Fachgespräch vom 19.01.09 im ICC

  • Hallo,
    ich weiss es gab in letzter Zeit massenhaft Politik im Forum, doch sind gerade jetzt heisse Zeiten die Auswirkungen auch auf die Praxis haben werden.
     
    Am 19.01. gab es im ICC zum Thema "Stummer Frühling? Gefahren für Bienen durch Pestizide und Gentechnik" ein offenes Fachgespräch. Vom IF waren einige Leute da:-D und im Publikum erkannt habe ich noch Jens Radtke vom BI Hohen-Neuendorf und Bruno Becker (Nassenheider V.). Manfred Hederer war krank und wurde von Walter Haefeker sehr gut vertreten.
     
    Hier können wir alles zusammentragen und auseinandernehmen. Ich fange mal an mit den von mir aufgeschriebenen Sachen.
     
    Themenblock I zur Gentechnik
    RA Dr. Buchholz (Vertreter klagender Imker) hat die momentane Lage vor den Gerichten dargestellt.
     
    Walter Haefeker (EPBA & DBIB) sagte zu Honig und GVO: 0,9% Anteil (ab da Kennzeichnung lt. EU Kennzeichnungspflicht) bezieht sich bei den untersuchenden Laboren nicht auf Honigvolumen oder -masse, sondern auf Prozent des analysierten Genmaterials. Honig und Nektar enthalten ausser den Pollen kaum Genmaterial.
     
    Dr. Beatrix Tappeser vom Bundesamt für Naturschutz (Positionspapier Gentechnik) hat zum Thema Nachweise für schlechte Auswirkungen von Bt-GVO auf Bienen die Studie von Ramirez-Rodriguez et al.2008 (hier maschinenübersetzte Variante anklicken) erwähnt.
    (Ergänzung: hier nochmal die Ergebnisse von Herrn Kaatz zum Nachlesen: LINK)
     
    Jutta Jaksche (Verbraucherzentrale Bundesverband) und Dr. Buchardi (BMELV) haben auch noch vorgetragen. Dabei hat Dr Buchardi gesagt, dass der Anbau von GVO möglich sein muss. Deutschland kann sich da nicht ausnehmen, da es auf EU Ebene so beschlossen wurde und Polen, Österreich, Griechenland usw. werden Vertragsstrafen zahlen. Darauf erwiderte Herr Haefeker es gibt in der EU einen Verbund staatlicher GVO-freier Regionen(???), aber Deutschland gehört diesem bisher nicht an.
     
     
    Die Vorträge zu Block II PSM leitete Prof.Dr. Job van Praagh auf angenehm unverwechselbare Weise ein:p Selbst nach 32 Jahren in D ist er durch und durch Holländer geblieben...
     
    Er hat eindringlich aufgerufen bei unklaren Verlusten mit toten Bienen diese unbedingt nach der Methode des JKI einzusammeln und dort einzusenden. Nur so können im Interesse der Imker und Landwirte die wirklichen Ursachen gefunden und Gefahren aufgedeckt werden!
     
    Zum Thema EU stellte er klar, dass die EU die Wirkstoffe zulässt und die Nationalstaaten dann die konkreten PSM.
    Die Zonierung (kam von der EU-Kommission) lässt einiges befürchten, da wenn ein PSM in einem Staat einer Zone zugelassen wurde, die anderen Staaten nur 120 Tage Zeit für fundiert bewiesenen Einspruch haben (also schon mit Nachweis!). Danach ist das Mittel in der ganzen Zone zugelassen!!!
    (Ergänzung: D liegt in Zone MITTE zusammen mit Irland, GB, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Luxemburg, Polen, Österreich, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Rumänien.
    So sieht der Industrieverband AGRAR die neue EU-Richtlinie: LINK - lesenswert!)
     
    Thomas Radetzki (MELLIFERA e.V.) wies darauf hin, dass mit SPINTOR (DOW Chemicals) ein als B1 eingestuftes Insektizid für EU-Bio zugelassen wurde.
     
