Beschreibung des CCD - so sehen die Symptome aus

  • Hallo,


    Kim Flottum von der Zeitschrift BeeCulture hat folgenden Artikel über die Arbeit und Ergebnisse einer Gruppe zusammengefasst, die sich mit dem weltweiten Bienensterben befasst. Siehe:


    http://www.thedailygreen.com/e…ollapse-disorder-88010101


    Hat jemand gerade Zeit, die Seite ins Deutsche zu übersetzen? Ich meine, etwas besser als das Google-Deutsch-Übersetzen...


    Das Erkennen der Symptome ist wichtig.


    Danke,


    Bernhard

  • simon : :lol: Habe ich garnicht drauf geachtet :daumen:


    Der Anfang einer Übersetzung erreichte mich gerade per E-Mail (vielen Dank dafür :p_flower01:). Einfach fortführen, dann haben wir den Text bald übersetzt.


    Viele Grüße,


    Bernhard


    Übersetzung:


    Die erste komplette Auflistung der “Colony Collapse Disorder“
    Eine neue Studie beschreibt zusammenhängend die frühen und späten Symptome, die optischen Anzeichen und den Fortgang dieser mysteriösen Krankheit


    Man kann keine Heilung finden, bis man nicht die Symptome genau kennt, und jetzt, endlich, kennen wir sie.


    Jerry Bromenshenk, den wir hier schon erwähnt haben, ist an mehr Projekten beteiligt als die meisten und hat wirklich einiges auf dem Kasten. Er hat sich von Anfang an mit CCD beschäftigt und ganz schön „rangeklotzt“.
    Er und seine Kollegen von der Universität Montana haben eine erstaunliche Menge an Informationen über diese Funktionsstörung zusammengetragen. Noch nicht wirklich die letztendliche Antwort, aber sie sind schon viel näher daran, dieses Problem zu verstehen als noch einige Wochen vorher.
     
    Dabei haben sie auch herausgefunden, wie man Bienen-Stichproben auf alle wesentlichen Krankheiten und alle dokumentierten Probleme untersucht, und zwar schnell und kostengünstig.
    Dieser Service für Imker geht gerade online und es wird für sie fraglos ein Segen sein.
    Jetzt schon zeigt es den Imkern, welche Betriebsweisen sowohl auf kurze als auch auf lange Zeit effektiv sind, um kosteneffektive und gesundheitsfördernde Entscheidungen zu treffen.


    Already the beekeeping community is more aware of the best management practices over time to combat the worst of the regular pests and diseases bees have, and this year, it appears so far anyway, the almond orchards should have an ample supply of bees for pollination. Of course it’s only late December and bees are fickle, fragile creatures ... and in bee time, it’s a long way to February.


    These discoveries have been extremely beneficial to beekeepers, but the basic act of taking good notes and gathering lots of data over time and from many places has been perhaps even more helpful for understanding CCD, and in helping beekeepers. Over the two years that Colony Collapse Disorder has been a recognized problem, no other researchers that I am aware of have visited as many beeyards suffering CCD, in as many locations, and over as long a time. In a full report prepared by this team to be released in the February issue of Bee Culture magazine, Bee Alert’s Scott Debnam and Jerry Bromenshenk from Missoula Montana, David Westervelt from Florida’s Apiary Inspections Bureau, and Randy Oliver, a commercial beekeeper with real-world honey bee research experience from Grass Valley, California detail the symptoms of CCD with respect to where it hits, and when it hits. This information is critical in making a diagnosis as the symptoms change as seasons progress and knowing what to look for, and when to look for it, is absolutely necessary in making a correct diagnosis.


    Bis jetzt war es schwierig, eine Antwort auf die simple Frage zu finden: „stirbt diese Kolonie wegen CCD oder hat es andere Gründe?“




    Symptome von CCD (Endstadium)


    • Absolute Abwesenheit von älteren erwachsenen Bienen im Stock, wenige oder keine toten Bienen im Stock, auf dem Boden, vor der Beute oder am Bienenstand


    • Anwesenheit von verdeckelter Brut im Volk während einer Jahreszeit, wo die Königin legen sollte.


