Vergiftung und dann?

  • Hallo


    Ich wollte jetzt mal wissen was man machen kann, wenn man vermutet das ein Volk auf Grund einer Vergiftung gestorben ist.


    Dass man das an das JKI schicken soll weiß ich.


    Aber was kostet das und wieso muss ich eine Pflanze mit schicken?


    BSP ich habe im Frühjahr tote Volker und will die einschicken was für eine Pflanze soll ich nehmen?


    Schon wäre halt so eine Gebrauchsanweisung und ein Preis.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix


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    Einen Preis kenne ich nicht, aber jede Vergiftung ist ein Versicherungsfall, dehalb sich bitte hier orientieren.
     
    Und das JKI in Braunschreig will alles das wissen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo


    Danke erstmal für die Info's.


    Aber wenn ich jetzt die Bienen einschicke und es stellt sich raus das es keine Vergiftung war muss ich selber zahlen?


    Was machen wir den im Frühjahr wenn Völker tot sind?

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo Ruben,
    schau dir die Anweisungen und Merkblätter beim JKI an. Wenn du nicht zurecht kommst, ruf den Herrn J. Pistorius (0531-299-4525) an. Er ist zuständig für die Bienenuntersuchungen und wird dir helfen.
    Die Untersuchung ist kostenlos, zumindest habe ich keinen Cent bezahlt. Allerdings wird teil. nur die biol. Untersuchung durchgeführt, welche dir nicht den eigentlichen Wirkstoff benennt.
    Gruß Peter

  • Guten Morgen Imkers,
    da mich gestern mein Landwirt informierte, dass es bald wieder mit der Spritzerei im Raps losgehen würde, ging ich für mich die Vorgehensweise bei Bienenvergiftungen noch einmal durch. Dabei stellte ich fest, dass neben den Untersuchungen durchs JKI auch noch verschiedene Personen (Teilw. Amtspersonen) beim Schadenseintritt vor Ort (Polizei, BSV, staatl. Amt für Landwirtschaft Bereich Pflanzenschutz) sein müssen, damit hinterher auch ein Versicherer den Schaden begleicht. Um nicht beim Schadensfall ins "schwimmen" zu geraten, telefonierte ich heute einige zuständige Stellen ab. Im Landratsamt (Veterinäramt) bekommt ihr Auskunft über den für euren Bereich zuständigen Bienensachverständigen (BSV). Im Landkreis Leipzig ist derzeit die Frau Neubauer zuständig (03433-241361), welche euch den jewiligen BSV nennt. Bei ihr könnt ihr übrigens auch Proben (Bienen, Waben) abgeben, wenn ihr einen Verdacht auf irgendwelche Krankheitsherde habt (Nosema...).
    Danach telefonierte ich mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft in Rötha (Landesbehörde), welches auch einen Mitarbeiter(Pflanzenschutzberater) im Schadensfall vor Ort schickt. Für den Bereich Grimma ist ein gewisser Herr Miska (034206-58927) zuständig.
    Mit seinem Kollegen hatte ich ein etwas längeres Telefongespräch. Danach brauchte ich eine Tafel Schokolade um wieder ein wenig runter zu fahren. Er wirkte auf mich, ich kann es schlecht beschreiben, wie jemand, der für meine Probleme nicht besonders offen ist.
    So lautete sein erster Kommentar: "Seit der Wende, haben wir hier erst einen Fall von Bienenvergiftungen gehabt." Im weiteren Gespräch folgten dann:
    Es gibt doch da auch so eine Milbe...:roll:
    Biscaya (Thiacloprid) kann für meine Bieneschäden nicht verantwortlich sein, denn es hat ja B4 Einstufung und der Hersteller braucht für eine Zulassung 10Jahre und investiert riesige Summen (hat mir die Zahl auch genannt, doch ich hab sie vergessen, klang fast so als hätte er Mitleid mit ihnen) Zusätzlich wird dann genauestens noch einmal von staatl. Seite geprüft, auch diese Kosten soll der Hersteller tragen, und deshalb sei ein Irrtum oder gar eine Manipulation ausgeschlossen. Die Mittel von heute seien sowieso alle viel verträglicher als früher.
    Ich wurde nachdenklich oder besser gesagt verwundert und traute mir noch anzumerken: Aber die systemische Wirkung der neuen Wirkstoffe (Neonicotinoide) und mein Laborbefund (Thiacloprid)...
    Er meinte nur, wenn man will findet man alles.
    Für mich hörte sich dieser Mann an, als wären Bienenvergiftungen praktisch nicht mehr möglich.
    Ich will euch keinesfalls den Mut nehemen, auch wenn man diesen fast verlieren kann.
    Zum Schluß versprach er mir noch, dass er sich kundig machen würde und mich nochmals kontaktieren wird.
    Ach ja, fast hätte ich es vergessen. ER ist nach jetzigem Erörterungsstand schon derjenige, der bei Vergiftungen hinzu zu rufen ist.
    Gruß Peter