    Walter Haefeker stellte fest, dass durch den freien Warenverkehr innerhalb der EU es vollkommen egal ist, ob in D Saatgut mit einem Mittel nicht gebeizt werden darf. Bei österreichischen Beizfirmen sind jede Menge Aufträge aus D eingelaufen...:roll:
     
    Florian Schöne (NABU) schlug eine Allianz Imkerei - Naturschutz vor, um das Grundrauschen auf der Fläche zu senken. Aus seiner Sicht greift die neue EU-Richtlinie zu kurz. Wichtig bei der nationalen Umsetzung sind drei Sachen:1. eindeutige Reduktionsvorgaben, 2. gute, fachliche Praxis und 3. ökologische Vorrangflächen.
     
    Im Publikum stand am Ende Dr. Hans Peter Stallknecht (DBV) auf und erklärte, dass es sich um ein multifaktorielles Geschehen handelt und unterstützte Herrn van Praaghs Aufruf jedes Bienensterben zur Anzeige/Untersuchung zu bringen, um die wirkliche Ursache herauszufinden. Weiterhin forderte er, dass sich die Imker wenn sie Rückstandsfreiheit im Honig haben wollen, um ihre eigenen Rückstände (s. ÖKO-Test 1/09) zuerst kümmern sollen. Da war noch einiges Mehr doch habe ich nicht alles aufschreiben können...
    W.Haefeker reagierte später darauf und stellte fest, dass der Anteil der Varroazide im Honig abnehmend sei und sich die Imkerei sehr darum bemühte und bemüht davon wegzukommen. Wenn sich die Lanwirtschaft in gleicher Weise bisher so bemüht hätte, dann stände jetzt einiges zum besseren. Zum Thema multifaktorielle Ursache sagte er, dass das Budget für PSM-Untersuchung beim Bienenmonitoring gleich = 0 war und multifaktoriell aber bedeutet, dass jeder Faktor untersucht werden muss.
     
     
    Themenblock III Bienengesundheit
    Dr. Otto Böcking (Laves BI Celle) stellte die Celler Rotationsmethode vor und am Ende seines Vortrages ging er nochmal auf Unabhängigkeit der Forschung/Drittmittelfinanzierung ein. Wobei für ihn klar ist, wenn etwas Bestimmtes erforscht werden soll die Thesis ohne Einfluss des Geldgebers formuliert wird. Er erzählte von einer DEMO englischer Imker in London die forderten, dass Bienenforschung wieder rein staatlich finanziert werden soll.
     
    Dann redeten noch Peter Maske und Ulrich Hampel (Stiftung Ökologie & Landbau und "Blühende Landschaften"e.V.)
     
     
    Bei der abschliessenden Beurteilung durch die Imkereiverbände sprachen Thomas Radetzki, Walter Haefeker und Peter Maske.
    W. Haefeker richtete an die Politik die Botschaft "Jede Art von Landwirtschaftspolitik ist auch Imkereipolitik." und wenn Landwirte so gefördert werden, dass für Bienen und Imkerei alles in Ordnung ist eine Förderung der Imkeri nicht mehr notwendig sei.
    Herr Maske sagte eine Lösung ist nur miteinander möglich (LW - Imkerei) und sie Biene ist ein Indikator für eine intakte Umwelt.
     
     
    Puuuh, so das war es erstmal. Nochmal herzliche Grüsse an Alle die da waren:liebe002:
    Bis bald Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Auch von mir ein Danke.


    Zitat

    Bei österreichischen Beizfirmen sind jede Menge Aufträge aus D eingelaufen.


    Ein Grund mehr die Bienen von den Feldern fernzuhalten (so gut es geht) und regionale Netzwerke zu gründen.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Hallo Molle,
    da hast du ja mächtig gut aufgepasst,prima !
    hallo Bienenfreunde,
    Ich hab nicht so viel mitgeschrieben,weil alles aufgezeichnet wurde.
    Burkhard (Rudis Freund) hat auch noch was mit den Unterschriftenlisten eingestielt.
    Kann er ja später selbst berichten.


