Oxalsäurebehandlung/Verdampfung - Interessante Links

  • Haltet ihr die Temperatursteuerung wirklich für entscheidend? Die verschiedenen Geräte, die ich bei Kollegen beobachten konnte, hatten das nicht. Dennoch entmilbten sie. Funktionsstörungen berichteten die Kollegen nur bei zu niedrigen Temperaturen (unzureichende Stromversorgung bzw. Verstopfung auf dem Wege des sublimierten Gases durch kalte Teile der Gerätschaft). Auch der von der Fischermühle entwickelte und im Flächenversuch an 1.509 Völkern getestete Varrox arbeitet ohne Steuerung nur mit Heizzeitbegrenzung durch den Bediener. Mein augenscheinlicher Eindruck war, daß die OX-Portion ( 1...2g) längst sublimiert und in der Luft ist, bevor die Heizfläche die Zersetzungstemperatur von 189 Grad erreicht hatte. Gemessen habe ich das freilich nicht. Dr. Rademacher hatte in ihrer Literaturrecherche zur Standardzulassung von OX den Varrox als eines der Geräte mit dem höchsten Wirkungsgrad angegeben (S. 4):

    Oxalsäure - Semantic Scholar


    https://pdfs.semanticscholar.org › ...

  • Das Oxalsäuredihydrat kann auf Meereshöhe nicht wesentlich über 157°C erhitzt werden, weil es über 157 Grad als Sublimat entfleucht. Eine Erhitzung über 157 °C ist nur bei höherem Druck möglich.


    Bei Wasser ist die Sache bei ca. 100 °C auch so. Wenn ich Wasser über 100°C erhitzen will, brauche ich einen Druckbehälter. Im Schnellkochtopf geht's bis ca. 120°C.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Auch der von der Fischermühle entwickelte und im Flächenversuch an 1.509 Völkern getestete Varrox arbeitet ohne Steuerung nur mit Heizzeitbegrenzung durch den Bediener

    Da kann aber auch nicht viel schiefgehen: Das Aufheizen erfolgt bei eingeschobenem Gerät. Bevor die Pfanne zu heiß wird, ist die OS sublimiert. Die Dosierung ist auch klar.

    Bei Pfannenverdampfern geht es nur darum, dass die entsprechende Menge OS ausreichend heiß wird, damit sie sich gut in der Beute verteilt.

    Primitiv, wirksam, aber in der Reihenanwendung zeitaufwendig. Dennoch für die Behandlung kleiner Völkerzahlen ein perfektes Gerät.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Haltet ihr die Temperatursteuerung wirklich für entscheidend?

    Diejenigen, die sie hier verteidigen und auf ihre Infragestellung empfindlich reagieren und sich nicht zu schade sind, dabei sogar persönlich zu werden, anscheinend schon.


    Aber was sind schon Tatsachen gegen das Eingeständnis, sich eben mal geirrt zu haben?

  • Haltet ihr die Temperatursteuerung wirklich für entscheidend?

    Diejenigen, die sie hier verteidigen und auf ihre Infragestellung empfindlich reagieren und sich nicht zu schade sind, dabei sogar persönlich zu werden, anscheinend schon.


    Aber was sind schon Tatsachen gegen das Eingeständnis, sich eben mal geirrt zu haben?

    Ist zwar Off-Topic, aber was solls: Mir ging es nicht um die Temperatursteuerung, sondern um die pauschale Herabwürdigung Wikipedias. Ich halte Wikipedia für mit das Beste und Wichtigste, was es im Netz gibt. Und ja, da reagiere ich empfindlich.

  • Wolfgang, genau das ist das Ausschlaggebende. Das langsame Aufheizen. Bei den schnellen Geräten kommt die OS in die heisse Verdampferschale. Ist siezu heiss, muss ich höher dosieren, ist sie zu kalt, wars eben nichts. Bei den Alkoholgeräten wirkt der Alkohol noch Temperatur ausgleichend. Problematisch scheinen viele zu sein. Jedenfalls gibt es genug posts dazu hier im Forum.

    Mit dem Sublimox kann ich 1/4 g dosieren, und das ist dann auch in der Beute. Absolut prozesssicher. Man kann also entsprechend der Volksstärken minimal dosieren.


    Gruss

    Ulrich

  • Freizeitimker


    Ist schon erstaunlich, allen Verdampfergeräteherstellern Raffgier zu unterstellen. Auf die Empfehlung, mit eigenem Niedriglohn als gutes Beispiel voraus zu gehen, wird das als persönliche Anfeindung abgetan.

    Jeder der arbeitet hat ein Recht auf entsprechende Entlohnung. Auch geistiges Wissen darf man sich bezahlen lassen. 400 Euro für ein Handy ist heute normal. Vom Auto ist erst gar nicht zu reden.


    Gruss

    Ulrich

  • Bei den schnellen Geräten kommt die OS in die heisse Verdampferschale. Ist sie zu heiss, muss ich höher dosieren

    Das Argument von 14301 in #212 hatte mich eigentlich überzeugt. Der sublimatore professionale von Lega wird lt. Anleitung mit 280 Grad aufgeheizt und sodann auf 200 Grad heruntergeregelt -> könnte also durchaus absichtlich unter 189 Grad in der Sublimationskammer zu betreiben sein. Mglw. soll mit dieser Herunterregelung aber nur der Plastikschutzmantel um die Sub.kammer (Wasserzählergehäuse) vor dem Abschmelzen bewahrt werden.


    Die Dosierung ist aber bei den "schnellen" (d.h. permanent) dampfenden Geräten ein Problem selbst bei richtiger Temperatur. Der Anwender muß es "im Gefühl" haben, wie lange er ins Volk hineindampft bzw. wie oft er den Vergaserhebel drückt.

  • Kann man und habe ich getan.

    Das „Gerät“ ist seit 2017 im Einsatz und funktioniert noch ohne Einschränkung.

    Die Erstellungskosten liegen im tiefen zweistelligen Bereich.

    Mit dem Nachbau habe ich mich auch schon einmal beschäftigt. Die meisten Komponenten (Heizmanschette, Regeltechnik etc.) kann man ja realtiv einfach besorgen. Wie hast du das denn mit dem Erhitzungsbehälter gelöst.?

    Wird mit dem Gasbrenner geheizt.

    Das zentrale Teil ist ein Kupferrohr mit T-Stück, in das ein Eisenstopfen eingeschraubt wird. In die Höhlung wird die Tablette eingelegt.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hm, IF Alfranseder hat hier von der Verwendung von Kupfer abgeraten (#5), da unter dem Säureeinfluß schädliche Kupferverbindungen in die Beuten eingebracht würden:

    Verdampfung von Oxalsäure

    Wenn das stimmt, müssen wir uns wohl nicht mehr über die Reinheit von OX technisch und ad us.vet. streiten. Die Sublimationskammer des Lega-Sublimatore (für 60 - 80 g OX) besteht aus Messing, an die Materialien anderer Geräte kann ich mich nicht so genau erinnern. Das Pfännchen vom Varrox ist aus Edelstahl.