Sa.) wurde der letzte imker erfolgreich aus einer Kleingartenanlage weggeklagt. Mein Kommentar: Hoffentlich haben die dann gar kein Obst mehr, dass auf ihren sterielen Rasen fällt.
    2. Ich selber Kleingärtner und inzw. Chef der Anlage, meine Nachbarn haben mich gebeten es zu lassen, mit die Bees im Kleingarten (der ist auch nur 5m breit und 30m lang) da geht nicht mal nen Magazin mit ner Flugwand rum aufzustellen. ABER die stehen jetzt auf meinem Hausgrundstück (50m neben der Anlage). Da die Flächen auch nur ca 700m² im Quadrat ist, stehen sie dicht am Zaun, mit Flugwand und einstweiliger Duldung durch die Nachbarn. Hinweis: Ortsüblichkeit, ländliches Siedlungsgebiet am Stadtrand. UND ich bezahl zur Not die Autowäsche im Früjahr. Also hoffen wir mal!
    3. Gab es in der untergegangenen DDR einen ungeschriebenen WUNSCH: In jeder Kleingartenanlage ein Imker! (damit wir uns vom Obstimport aus dem Westen unabhängig machen können und dann den Honig für Harte Währung an den Klassenfeind verkaufen können. Wir der Staat - nicht die Imkers- versteht sich, bei denen kam die DM nieee an!)


    ALSO ich würd mit den Gartennachbarn versuchen zu reden, und mal einen geduldeten Versuch wagen. Mit nem Glas Honig und ner Tasse Met am Jahresende die Konditionen für das nächste Jahr abstecken....
    Gruß
    Knäcke