    Was bei mir noch hängen geblieben ist:
    van Praagh meinte noch,das bei sehr hohem Rapspolleneintrag eine Übermenge PSM(Biskaya)eingebracht wird, und im Gemüll bei den vergifteten Bienen,auch jede menge tote Ameisen und anderes Kleingetier gefunden wurde.
    Also alles was sich von und mit den Bienen ernährt, geht Hopps!


    H.Haefeker meinte noch,das noch nie soviel Druck auf das EU Parlament ausgeübt wurde,
    wie in dieser PSM Neuordnung.


    Molle hat schon geschrieben,das in Österreich rund um die Uhr Mais mit Clothianidin gebeizt wird.
    EU,freier Warenverkehr,nichts zu machen ?
    Da wiederholt sich das,was Eric berichtete,Frankreich Verbot=Aus Deutschland kommt Nachschub.
    Unser "5 Gestirn" (Heuvel,Maske,Haefeker,Radetzki,Hederer)versuchen alles um ein Ausbringungsverbot,mit hohen Strafen,zu erreichen.
    Das Interessanteste(für mich) :
    Eine gesetzliche Änderung vom Standortregister zum Bienenstandortregister !
    Daß das nicht unmöglich(wie von Vielen behauptet)konnte H.Haefeker erklären,auch für Wanderimker.
    Um was geht es da ?Eigentlich ganz einfach.In unserem Grundgesetz steht irgendwo was von Recht des Eigentums oder so.Wenn ich richtig verstanden habe,läuft die Klage bereits.
    Nicht der Imker hat sich zu verpinkeln,weil er ja zuerst da war,sondern der GVO Anbauer oder Vergifter hat Abstand von meinem Eigentum zu halten.Hört sich gut an.


    Geärgert habe ich mich nur über Dr Böcking (Celle).
    Das Celle und Hohenheim jetzt überall rumschleimen ist mir natürlich klar,aber dennoch versuchte er wieder alles in Richtung Varroalüge zu lenken.
    Das passte überhaupt nicht,nachdem v.Praagh von den Bienen als Kannibalen sprach(keine Pollen,Brut wird ausgefressen)Bei Varroaprogrammen darf einfach die mittlerweise pollenfreie Sommerzeit nicht vergessen werden.
    Da gibt es sicherlich noch viele Fragen,aber es war ein guter Tag,der Saal war proppenvoll.
    Für die Interessierten,
    die Aufzeichnung wird auf DVD gespielt und kann unter:
    Emil :ulrike.hoefken@bundestag.de angefordert werden.
    @Wickleins Daniel,du brauchst nicht mehr nachfragen,du stehtst schon auf der Liste.
    Dank dir haben die überhaupt erst aufgezeichnet,und sind jetzt richtig froh !
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Forumsleser,
    hier mein Bericht zur Podiumsdiskussion am 19.01.2009 im ICC Berlin
     
    Es waren nach meinen Zählungen ca. 120 Zuhörer im Saal, wohl vorwiegend Imker.
     
    Leider kam es nicht zu einem echten „Schlagabtausch“ der jeweiligen Interessenvertreter
    Nachdem jeder sein Statement abgegeben hatte (mehr oder weniger eindrucksvoll…..)
    vertrat man seine Position und es kam m. E. keine echte Diskussion auf.
    Nichts desto trotz gab es viele wichtige Informationen.
     
    Themenblock: Agrotechnik - GVO
     
    Herr RA Dr. Buchholz
    Hat verschiedene Gerichtsverfahren genannt die in Berlin- Brandenburg und Bayern gelaufen sind und noch anstehen: z.B. in BB VG Frankfurt II in 2010? und in Bayern VGH München II in 2009 (aber nicht vor Maisaussaat).Die genauen Themen die da verhandelt wurden hat er nicht erläutert. Aber sein Resümee war: München ist wohl nicht das Ende. Es geht weiter bis BVerwG oder auch bis zum EuGH!
     
