Eure Erfahrungen mit Naturbau?

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    Der Oberträger ist 25 mm breit


    Dann machst Du die also selber? Wenn Du keine Abstandsrechen verwendest und die Zargen innen 20mm breiter sind als die Anzahl Waben x 32mm, solltest Du die vom Rand her auch mit dem Stockmeissel lösen können, oder?


    Und wie der Drohn schreibt, würde ich diesen Zwischenbau auch entfernen, damit beim zurückhängen der Waben möglichst keine Bienen gequetscht werden.


    Wenigstens sind die Waben nicht von OT unterer Zarge zu UT obererer Zarge zusammengebaut.

  • Hallo zusammen.


    Ja, ich mach die Rähmchen selber und lösen kann ich sie schon.
    Es macht mir einzig Angst vor dem eventuellen "Gemantsche"
    betreffend Räuberei, aber vielleicht bin ich in dieser Hinsicht auch einwenig paranoid??:cool:
    Jedenfalls vielen Dank für eure Antworten, Melli...!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • Hallo


    Ich habe das Gefühl das die Honigrähmchen mit Anfangstreifen nicht so schnell ausgebaut werden. Wie welche mit Mittelwänden.


    Dann habe ich einen Tipp bekommen das man ein Rähmchen mit Mittelwand in eine Zarge hängen sollte damit die Bienen hoch klettern und das bauen anfangen.


    Wie sehen eure Erfahrungen aus.


    (Meine Völker haben nur HR mit Anfangsstreifen bekommen.
    Drei Völker sind jetzt im zweiten HR am bauen eins hat den ersten fast ausgebaut. Und zwei noch nicht mal den ersten angefangen.)


    Was ist eigentlich die Abkürzung von Anfangsstreifen?

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Tach miteinander.


    Nun möchte ich mal von meinen Erfahrungen im Naturbau berichten.
    Ich habe letztes Jahr mit 8 Völkern auf LS Flachzargen begonnen, davon 4 mit Naturschwärmen im Mai und 4 mit Kunstschwärmen Mitte Juni bestückt.
    Die Naturschwärme haben locker 3 Zargen bis im Herbst ausgebaut unter ständiger dünner Fütterung. Die Kunstschwärme brachten es mehrheitlich nur auf knappe 2 Zargen, ich liess aber die Dritte über den Winter drunter mit der Ueberlegung, dass sie sie im Frühling dann schon noch ausbauen.
    Beim Wabenbau brauchte ich nicht allzuviel zu korrigieren, ich bringe die meisten zur Durchsicht noch auseinander.
    Varroabehandlung machte ich mit 3 mal AS mit Schwammtuch plus verdampfen von OS im Winter. Es waren verhältnissmässig zu meinen Hinterbehandlern wenig Milben vorhanden.
    Ueber den Winter kamen ausnamslos alle, wobei die Zweizarger eher knapp an Futter waren, legte ihnen ende Febr. und mitte März zweimal 2.5 kg Teig auf.
    Die Entwicklung im Frühling war Phänomenal gegenüber den Hinterbehandler, was ich va. auf die 32 mm Wabenabschtand schliesse.
    Ich habe am 10 April die Honigräume aufgesetzt mit Absperrgitter alles auf Mittelwände, ich hatte noch keine ausgebaute.
    Im Verhältniss zur Bienenmasse wurden die Honigräume eher zögerlich angenommen und ausgebaut, was mich aber nicht sonderlich überraschte, es herrschte noch wenig Tracht.
    Dies war mein grösster Fehler, die Alarmglocken läuteten nicht!!:oops:
    Meines Erachtens waren schon zu dieser Zeit Schwarmvorbereitungen im Gange. Die Zweizarger hatten die unterste unausgebaute Zarge nicht angerührt, und ich Depp machte nicht mal ne Kippkontrolle, im Gedanken dass einjärige Kö's eh selten schwärmen.
    Zwischen dem 4. und 12. Mai sind mir alle während dem Heuet (wo bei mir als Landwirt die Zeit eh knapp iss) abgeschwärmt:evil::evil:.
    Wie hier im Forum schon erwähnt , haben die Zeidler die Völker mit 32mm schon zum frühen Schwärmen getrieben:u_idea_bulb02:!
    Ertrag dieser Völker mager dafür Jungvölker:wink:.
    Ich werde nächstes Jahr ab mitte April Kippkontrolle machen, ne Zarge mit mit Anfangsstreiffen aufsetzen und dabei ne Randwabe von unten raufhängen als Aufstiegswabe, bei der entnommenen kommt auch eine mit Anfangsstreiffen rein, wird wohl zur Drohnenwabe.
    Im Frühling iss ganz klar Aufwärtstendenz, darum wurde bei den Zweizargern auch die unterste nicht angerührt.
    Das Absperrgitter werde ich nächstes Jahr weglassen, mit ev. Brutwaben im Honigraum werde ich Ableger bilden, die halt auf Mittelwänden.
    Diese Vöker auf Naturbau müssen bauen dürfen, oder sie hauen ab! (meine Meinung)