  • Hallo Peter!
    Du kannst auch selbst zum Bienensachverständigen werden!
    Belege die Kurse und mach die Prüfungen.
    Dann hat Dein Kreis auch einen guten!
    Laut meinem Wissen muss ein Bienensachverständiger weder Veterinär, noch Amtsperson sein, sondern nur die entsprechenden Kenntnisse nachweisen!
    Gruß
    Kalle

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!

  • Und dann?
    Was machst Du dann, wenn Du BSV bist?
    Sind BSV´s auf Spritzschäden geschult, dürfen die denn nicht nur anzeigepflichtige Krankeiten, dem Amtsveterinär als Hilfsorgan von diesem, melden?
    Ach ja Frevel wird auch noch anerkannt:oops:
     
    Der BSV ist keine Hilfsperson der Pflanzenschutzbehörde!
     
    @Czar: leider ist es so wie Du es beschreibst, treten keine Massenvergiftungen auf, hast Du eine schwere Beweislast:evil:
     
    Immenfuchs : :p_flower01:lies mal wieder Deine Signatur:p_flower01:
     
    Der
    Drohn

  • Laut meinem Wissen muss ein Bienensachverständiger weder Veterinär, noch Amtsperson sein, sondern nur die entsprechenden Kenntnisse nachweisen!
    Gruß
    Kalle


    Hallo Kalle,
    das wollte ich mit meinem Beitrag auch nicht audrücken. Er sollte nur eine kleine Hilfestellung beim Vergiftungsfall sein. Ich hatte letztes Jahr bei meinem Schäden auch niemanden dieser Personen dabei gehabt. Doch bei einem Versicherungsfall könnte es notwendig werden.
    Gruß Peter


  • @Czar: leider ist es so wie Du es beschreibst, treten keine Massenvergiftungen auf, hast Du eine schwere Beweislast:evil:
     


    Bei dieser Prozedur und der Denkweise in den Landwirtschaftsämtern ist es auch kein Wunder, dass er erst einen Fall von Bienenvergiftungen auf seinem Schreibtisch hatte.
    Ich befürchte, wir Imker haben hier im Ernstfall nicht unbedingt einen Verbündeten.
    Diese Leute sind nur in einer Richtung geschult. Ich glaube hier ist Handlungsbedarf um nicht nur die Varroamilbe als Bienenschädling zu erkennen.
    Gruß Peter

  • Ja, leider ist das so!
     
    Diese Menschen dort können nur nach Ihrem Horizont handeln und entscheiden.
     
    Geschult dürften die von den Herstellern der Pflanzenschutzmittel sein?:wink:
    Du bekommst auf diesen Ämtern alle Unterlagen von dieser Lobby,
    der oben erwähnten.
     
    Unterlagen vom DIB haben die keine:Biene::u_idea_bulb02:
    dafür wissen Sie aber dass der Honig mit dem GV sauber ist:roll:
     
    Der
    Drohn