    • Anwesenheit von Futterreserven, sowohl Honig als auch Pollen, es sei denn eine Trockenperiode oder ungünstige Jahreszeit begrenzt die Verfügbarkeit von Futterquellen


    • Abwesenheit von Schadinsekten wie z.B. Wachsmotten und Beutenkäfer.


    • Keine Räuberei durch andere Bienen


    • Räuberei und das Zurückkommen von Beutenschädlingen verzögert sich um Tage oder Wochen



    Bei zusammenbrechenden Kolonien


    gibt es zu wenig Arbeitsbienen, um die vorhandene Brut zu pflegen
    die noch vorhandenen Bienen sind hauptsächlich Jungbienen
    Die Königin ist anwesend.
    Die Königin legt mehr Eier als die Arbeiterinnen pflegen können oder für die Jahreszeit angemessen.
    Das Volk zögert, angebotenes Futter wie Zuckerlösung oder Pollenersatz anzunehmen.




    Dies sind die bestimmenden Symptome. Wenn die Völker diesen Punkt erreicht haben, ist es viel zu spät, noch etwas anderes zu tun als die Toten zu begraben. Es ist also nötig, Völker zu erkennen, die in früheren Stadien der CCD sind.


    Das hat das Team herausgefunden.


    Colony Collapse Disorder Symptome der Frühstadien


    Ein Jahr zuvor:
    Die Völker „machen sich nicht besonders gut“ mit wenig anderen sichtbaren Symptomen. Sie wirken gesund, die Honigproduktion ist „matt“


    Sechs Monate zuvor:
    Symptome sind nur vage und werden leicht übersehen. Monatliche Kontrollen und sorgfältige Vergleiche sind nötig. Die Brutnester wachsen nur langsam, meist in nur einer Zarge. Mittägliche Kontrollen zeigen Bienen verteilt in der Beute, aber das variiert. Verglichen mit anderen Völkern auf dem Stand verlangsamt sich das Populationswachstum bis zum Stillstand während der Vegetationszeit.
    Honigvorräte bleiben unberührt, Bienen ernähren sich vom kürzlich gesammelten Nektar.
    Diese Symptome sind schwer auszumachen, da sorgfältige Vergleiche notwendig sind.


    Drei Monate zuvor:
    CCD Völker scheinen sehr langsam zu wachsen und werden von den anderen Völkern am Stand überholt. Es gibt einen sichtbaren Populationsrückgang von 3 auf 2 Zargen, oder von 2 auf 1, und oft sitzen die Bienen nur auf ein paar Rahmen in der unteren Zarge...
    Brutwabenmuster sind löcherig, weil tote Brut entfernt wird, und wenn es spät im Jahr ist, werden die Honigvorräte weniger (ist es noch früh, werden sie nicht angerührt)
    Normale Arbeitsabläufe im Volk werden nicht mehr ausgeführt, man sieht keine Propolisverkittungen mehr.



    Ein Monat zuvor:
    Üblicherweise bleiben jetzt nur noch 8 besetzte Rahmen oder noch weniger. Brut wird angelegt, kann aber nicht gepflegt werden, oft wird eine Umweiselung versucht, verlassene Brut ist häufig. Der Honigvorrat ist abhängig von der Jahreszeit...im Sommer kann alles verbraucht sein, im Winter unberührt.


    Schließlich:
    Die verbleibenden Bienen können angebotenes Futter oder Medikamente nicht mehr aufnehmen und es sind vor allem Jungbienen, die noch da sind, alle erwachsenen Bienen sind weg. Die Königin stiftet ausgiebig, und dem Volk fehlt üblicherweise jede Aggressivität.