    Fazit: Ich habe in diesem Jahr schon enorm viel gelernt, denn aus Fehlern lernt man ja bekanntlich!
    Naturbau macht Spass, iss aber sicher nicht weniger arbeitsintensiv!
    Ich werde auf jeden Fall weitermachen und bis in zehn Jahren..., wer weiss, habe ich's dann, mit gelegentlichen Ueberraschungen , im Griff.:lol:


    Viele Grüsse von Melli...!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • Hallo Mellifera,

    ich hab heuer auch einen Naturschwarm auf Anfangsstreifen eingeschlagen, hat gut geklappt, hat 2 Zargen ausgebaut.

    Ich imkere mit Carnica und würde gerne nach dem Abschleudern noch einen Kunstschwarm machen.
    Jetzt bin ich aber unsicher, ob ich das Mitte Juli noch riskieren kann, oder sollte ich lieber auf Mittelwände setzen?

    Antworten sind natürlich auch von anderen Forumiten willkommen.

  • Hallo Günther,

    kannste machen, wenn se jenug Nektar/Flüssigfutter haben, bauen´se allet noch aus. Falls kein Nektar mehr reinkommt Honiglösung oder Zuckerwasser 1 zu 1 und an die Räuberei denken. Also Flugloch klein machen und abends nach Einstellung des Flugbetriebes füttern.

    Mollinski

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Ich war wohl etwas zu anspruchsvoll mit meinem Schwarm, dem ich nur leere Rähmchen gegeben hatte, die im Oberträger eine Rille besitzen und in welche ich Wachs gegossen hatte. Das hat die Bienen nicht sehr beeindruckt.


    Die Folge ist, daß einige Waben (im Kern des Brutnestes) quasi zwischen zwei Oberträgern hängen. Das macht ein einzelnes Herausnehmen nahezu unmöglich. Dieser Wildbau ist mir (zumal es doch Mobilbau-Beuten sind!) etwas zu unbequem und ich überlege, wie ich davon wegkomme. Meine Überlegung:


    Im nächsten Frühjahr setze ich unter die bewohnte Dadant-Zarge eine weitere. Wenn es gute Tracht gibt und es soll Honig eingetragen und wieder mehr gebaut werden, erhoffe ich mir, daß sich die Bienen allmählich unten (nach besseren Vorgaben) einrichten und den alten Brutraum, nun oben, verhonigen. Dann habe ich sie dort weg und kann die heurigen Waben mit Honig gefüllt ernten. Kann das klappen?


    Mein Schluß ist jedenfalls, daß eine "greifbare" Leitlinie deutlich mehr bringt als ein (noch dazu räumlich zurückspringendes) bloßes Wachs.

    Imker seit 2009 - Naturbau in Dadant-Beuten, Bemühung um wesensgemäße Imkerei

  • Bei Dadant ist es natürlich schwer.

    Ich habe 2/3 Langstroth, meine Rähmchen sind also nur halb so hoch, da kann man die Übergänge zwischen 2 Waben leichter durchschneiden und die Wabenenden so ins Rähmchen "hinbiegen" dass sie richtig zusammengebaut werden. Die Schnippelreste habe ich dann gleich als Angangsstreifen in ein neues Rähmchen gebastelt.

  • Ich muss mal dumm fragen - stoßt ihr die Bienen vor dem Schnippeln ab?
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich muss mal dumm fragen - stoßt ihr die Bienen vor dem Schnippeln ab?
    Olli

    JAAAAAAAAA! Das sind doch zerbrechliche Wesen.


    Immentun : ich würde Deine Waben jetzt noch umschneiden und festbauen lassen. Schleudern kannste die doch ohnehin nicht. Als Brutwaben aber taugen sie. Mit Draht umwickelt geht das besser als es aussieht. Und nach 'ner Woche kann auch der Draht wieder ab.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...Und nach 'ner Woche kann auch der Draht wieder ab.


    Muß aber nicht.
    Ich laß ihn dran, bis ich die Wabe irgendwann wieder in die Finger bekomme.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich hatte anfangs auch Wildbau horizontal zwischen den Rähmchen.
    Nachdem ich diesen entfernt hatte haben sie ganz ordentlich ausgebaut.
    Diese Betriebsweise mit Anfangsstreifen werde ich im Brutraum weiterführen.
    Im Honigraum habe ich zum Teil auch Naturbau, der Teil welcher geschleudert werden soll ist gedrahtet.
    Wenn es weiterhin so funktioniert bin ich zufrieden.
    Ich besitze Landbienen, Carnica mit Buckfast gemischt.


    Es grüsst Rainer