Heilung Buckelbrut mittels Alkohol

  • Hallo erfahrene Imkerinnen und Imker


    In der Literatur bin ich auf Veröffentlichungen von Prof. Dr. J. O. Hüsing und Dr. J. Bauer der Universität Halle gestossen.
    Sie haben aufgrund wissenschaftlicher Versuche von 1963 bis 1965 festgestellt, dass buckelbrütige Bienenvölker unter Beigabe von 96% Alkohol (Primasprit) geheilt und problemlos umgeweiselt oder neu beweiselt werden können.
    Wer wendet diese 1968/69 publizierte Technik an :confused: und kann mir dazu aus seiner Erfahrung Tipps und Hinweise geben?


    Dank und Gruss Sami


  •  
    Gemacht haben wir das früher. Und es funktioniert auch.
    Sind aber seit Jahren (-zehnten :wink: ) davon abgekommen, weil das Abkehren nicht viel arbeitsaufwändiger ist. (Wer hat schon immer Prima Sprit und Schnapsglas am Bienenstand? :wink: 
    Aber prinzipiell funktioniert das wirklich gut.
    Genauso wie das Einweiseln von Königinnen in weisellose Völker/Ableger mittels Schnaps. Es reicht übrigend bereits über 40%iger, da muß man nur etwas höher dosieren, damit alle Bienen auch wirklich betrunken werden... :wink: (bzw. der Alkoholgeruch die stockimmanenten Gerüche auch wirklich völlig überdeckt).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo


    Es geht auch einfacher.


    Mann nimmt zwei ältere Königin und setzt sie zu.


    Älter als ein Wirtschaftjahr.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

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  • Das heißt es gibt schon Afterweiseln.
     
    Wieviel muss ich denn dosieren, wieviel milliliter pro Zarge?
     
    Sagen wir 40%.
     
    Damit die Bienen auch richtig besoffen sind. Alkohol verdunstenlassen oder auf die Rähmchen träufeln.
     
    Dann sofort Queen in Zusatzkäfigt dazusetzen?
     
    Danke

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Danke für die umgehende Antwort. Ich erlaube mir noch nachzufragen:
    Wie muss die Menge des nicht 96 %igen Alkohols im Verhältnis zum absoluten Alkohol berechnet werden. Gilt die Regel Phi mal Handgelenk oder wie bemisst man die notwendige Menge genau?
    Besten Dank und Gruss Sami

  • Hallo Sami,


    grundsätzlich bedeutet Buckelbrut, das das Volk längere Zeit ohne Weisel war und Afterweiseln (eierlegende Arbeitsbienen) vorhanden sind. In diesem Fall ist ein zusetzen einer Weisel sehr riskant, auch mit Alkohol. Die beste Lösung ist das Volk auflösen und wie schon angesprochen die Bienen etwas weg vom Stand abkehren, damit sich die Bienen dann einbetteln können.
    Bei Drohnenbrütigkeit und Fehlbrütigkeit ist eine Weisel vorhanden, da kann man getrost den Alkohol auch zum Einsetzen der neuen Weisel benutzen. Da genügt aber verdünnter Klosterfraumelissengeist in der Sprühflasche, damit man dann die Waben und Bienen leicht einnebelt.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)