Säuren und Korrosion

  • Hallo zusammen,


    Könnt ihr mal eure Erfahrungen zusammentragen in Sachen Behandlungssäuren und Korrosion?


    Frage: Welche Säuren wirken korrosiv auf Alu, Kupfer, verzinktes Material, Messing, verchromte Oberflächen?


    OS? Ameisensäure? Milchsäure? Essig?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,
    eine schöne Materialzusammenstellung. Die Frage ist, wo habe ich den Kontakt (bin gerade am Zusammenbauen)? Und da ist ja eigentlich nur der Gitterboden. Im Bienenvolk weiter oben ist ja alles mit Wachs oder Propolis überzogen und somit vor den Säuren geschützt.
    Aus meinen Beobachtungen kann ich nur zu Alu und verzinkten Draht was dazu sagen:
    mit der Zeit wird Ameisensäure diese beiden Materialien durchbeißen. Die Alternativen sind Kunststoff(-überzogene) Gitter oder Edelstahlgitter oder Edelstahl-Lochbleche.
    Essigsäure ist (Chemielaborantenwissen) etwas weniger aggresiv wie Ameisensäure; ich kenne jetzt nur die Anwendung im Wabenschrank gegen Wachsmotten. Dort beißt sich die Säure auch in beschädigte (nicht von Propolis oder Wachs geschützte) Drähte oder Nägel, aber die Waben sind kurzlebiger wie der Schaden der durch die Säure hervorgerufen wird.
    Milchsäure (wird langsam mein Favorit) wird ja nur auf die Bienen (auf den Waben) gesprüht und kommt damit nicht mit Gitterböden in Berührung. In der 15%-Konzentration ist ein Schaden recht gering bis 0.
    Oxalsäure: in der Anwendung als 3,5%ige Lösung mit Zucker halte ich sie für zu dünn damit beim Durchtropfen auf den Gitterboden etwas passiert. Sprühen wird genau so unbedenklich sein (siehe Milchsäure). Verdampfen: keine Ahnung. Es wird sich sicher etwas am Gitter niederschlagen. Als Feststoff wird es nichts tun, was passiert wenn es Wasser zieht und langsam eine 90-70-50-30%ige Konzentration sich verdünnt kann ich nicht abschätzen. Auf jeden Fall ist es in diesem Fall eine gaaanz kleine Säuremenge der eine im Verhältnis riesige Metallmenge gegenüber steht. (Bei Ameisensäure ist die Menge ja das 100 bis 1000-fache der Oxalsäure).


    Ich hoffe das hilft und bin auch sehr gespannt auf andere Antworten.


    Alois


  •  
    Aluminium hat eine recht gute Beständigkeit im sauren Medium, über pH 9 weniger
     
    Erzgeb.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Nirostagitter liegen zwar im oberen Preissegment, halten dafür aber für die Ewigkeit. Bietet Sicherheit vor Mäusen und ähnlichem Getier und ist einfach optimal was die Gitterböden betrifft.
    Man weiß einfach nicht was die Zukunft in Sachen Varroabehandlung bringt, deshalb bin ich lieber auf der Sicheren Seite. Und wirtschaftlich gesehen, sehe ich hier auch keine Nachteile! Die 3-4 Euro Unterschied machen das Kraut auch nicht mehr fett:Biene:.


    Beste Grüße
    Schlumpf

  • Die Frage ist, wo habe ich den Kontakt (bin gerade am Zusammenbauen)? Und da ist ja eigentlich nur der Gitterboden. Im Bienenvolk weiter oben ist ja alles mit Wachs oder Propolis überzogen und somit vor den Säuren geschützt.


    Hallo Alois,


    wie heißt es bei Radio Eriwan: "Im Prinzip ja, aber... :-D


    Denk mal an die Bastler.
    Vor 2 oder 3 Jahren hatte ich 3mm Messing-Hohlröhrchen in die Rähmchen gesteckt, statt Edelstahldraht zu spannen.
    Die wurden auch komplett in Wachs eingebettet.
    Damals hatte ich noch Altwaben im Winterlager geschwefelt. :oops:
    (Sorry, war ein Tipp vom I-Verein.)


    Im Frühjahr waren die Röhrchen giftgrün... :evil:


    Auch kleine Nägelchen werden verwendet, Tackerklammern, und, und...


    Ist halt gut zu wissen, was womit reagiert.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.