    Herr Haefeker (EPBA & DBIB)
    - “…Die Politik beabsichtigt wohl nicht die Koexistenz zwischen Gentechnik und Imkern…“
    - “…Der Honig wird außen vorgehalten damit kein Regelungsbedarf entsteht …“
    - “…Wie wird in der Praxis das Standortregister überwacht? Das ist doch nur ein „Feigenblatt“ hinter das man sich zurückzieht…“
    - “…Die 0,9 % Anteil GVO im Honig beziehe sich nicht auf Volumen oder Gewicht sondern auf das untersuchte Genmaterial ...“
     
    Frau Dr. Tappeser (Bundesamt für Naturschutz) 
    hat auf das Positionspapier hingewiesen. Folgende Zitate habe ich noch notiert:
    - “ …. Kombinationen von Bt-Genen („stacked Bt-genes“)…“
    - “ …Terminator - Technologie und sterile Pollen....“
    - “ …..MON 863 hat hohen Bt - Toxingehalt im Pollen….“
    Da mein Hintergrundwissen zu dem Thema eher begrenzt ist kann ich die. Aussagen nicht bewerten. Sie hörten sich aber nicht so schön an.
     
    Herr Dr. Burchardi (BMELV) 
    - “… Die Gesamtsituation ist ein Sonderfall (Anm. von mir: Was wer wohl damit meint? – Das die Evolution den Bienen nicht gelehrt hat GVO Pollen zu unterscheiden? Oder das man objektiv betrachtet zu dem Schluss kommen muss, das mit der Koexistenz geht nur in der Theorie!!! )
    - “…Schwierig seien Abstandsregelungen ….. und außerdem müssten Zulassungsregeln der EU akzeptiert werden….“.
    - “… Die Entscheidung VG Augsburg ist ein neuer Aspekt …“(Anm. von mir: Da kommt man jetzt wohl in Schwulitäten! Beim Gentechnikgesetz hat man die Belange der Imker außen vorgehalten. Getreu nach dem Motto: Wo keine Belage da kein Regelungsbedarf , und jetzt gibt es eine EU Kennzeichnungspflicht und die passt wohl nicht ins Konzept Gentechnikgesetz….Dumm gelaufen)
    - “… Die Auslegungsregeln zur Kennzeichnungspflicht sind von der Kommission nicht festgelegt …“
    - Folgendes Zitat hat er noch losgelassen “… Wir werden die Gentechnik nicht losbekommen …“ (Am. von mir: Na dann Prost Mahlzeit )
     
    Frau Jaschke (Verbraucherzentrale Bundesverband)
    - “ …Seit 2003 EU Kennzeichnungsregel aber Auslegung ist noch unklar …“
    - “… Gentechnikerzeugung ohne Berücksichtigung der Imker ..“
    - “… integrierter Pflanzenschutz soll von EU Ländern bis 2014 definiert werden…“,
     
    Nach einer Frage aus dem Plenum Warum nicht Verwendung eines Standortregisters der Bienenstände zur Genehmigung von GVO Anbau herangezogen wird gab es folgende Antworten:
    Hr. Dr.Burchardi : “…das hat logistische Gründe, Aussaattermine, …etc....“
    “... EU Spielräume zu gentechnikfreien Zonen sind gering, Frankreich hat schon ein Bußgeldverfahren erhalten…“
    Hr. Haeefker “…Warum nicht Regelung von Österreich übernehmen …“
    “…Es gibt einen Verband gentechnikfreier Regionen in Europa…. Ich kann nicht erkennen wie Deutschland Gentechnik verhindern will …. Sogar bei Spritzschäden weigert sich die Polizei eine Anzeige aufzunehmen...“
     
