Keine Winterbehandlung bis jetzt!

  • Hallo zusammen,
    ich trau es mich fast nicht zu sagen, aber ich habe bis jetzt noch keine Winterbehandlung durchgeführt, hat nie richtig gepasst und seit Ende Dezember ist es zu kalt.
    Ich habe aber im Sommer fleißig Drohnenbrut ausgeschnitten und 5 x Ameisensäurebehandlung! Kann ich evtl. auf die Winterbehandlung verzichten oder zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es wärmer wird, nachholen!
    Wollte eigentlich noch Oxalsäure behandeln!
    Grüße Michel

  • Wenn dann sofort.


    Drohnenschneiden bringt nicht viel da Du Dir die Milben dann gezielt züchtest die nur in die arbeiterbrut gehen. Wenn Du das nicht schon hast. 5 mal Armeisensäure ist schon heftig. Naja
    Dannach konnten sich ja wieder die Milben vermehren. ......


    Kann gehen aber wundere Dich nicht das dann Volk so ab Juni sehr stark vermilbt ist. Habe das gehabt als Anfänger mit einen Volk was ich nur mehrmals mit armeisensäurebehandelt hatte. Das war 2007.


    Dieses Jahr hatte ich auch stark mit armeisensäurebehandelt und sicherheitshalber noch mal vor 3 Wochen mit Oxalsäurebedampft.
    Dabei sind in einem Volk über 150 Milben dannach gefallen.


    So jetzt ziehe selber Deine Rückschlüsse......

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    ich traue mich das ja fast auch nicht zu sagen aber ich hätte mich in diesem Jahr auch lieber an meine "Gemüllkontrolle" halten sollen.


    Die gezielte Kontrolle der Schubladen ergab keinen wesentlichen Milbenbefall.
    Mit anderen Worten : Es war kein natürlicher Totenfall zu entdecken.


    Ich habe mich dennoch dazu hinreißen lassen, die Völker mit Oxalsäure zu beträufeln.
    Ergebnis waren je behandeltem Volk (beit fast täglicher Kontrolle) unter 10 Milben in der Woche.


    Eigentlich hatte ich mir geschworen, nicht präventiv zu behandeln.


    Mein Tipp : Auf alle Fälle den ntürlichen Totenfall zu kontrollieren. Sollte der im grünen Bereich liegen, würde ich (auf meine Bienen bezogen) nicht mehr behandeln und die Erfahrungen in diesem Jahr beobachten.


    Wie kalt ist es den bei Dir ? Es gibt zwei Anhänger bei der Täufelmethode mit Oxal. Die eine empfehlen kalte Temperaturen, weil der Bienensitz dann eng ist und die Oxalsäure sich gut über alle Bienkörper verteilt, die anderen bevorzugen wärmere Temperaturen weil der Bienensitz dann nicht so eng ist und die Oxalsäure sich gut über alle Bienkörper verteilt.:wink:


    Ich würde jedenfalls nicht mehr (wenn überhaupt) zu lange warten, weil Du mit dem Behehandlungstermin zu nah an die Tracht heranrutschst. Empfehlung ist bis Ende Dezember. Ende Februar /Anfang März halte ich persönlich für zu spät.


    Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    -13 °C (vermutlich Nachts ) ist natürlich verdammt kalt. Bei -5 °C hätte ich kein Problem damit.
    Du kannst ja innerhalb der Beute sogar Eiskristalle haben.Daher ist ein kurzzeitiges öffnen für ca. 30 - 60 sec die eine Behandlung dauert , vermutlich kein Problem.
    Die im allgemeinen bekannten "Wintertemperaturen im Bienenvolk beziehen sich wirklich auf die Temperaturen IM Volk (innerhalb der Bienenmasse).
    Da wird keine Energie verschwendet und die Bienen außen auf der Traube frieren sich bestimmt den A.... ab :wink:


    Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Imker-Michl!
     
    Aus meiner Sicht hat diesen Winter eine Ox-Behandlung keinen Sinn mehr. Bei meinen Völkern waren letzte Woche annähernd alle in Brut (gefrohrenes Kondenzwasser auf der Gemülllade), da kommt jede OX-Behandlung einfach zu spät.
     
    Das könnte ein spannender Sommer werden. Würde vorschlagen eine Menge Ableger zu machen, Dohnenbrut schneiden, so bald es geht die Völker abzuräumen und behandeln. Im Juli halten die Völker noch einen ordentlichen Milbendruck aus, aber dann.....
     