    Sichtbare Symptome eines Volkes mit CCD


    1. Nur Tage vor dem Kollaps scheint das Volk stark und voll funktionsfähig


    2. Überwiegend Jungbienen sind noch in der Beute
     
    3. Die Bienen sind nicht aggressiv


    4. Eine Königin ist vorhanden


    5. Stifte sind vorhanden


    6. Volle Brutwaben können vorhanden sein


    7. Brutwaben können Anzeichen von Löchrigkeit zeigen


    8. Verdeckelter Honig und frischer Nektar sind oft vorhanden (nicht bei Sommer-Kollaps, was eher ungewöhnlich ist)


    9. Frischer Pollen wurde kürzlich eingelagert, wenn es draußen welchen gibt


    10. Angebotenes Zusatzfuter (Zuckerlösung, ...) wird nicht angenommen


    11. Keine Räuberei


    12. Keine weiteren Schädlinge (Beutenkäfer, Wachsmotten, Ameisen) sind zu sehen


    13. Keine toten Bienen am Flugloch


    14. Keine Anzeichen von Flügellosigkeit, Paralyse oder anderer Krankheiten von erwachsenen Bienen



    Colony Collapse Disorder: Management Notes


    CCD neigt dazu, wie eine Welle durch den Bienenstand zu laufen, wenn man befallene Völker mit gesunden vereinigt, erhält man meistens zwei tote Völker.


    Bis nachfolgende Schädlinge einziehen, vergeht eine Weile...wenn man die Beutenteile vorher für andere Bienen benutzt, kann die Kolonie wieder sterben. Sobald die Schädlinge einziehen, scheint die Beute für Bienen wieder geeignet zu sein.


    Die Ursache von CCD bleibt unbekannt, aber die Diagnose wird immer besser.

  • Was meinst Du mit "simuliert"?


    Wenn man die Ergebnisse der Bieneninstitute aus Deutschland anschaut, dann ergibt sich eine deutliche (=signifikante) Korrelation zwischen Befallsgrad mit Varroa und den eingegangenen Bienenvölkern. Varroa und Bienensterben gehen Hand in Hand. Der Haken an der Sache:


    Eine Korrelation bedeutet noch lange nicht ein Kausalität. Aus Wikipedia: Die Korrelation beschreibt aber nicht unbedingt eine Ursache-Wirkungs-Beziehung in die eine oder andere Richtung. So darf man über die Tatsache, dass man Feuerwehren oft bei Bränden findet, nicht folgern, dass Feuerwehren die Ursachen für Brände seien.


    Weiter sprechen wenig Gründe dafür, dass Varroamilben "die" Ursache für das Bienensterben sind.


    Wenn die Varroamilbe freien Lauf erhält (also keine Bekämpfung erfährt) braucht sie schon länger als ein-zwei Jahre, meist drei Jahre um ein Bienenvolk zugrunde zu richten. Dieser Zeitraum ist begleitet von Symptomen. Kleine oder verkrüppelte Bienen, hoher Milbenabfall, etc. die einem Imker kaum entgehen würden.


    Weil die Varroamilbe jedoch unter starker Beobachtung durch die Imker steht und zusätzlich mehrfach im Jahr bekämpft wird, und weil die Imker die Bekämpfung der Varroa seit über 20 Jahren durchführen (also geübt sind), ist ein alleiniger Varroatod mehr als unwahrscheinlich. Wenn man den Zahlen glauben schenkt, brechen heutzutage bei gleicher Milbenpopulation die Bienenvölker viel eher zusammen. Woran liegt das deiner Meinung nach?


    Meistens werden an dieser Stelle die Bienenviren ins Spiel gebracht. Die Bienenviren nutzen die Varroamilben als Vektor, um sich a. schneller zu verbreiten und b. heftiger nämlich über die Hämolymphe zu wirken.


    Ja, auch hier ist eine Korrelation zu sehen. Auch hier liegt eine Korrelation vor, aber eine Aussage wie "Bienenviren sind Ursache für das Bienensterben" unhaltbar. Das haben selbst die Forscher in ihrer Arbeit gesagt, die den Israel Acute Paralysis Virus erforscht haben. Der IAPV-Virus ist der Virus, der so hoch favorisiert wurde in der Diskussion als Ursache für das Bienensterben. So sagt Dr. W. Ian Lipkin:


    "What we have at present is a marker. We do not think IAPV is alone is causing this disease."


    Seine Ergebnisse: http://www.abfnet.org/files/CCDScience07.pdf


    Alle Viren verursachen ganz klare pathologische Kennzeichen wie verstummelte Flügel, Flügelzitter und vor allem: einen Haufen toter Bienen vor der Beute. Diese Kennzeichen würde man bei allen CCD Völkern finden, wenn Viren die Ursache für das Bienensterben wären. Das ist eindeutig nicht der Fall. Die Symptome sind sogar teilweise kontra-indizierend. Im Gegenteil kommt der Virus auch in gesunden Beuten vor. Das zeigt auch die Arbeit von Lipkin weiter oben. Diagramm weiter unten.


