Oxalsäurebehandlung/Verdampfung - Interessante Links

  • ...Mal hört man höchstens eine Behandlung pro Jahr akzeptabel, sonst geht's schief ... bis hin zu Erfahrungsberichten mit bis zu 4 Blockbehandlungen angeblich ohne Beeinträchtigungen...


    Quatsch!


    auch 3x Block geht - wenn es denn tatsächlich sein muss. Man darf sich durch die blöden Fallzahlen nicht ins Bockshorn jagen lassen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ok, um so besser. Hast Du, Marion, irgend welche Veränderungen nach einer solchen Blockbehandlung oder zwischen drin festgestellt - etwas, worauf man achten sollte, bevor man mit der Behandlung fortfährt?Andreas

  • Wie jetzt? Blockbehandlung träufeln oder bedampfen? ...da gibt es Unterschiede!


    Ich habe beides gemacht: Blockbehandlung (4 mal) als Ersatz zur AS und Einmalbehandlung bei Brutfreiheit im Winter.
    Ich sehe gerade für Anfänger hier einen Vorteil: Die Anwendung ist (ich spreche hier vom elektrischen Pfannenverdampfer) unkompliziert und eine Überdosierung kaum ein Problem.
    Ein große Stärke des Verdampfens sehe ich auch dort, wo die AS-Behandlung nicht angeschlagen hat und es dann für eine weitere AS-Anwendung zu spät (Witterung) ist.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Quatsch!


    auch 3x Block geht - wenn es denn tatsächlich sein muss. Man darf sich durch die blöden Fallzahlen nicht ins Bockshorn jagen lassen.


    Genau, ich mache sogar 3 mal im Jahr eine solche Intervall pflege und hab keine Probleme, aber dadurch auch keinen Varroa Druck

  • AS Schwamm und OS Dampf.
    Seither keine Varroaprobleme mehr und witterungsunabhängig.
    Eingewintert: 10, 1 schwaches Volk noch im Herbst verloren (war aber voraussehbar).
    1 Volk über Winter verloren. Vermutlich Kö-Verlust.


    Übrigens: Seit 1. Januar sind folgende Varroamedikamente nicht mehr apothekenpflichtig:
    ALV, Thymovar, Apiguard. 60%ige AS ad.us.Vet. sowieso nicht.
    Es besteht auch keine Aufzeichnungspflicht mehr dafür.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • ...Irgendwie nicht so konstruktiv...
    Das meinte ich weiter oben mit der notwendigen Auswahl von qualifizierten Beiträgen und Beiträgern.



    Übrigens: Seit 1. Januar sind folgende Varroamedikamente nicht mehr apothekenpflichtig:
    ALV, Thymovar, Apiguard. 60%ige AS ad.us.Vet. sowieso nicht.
    Es besteht auch keine Aufzeichnungspflicht mehr dafür.


    Danke für den Hinweis!


    Andreas

  • ...Irgendwie nicht so konstruktiv...


    Hallo Andreas,


    na probiers doch einfach mal aus mit dem Verdampfen. Wenn Du keiner bist, der auch die letzte Milbe im Volk eliminieren muss, kannst Du auch durchaus nach Bedarf (Schadbild) behandeln, z.B. wenn die ersten verkrüppelten Bienen zum Vorschein kommen. Dazu braucht es auch keine Blockbehandlung, einfaches Bedampfen reicht aus, um der Milbenpopulation einen herben Dämpfer zu versetzen und mit kleiner werdendem Brutnest im Spätherbst explodiert dann auch keine Population mehr.


    Das muss man halt mal gesehen haben, was nach dem Dampf auf der Windel landet und den Milbenfall vor und nach der Behandlung in Relation setzen. Ich glaube, letzteres, die Milbenzählerei spare ich mir dieses Jahr komplett, ich schaue nur noch nach verkrüppelten Bienen und der Volksgröße und dann wird Dampf abgelassen oder auch nicht.


    Bin aufgrund der äußeren Umstände hier auch nicht wirklich auf Frühtrachten aus, das macht also (bei mir) nix, wenn die Völker ein bisserl schwächer einwintern, die haben im Frühjahr genug Zeit, sich vernünftig zu entwickeln.


    Gruß Sven

  • Zitat

    Ich glaube, letzteres, die Milbenzählerei spare ich mir dieses Jahr komplett, ich schaue nur noch nach verkrüppelten Bienen und der Volksgröße und dann wird Dampf abgelassen oder auch nicht.