    Themenblock II : Gefährdung durch Pestizide
     
    Auffällig für mich war das gegenüber der Ankündigung in der Einladung Herr Dr. Rolf Forster vom BVL nicht durch einen „Ersatzmann“ aus der eigenen Behörde vertreten wurde.
    Da stellen sich für mich doch mehrere Fragen:
    - Hat das einen Grund der mit der anstehenden Entscheidung zur Wiederzulassung von Clothianidin für die Maisbeizung zusammenhängt?
    - Hätte er vielleicht auf konkrete Fragen ggf. bei wahrheitsgemäßer Antwort eventuell schon getroffene Entscheidung preisgeben müssen
    - Hatte man Angst dass er von Vertretern der Imker ausgequetscht wird?
     
    Er wurde ersetzt durch Prof. Dr. Job van Praagh, einem Bienenwissenschaftler der einen
    informativen Input gab.
     
    Herr Prof. Dr. Job van Praagh
    - “ …es gibt 3 Zonen der Zulassung von PSM, Deutschland gehört zur Gruppe: Mitte. Wenn in einem Land der Zone PSM zugelassen wurde hat ein Land welches Mitglied ist eine Ablehnungsfrist von 120 Tagen.…“
    - “… bei schlechtem Pollen haben die Biene zusätzlich Probleme mit Insektiziden. Schlechter Pollen = schlechte Ernährung der Biene = schlecht entwickelte Futtersaftdrüsen = Unterernährung der Brut = mickrige Bienen !!! ....“
     
    Herr Radetzki (Mellifera e.V.)
    - “ …im Jahr 2008 wurden in 105 Pollenproben 42 verschiedene Wirkstoffe festgestellt auch mit Mehrfachbelastungen …“
    - “... Spintor wurde als ökologisches Mittel, (B1) zugelassen ist aber in Wahrheit hochtoxisch!!! …“
     
    Herr Haefeker (EPBA & DBIB)
    - “…in EU Pestizidverordnung sollte neben der Gesundheit für den Menschen auch die Bienengesundheit berücksichtigt werden…“
    - “…Zulassungsverfahren der EU sind veraltet..… keine Berücksichtigung der subletalen Wirkungen..… Intelligenztest von Prof. Tautz an EU ..…“
    - “…Imkerei wird durch Probleme rückläufig…bei weniger Bienen steht die Bestäubung auf dem Spiel… Bienen in Zukunft nur noch da, wo für Bestäubung bezahlt wird? (siehe USA) …“
     
    Herr Schöne (NABU)
    - “…der Naturschutz (Wildinsekten) ist auch durch PSM bedroht .... seit 2002 Diskussionen mit BMELV und Industrie…“
    - “…die Reduzierung um 20% PSM wurde von Seehofer zurückgenommen in eine Pauschale ..…“
    - “…seit 2-3 Jahren stärkerer Pestizideinsatz… das geht genau in die andere Richtung…“
    - “…durch Rücknahme der Flächenstilllegung fehlen Rückzugsgebiete für alle Insekten, auch für die Honigbiene, …“
    - “… wir brauchen klare Reduktionsvorgaben von PSM…“
    - “… die „gute fachliche Praxis“ des Pflanzenschutzes braucht eine Änderung …“
    - “… bei EU Zulassung kein Insektizid auf schwarzer Liste ! …“
     
    Herr Haefeker zum Thema Clothianidin: “… ich bekam eine Meldung aus Österreich. Hier laufen Beizaufträge mit Adresse Deutschland …. seid wachsam! Nach telefonischer Nachfrage beim JKI kam die Bestätigung. “ Ja, wir wissen das aber wir können nichts tun“
    (innereuropäischer Warenverkehr heißt das Zauberwort) …“
    “… Der Bauernverband leugnet das Sterben der Bienen durch Clothianidin im Rheingraben ...“
    Daraufhin kam heftiger Protest eines „Bauernvertreters“ aus dem Plenum (wie ich nachher erfuhr Hr. Dr. Stallknecht) er entgegnete, das kein Clothianidin unter den Pestiziden die im Honig nachgewiesen wurden zu finden sei (Ökö-Test) vielmehr sollten die Imker nach ihren Varroa Mitteln schauen…weil davon würde ja mehr nachgewiesen…
     
