Oxalsäurebehandlung/Verdampfung - Interessante Links

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    Hm, IF Alfranseder hat hier von der Verwendung von Kupfer abgeraten (#5), da unter dem Säureeinfluß schädliche Kupferverbindungen in die Beuten eingebracht würden:

    Verdampfung von Oxalsäure

    Wenn das stimmt, müssen wir uns wohl nicht mehr über die Reinheit von OX technisch und ad us.vet. streiten. Die Sublimationskammer des Lega-Sublimatore (für 60 - 80 g OX) besteht aus Messing, an die Materialien anderer Geräte kann ich mich nicht so genau erinnern. Das Pfännchen vom Varrox ist aus Edelstahl.

    Aus was für Material ist denn beim Oxamaten der Tablettentiegel:lol::lol:

    Ist doch auch vom Alfranseder.

  • Wolfgang, genau das ist das Ausschlaggebende. Das langsame Aufheizen. Bei den schnellen Geräten kommt die OS in die heisse Verdampferschale. Ist siezu heiss, muss ich höher dosieren, ist sie zu kalt, wars eben nichts. Bei den Alkoholgeräten wirkt der Alkohol noch Temperatur ausgleichend. Problematisch scheinen viele zu sein. Jedenfalls gibt es genug posts dazu hier im Forum.

    Mit dem Sublimox kann ich 1/4 g dosieren, und das ist dann auch in der Beute. Absolut prozesssicher. Man kann also entsprechend der Volksstärken minimal dosieren.


    Gruss

    Ulrich

    Hallo Ulrich,

    Magst du mir erklären, was mit 1/4g dosieren genau gemeint ist? Einfach als Beispiel, dass alles korrekt verdampft wird oder das du präzise dosieren kannst? Oder dass du nur 1/4g pro Volk brauchst?

    Nutzt du den Sublimox mit Tabletten oder mit Pulver und beim Letzteren: Wie dosiert du? Löffel oder Feinwaage?

    Du merkst, ich denke über eine Investition nach :S

  • Hm, IF Alfranseder hat hier von der Verwendung von Kupfer abgeraten (#5), da unter dem Säureeinfluß schädliche Kupferverbindungen in die Beuten eingebracht würden:

    Verdampfung von Oxalsäure

    Wenn das stimmt, müssen wir uns wohl nicht mehr über die Reinheit von OX technisch und ad us.vet. streiten. Die Sublimationskammer des Lega-Sublimatore (für 60 - 80 g OX) besteht aus Messing, an die Materialien anderer Geräte kann ich mich nicht so genau erinnern. Das Pfännchen vom Varrox ist aus Edelstahl.

    „Pfanne ist Eisen, das Kupfer kommt mit der OX nicht zusammen, zumindestens nicht im reaktiven Zustand.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Verwendet einer von euch eigentlich diese

    "Teelicht-Verdampferstövchen für Oxalsäure"?


    Und wenn ja mit welchen Erfahrungen?


    Ich, mit guten Erfahrungen;)

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Hm, IF Alfranseder hat hier von der Verwendung von Kupfer abgeraten (#5), da unter dem Säureeinfluß schädliche Kupferverbindungen in die Beuten eingebracht würden:

    Verdampfung von Oxalsäure

    Wenn das stimmt, müssen wir uns wohl nicht mehr über die Reinheit von OX technisch und ad us.vet. streiten. Die Sublimationskammer des Lega-Sublimatore (für 60 - 80 g OX) besteht aus Messing, an die Materialien anderer Geräte kann ich mich nicht so genau erinnern. Das Pfännchen vom Varrox ist aus Edelstahl.

    Um die sehr reine Form der Oxalsäure (Analysenqualität) herzustellen wird weniger reine Oxalsäure sublimiert. Daraus ist zu schließen, dass die Verunreinigungen zumindest sehr weitgehend zurückbleiben.


    Beim Schnaps brennen sind im Destillat außer Wasser und Alkohol auch noch Geschmacksstoffe, wobei es sich um ätherische Öle handeln dürfte. Dabei liegt allerdings die Siedetemperatur dieser Stoffe sehr nahe beieinander. Beim sublimieren von Oxalsäure mit metallischen oder mineralischen Verunreinigungen dürften die Siedetemperaturen der Verunreinigungen weit von der Sublimationstemperatur der Oxalsäure entfernt liegen. Deshalb kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass beim Sublimieren viel Verunreinigungen mitgenommen werden.


    Sollte jemand konkrete Kenntnisse dazu haben, wäre ich für eine Information dankbar.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Zur Aufreinigen von OX wird das Sublimationsverfahren genutzt. Das geschieht aber in Reaktionsbehältern, deren Materialien nicht mit OX reagieren.