    Dann viel Erfolg!
    Verkrüppelte Bienen scheinen nicht nur mit der Varroa im Zusammenhang zu stehen, sonst hätte ich schon bei einem Volk im Frühjahr Dampf reinlassen müssen. Im Sommer trat dieses Phänomen wieder kurz auf. Mein Leserbrief an das Bienenjournal ist seit Monaten unbeantwortet. Nach dem Milbenzählen war der Befall nicht größer als bei anderen Völkern. Bei allen drei Behandlungen fielen zusammen 550 Milben. Im Vorjahr waren es sogar weniger. Leider gibt es keine Tamagochiimkerei, bei welcher die Völker drei Leben haben.


    Remstalimkerei

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ...kannst Du auch durchaus nach Bedarf (Schadbild) behandeln, ...
    ...die Milbenzählerei spare ich mir dieses Jahr komplett, ...Gruß Sven


    Ja Sven, das ist mal ein unkomplizierter praktischer Ansatz! Als Anfänger habe ich allerdings noch nicht die Coolness Schadbilder abzuwarten. Ganz sicher wird die OS-Verdampfung ein Hauptbestandteil meines Varroakonzeptes sein, ich werde aber wohl im Juli nach Entnahme der HR und der ersten Auffütterung sowie im Dezember auch fixe Behandlungstermine vorsehen, unabhängig vom Schadbild. Denke auch, bei Befund von Krüppelbienen ist's schon reichlich spät und bis zum Wirken der OS Behandlung dürfte das Volk dann schon erheblich geschwächt sein, oder?
    Milben zählen auf der Windel werde ich auch nicht (habe deshalb auch Lochblechböden bestellt), beabsichtige aber möglichst repräsentative Proben mit der Puderzuckermethose auf Varroa zu untersuchen, um zumindest die ersten Jahre ein ungefähres Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die Population entwickelt und auf die Behandlung reagiert.
    Ich habe mir über die letzten Monate zu diesem Thema (Varroa - Behandlungsstrategien) vieles zu Gemüte geführt - national und international, in Foren, Videos und Literatur sowie persönlichen Gesprächen mit erfahrenen Imkern. Mit der OS-Verdampfung, vielleicht unterstützt durch ALV und AS nur für den unvorhergesehenen Notstand im Juli / August glaube ich einen angemessenen Ansatz gefunden zu haben - die Zukunft wird's zeigen. Zusätzlich werden Drohnenrahmen im Frühjahr thermisch behandelt.


    Danke Dir und allen anderen "open minded" beekeepers.


    Gruß, Andreas

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  • Hallo Remstalimker, wie wahr.
    Allerdings hat Schiller meines Wissens auch nicht geimkert und wer nie los legt, weil er keine Erfahrung hat, wird auch nie über solche verfügen.
    AS kommt für mich nicht in Frage, damit hatte ich beruflich genug zu tun und meinen Arm schmückt eine Narbe von vor 25 Jahren. Ich habe der Gabe von Ameisensäure bei Imkern öfter beigewohnt und weiß ganz sicher, dass ich das Hobby gar nicht erst anfangen würde, wenn es keine Alternativen gäbe.
    In diesem Sinne lass' mir doch das winterliche Gespinne.
    Gruß, Andreas

  • Hallo Remsi,


    wenn ich mich recht entsinne, waren das doch bei Dir im zeitigen Frühjahr verkrüppelte Drohnen? Wenn die aus Drohnenzellen aus dem unteren Wabenabschnitt stammten, so kann das bei plötzlichen Kälteeinbrüchen schonmal passieren. Vielleicht war auch ein Honigraum zuviel drauf? Ich musste die Beobachtung in Bezug auf die Drohnen witterungsabhängig auch schon machen.


    Hallo Andreas,


    ein Volk ist nicht verloren, wenn die ersten varroabedingten Krüppelbienen zum Vorschein kommen. Die Anzahl machts und eben auch die Jahreszeit und Volksgröße. Zunehmender Varrobefall geht meist mit zunehmender Unruhe im Volk einher. Auch da kann man dann schon was tun. Beunruhigender fände ich Bienen, die sich überhaupt nicht drum scheren, ob V. auf Ihnen herumkrabbeln. Solche hab ich allerdings nicht (mehr).


    Gruß Sven