     
    MfG
    Honigmaul

  • Wenns bei dir so kalt ist werden die sicher einen Sch... tun und brüten. Ganau dafür ist doch der offene Gitterboden.


    Laut Liebig sollte es lieber -5° haben als +5° zur Oxalbehandlung. Mach das. Sicher ist Sicher. Falls du es aus den Beiträgen nicht herausgehört hast. Alle freuen sich wenn dieses Jahr Völker an die Imker verkaufen kann die zu dumm waren das Richtige zu tun. Es ist noch nicht zu spät!!!

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Hallo,
    ich würde auf jeden Fall noch Behandeln. Selbst wenn die Bienen ein Brutnest unterhalten, wird dies noch klein sein. Falls es viele Milben hat, sitzt ein grosser Teil davon noch auf den Bienen.



    Grüsse von Stöff

  • Ich würde auf jeden Fall behandeln, ganz egal ob evtl schon Brut vorhanden ist oder nicht...
     
    Denn:
     

    Die gezielte Kontrolle der Schubladen ergab keinen wesentlichen Milbenbefall.
    Mit anderen Worten : Es war kein natürlicher Totenfall zu entdecken.


     
    fast wie bei mir. es waren so gut wie keine Milben zu finden
     

    Zitat

    Ich habe mich dennoch dazu hinreißen lassen, die Völker mit Oxalsäure zu beträufeln.
    Ergebnis waren je behandeltem Volk (beit fast täglicher Kontrolle) unter 10 Milben in der Woche.


     
    bei mir fielen im Schnitt knapp 350 Milben je Volk...
     
     

    Zitat


    Eigentlich hatte ich mir geschworen, nicht präventiv zu behandeln.


     
    Ich hab mir das Gegenteil vorgenommen, immer die "Restentmilbung" vorzunehmen...

  • Behandle auf jeden Fall. Ich hatte bei der Dezemberbehandlung nach 3 Wochen zwischen 6 und 128 Milben. Letzteres hatte 400 Milben im Herbst und im Juli den natürlichen Fall von 1 Milbe. Volk 21 wurde als Flugling am 16.7. ohne verdeckelte Brut mit Oxalsäure behandelt. Milbenfall bis zum 7.9. drei! Winterbehandlung nun 125. Jetzt entscheide.
     
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Moin,


    (endlich mal ein wieder ein unpolitisches Thema :daumen: ) ich habe am Dienstag behandelt und bereits das erste Volk entsorgt.


    Die Bienen saßen je nach Volksstärke kugelig eng oder etwas lockerer. Beschlagen war nichts. Ich habe Perizin geträufelt ohne Behandlungskontrolle also bei weiterhin offenen Boden. Meiner Meinung nach wird die wenige Brut wesentlich überschätzt. Erstens werden viele Eier und Larven jetzt wieder ausgefressen, kommen also nie zur Verdeckelung und zweitens fand ich bislang noch nie in Winterbrutnestern Milben. Daß sie dort vorkommen weiß und glaube ich, nur daß eine Perizinbehandlung jetzt nicht wirke, weil die Völker noch oder schon 127 gedeckelte Brutzellen haben, ist Käse.


    Spätestens jetzt die Milbenzahlen zu senken rettet die Völker nachher in der Spättracht. Knappe Plusgrade reichen dafür. Beträufelte Bienen sollen nicht abfliegen, sondern in der Traube bleiben. Kurze Außen-Erwärmung nach längerem Frost paßt hervorragend. Also genau jetzt!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,
     
    voraussichtlich werde ich am WE zur Mittagszeit mit den Oxamat gasen. Bisher habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Während der Begasung sind die Bienen auseinandergelaufen, sodass sich eine optimale Verteilung eingestellt hat.
     
    Für die Begasung muss ich die Kiste komplett offnen. Was meint Ihr, macht es Sinn, der Auskühlung z.b. mit einen Wärmestrahler entgegen zu wirken?
     
    viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Verbessert mich wenn ich ganz falsch liege:


    Wenn beim Begasen die Bienen auseinander laufen droht ein verklammen bei Minustemperaturen(?)


    Wenn mit einem Heizstrahler gearbeitet wird wird den Bienen ja wieder Wärme vorgegaukelt und sie laufen erst recht auseinander und verklammen sobald die Wärme wieder weg ist. Aus meiner Überlegung (die nicht richtig sein muß) ist beides nicht sehr ratsam.
    Was spricht denn gegen das Oxalbeträufeln???

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!