    Eisen- oder auch Kupferverbindungen (?) sind chemisch nicht so widerstandsfähig. Dieser Effekt wird industriell ausgenutzt, um solche Metalloberflächen zu "reinigen" bzw. für anderweitige Beschichtungen vorzubereiten. Mglw. ergibt Kupfer mit OX neue Verbindungen, die dann doch im Bienenstock stören könnten. Das vermute ich jedoch nur, da mir Chemiefachkenntnisse dazu fehlen.

  • Ich glaube, Anni meint, wie man die Gaskartusche ersetzt? Denn solche , wie da in der torch verbaut sind, hab ich hier noch nicht gesehen. Oder hab ich da was missverstanden?

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Ich bin mit dem Varrox Verdampfer hoch zufrieden. Damit lassen sich an einem Tag auch mal 24' Völker bearbeiten. Leider darf man den ja in D nicht benutzen.

    Die Entscheidung Zeit durch bessere Gerät zu gewinnen ist die Entscheidung jedes einzelnen.

    Wie berichtet muss man bei anderen Verdamfern mehr aufpassen, dass man nicht pl9tzlich im Nebel steht. Dennoch gebe ich offen zu, dass die Warterei zwischen den Behandlungen nervt.

    Auch konnte ich beobachten, dass bei einem Volk der Varrox wohl direkt unter der Wintertraube war. Anschliessend waren die Bienen total erstarrt. Nach ein paar Minuten finden die Damen sich wieder an zu bewegen. Ob das Volk es geschafft hat, erfahre ich nächste Woche. Ansonsten gab bisher nichts bienenverträglicheres.


    Ich war selber dabei als Dr. L das verdampfen via Stövchen vorgestellt hat. Er wollte sogar dafür eine Zulassung erwirken.

    Allerdings hätte ich gerne auch was von dem Zeug, was einen glauben lässt, dass er irgendwann mal Dadant mag.


    :daumen:

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Hm, IF Alfranseder hat hier von der Verwendung von Kupfer abgeraten (#5), da unter dem Säureeinfluß schädliche Kupferverbindungen in die Beuten eingebracht würden:

    Verdampfung von Oxalsäure

    Wenn das stimmt

    Wenn das stimmt. Stimmt aber nicht. "Schädliche" Kupferverbindungen (Plural!), wenn ich solch einen Blödsinn schon lese. Kupfer korrodiert in der Hitze zu schwarzem Kupfer(II)oxid. Mit Oxalsäure mag daraus noch Kupfer(II)oxalat entstehen. Bin mir ziemlich sicher, daß das in der Flammenhitze jedoch wieder zerfällt und dabei wieder das Oxid zurückbleibt. Ob Oxid oder Oxalat, nichts davon ist flüchtig, sonst wäre die Lebensdauer solcher Gerätschaften gering. Es werden demnach höchstens Spuren dieses Metalles mitgerissen. Für uns Menschen jedenfalls ist es in geringen Mengen ungiftig. Es soll sogar ein lebenswichtiges Spurenelement sein.

  • Da es nicht so ganz ohne ist, möchte ich das so nicht einfach stehen lassen. Theoretisch ist Deine Aussage korrekt, da die zugeführt Wärme beim Phasenübergang komplett in Sublimationsenthalpie umgewandelt wird.

    Das Oxalsäuredihydrat kann auf Meereshöhe nicht wesentlich über 157°C erhitzt werden, weil es über 157 Grad als Sublimat entfleucht. Eine Erhitzung über 157 °C ist nur bei höherem Druck möglich.

    Die Umwandlung setzt jedoch voraus, dass die Wärme im Stoff/Stoffgemisch optimal verteilt werden kann. Das ist für den flüssigen Zustand "kochendes Wasser" nahezu gegeben. Bei einem Feststoff wie Oxalsäure (das Kristallwasser ist ja schon verdampft) ist die Wärmeverteilung mittels Konvektion sehr schlecht bis gar nicht gegeben. Insofern kommt es zu lokalen Überhitzungen mit Zersetzungserscheinungen. Das kann man testen, indem man einen kalten Spiegel über das Verdampferpfännchen hält. Bei optimaler Temperatur schlägt sich sublimierte OXS darauf nieder. Bei überhitzter Unterlage (> 250 Grad C) ist der Belag auf dem Spiegel nicht zu sehen, da Zersetzung in AS und CO/CO2 stattgefunden hat. Probier's aus!

    Und was folgt daraus? Für mich höchstens, etwas mehr Oxalsäure zu verwenden. Bei mir qualmt es mithin reichlich aus den Beuten.

    Da gibt's tolle Geräte aus USA - da kannst den ganzen Stand einnebeln - viel hilft viel.