    Themenblock II : Bienengesundheit
     
    Zu diesem Block habe ich nicht viel notiert außerdem habe ich die Podiumsdiskussion vorzeitig verlassen müssen.
    Herr Dr. Boecking ( Laves Institut Celle)
    referierte über Erfolge durch das Celler Rotationsverfahren ….usw...
    Herr Hampl ( Stiftung Ökologie Landbau, Gut Hohenberg)
    sprach über „blühende Landschaft.de“ ….usw.....
     
    Über die Zusammenfassung bzw. die Beurteilung der Vertreter der Imkerverbände kann ich nichts berichten da war ich nicht mehr anwesend.
     
    Sollten noch Nachfragen und Unklarheiten bestehen stehe ich gerne zur Verfügung ....
     
     
     
    Gruß Burkhard

  • […Die Politik beabsichtigt wohl nicht die Koexistenz zwischen Gentechnik und Imkern…“


    Wer glaubt, dass es eine Koexistenz von Gentechnik einerseits und "unverfälschter Naturprodukte" (z.B. Honig) andererseits geben könnte, ist auf dem Holzweg. Das kann es nie geben! Freigesetze GVO-Pflanzen vermehren sich, lassen ihre Pollen und Samen in die Natur frei. Die sind nicht aufzuhalten, weder mit juristischen Gesetzen, noch mit Abstandsregelungen. Freigesetzt ist freigesetzt und sie lassen sich auch immer nachweisen.
    Es gibt nur ein entweder oder!

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Ich bin ja noch "etwas neu" im Thema.
    Aber eins ist mir doch klar geworden auf der Podiumsdiskussion :
    Wenn man wirklich ernsthaft eine Koexistenz zwischen GVO und "Naturbeeinflussung "(wie auch immer man die definieren mag) wirklich in Erwägung zieht, kann man nur zu denm Schluss kommen : ES KANN NICHT FUNKTIONIEREN !!!
    Und ich persönlich glaube die "Experten" wissen das genau. Aber es wird irgendwie versucht Gründe, Studien,Risikobewertungen und weis der Teufel noch was alles ins Feld zu führen um es doch irgendwie (theoretisch ) als machbar zu erkären......
     
    Gruß Burkhard

  • Hallo Isselbiene,
    wen meinst Du denn mit ALLE ???
     
    Alle Imker
    Alle Naturverbundenen Menschen
    Alle Experten (auch die die sich für solche halten)
    Alle ....... ???
     
    Ich bitte da um etwas mehr Klarheit bei solchen Ver"Alle"gemeinerungen
    sonst führt das leicht zu Irritationen ....
     
    Gruß Burkhard

  • Sorry Burkhard,
    ja,Alle,die ich bla blaa blaa
    usw
    die den Kopf auch mal benutzen um Wasser zu kochen !
    oder ein Baumhaus zu bauen ?
    Stelle bitte deinen Scheffel nicht unter.....
    Eure Aktion war und ist absolute Spitze.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Isselbiene,
    Scheffel hin, Scheffel her .... die Aktion ALLER an der gemeinsamen Sache (Natur & Umwelt,Gesunde Bienen, Gesunde Imkerei, Rückstandsfreie Bienenprodukte, Pestizidreduzierung im Naturhaushalt, Umdenken in der grünen Gentechnik.... .) können nur zum Erfolg führen wenn klare, gezielte Aktionen in die Richtung der "Entscheidungsträger " geführt werden.
    Und die Zielrichtung muss klar sein : Denn wer nicht weis wo er hin will darf sich nicht wundern wenn Er am Ende ganz wo anders ankommt !!
     
    Gruß Burkhard