    Man kann stundenlang so weitermachen. Von Stock auf Stein auf "Mobilfunk". :wink:


    Am Ende wird man immer wieder auf zwei ganz wesentliche Dinge kommen: Pflanzenschutzmittel/Pestizide und Varroazide.


    Am Ende wird immer das bestand haben, das sich als Wahrheit entpuppt. Alles andere wird wegfallen. Und bisher ist da schon einiges weggefallen.


    Was wir dringend benötigen ist eine Forschung, die sich nicht mehr mit Varroamilben, sondern mit Pestiziden und Akariziden beschäftigt. Die Auswirkungen derselben auf den Bien und zwar subletal. Chronisch immundepressiv, ständig kränkelnd. Wenn man sich die Wirkung zum Beispiel von Neonicotinoiden oder auch von Akariziden ansieht, dann fällt es doch nicht schwer sich vorzustellen, dass diese Wirkstoffe dauerhaft eine Immundepression verursachen.


    Es muss nur einer tiefer danach forschen und da sind einige Forscher weltweit dabei Ergebnisse zu schaffen.


    Die Imker können solange warten und weiter an die Varroa "glauben", oder die Imker können schon mal anfangen die Völker von den Pestiziden zu befreien. Indem sie entweder die Völker aus den Kulturen der Landwirtschaft raushalten oder mit den Landwirten und den Gemeinden zusammen eine pestizid- und gentechnikfreie Zone schaffen..


    Weiter wird es meiner Ansicht nach notwendig sein, die varroazidfreie Imkerei zu erfinden.


    Vielleicht braucht es auch bei der Imkerei eine Art Fruchtfolge. :wink:


    Gruß
    Bernhard

  • Wenn man den Zahlen glauben schenkt, brechen heutzutage bei gleicher Milbenpopulation die Bienenvölker viel eher zusammen. Woran liegt das deiner Meinung nach?


    Das entspricht nicht meiner Meinung und schon gar nicht meinen Daten.


    Vielleicht müssen wir demnächst mit einer ganz anderen Sache rechnen.
    http://www.bienenvolk.org/bilder/CBPV.jpg



    Gruß
    Simon

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  • Dass ein outbreak, gleich welcher Art, kommt darauf muss man sich nicht nur bei den Bienen einstellen. Dazu ist nicht mal die arme, gescholtene Varroa notwendig. Man könnte natürlich behaupten, dass dies erst durch ein herabgesetztes Immunsystem durch sub-sub-sublethale PSM Belastung möglich wird. Aber diese Verkettungen lassen wir den Chef-Denkern.


    Gruß
    Simon

  • Das entspricht nicht meiner Meinung und schon gar nicht meinen Daten.


    Hallo Simon,


    Du hast Daten darüber, dass die Virulenz der Milbe nicht zugenommen hat?
    Nach meinen Beobachtungen (leider habe ich damals noch nicht gemessen) scheint das anders zu sein. Allerdings, wie gesagt, kann das nicht beweisen, sondern ist nur "mein Gefühl". Aber Daten wären gut, damit man seine Gedanken zur Problematik neu ausrichten kann.


    Ansonsten: Was zu den Syntomen des CCD oben beschrieben wurde: Die kenne ich zu gut von Völkern ,die an Varroa zusammen gebrochen sind..... was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch andere Ursachen geben kann bei diesem Schadbild.
    Und ich erinnere auch daran ,dass in alter Literatur immer wieder von katastrophalen Völkerverlusten in bestimmten Jahren berichtet wurde und damals gab es weder Varroa noch PSM..... da war es die Nosema oder die Faulbrut oder die Tracheenmilbe.........


    Gerold

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"


  • Du hast Daten darüber, dass die Virulenz der Milbe nicht zugenommen hat?


    Wenn ein Volk 12 000 Milben im Spätsommer hatte und dann noch mit knapp 90 Prozent der Bienemasse im Frühjahr dasteht, dann ist das ein Argument gegen diese weit verbreiteten Annahme dass die virulenz der Milben gestiegen ist. Und dies obwohl das Volk ausgiebig PSM bewirtschaftete Rapsblüte beflogen hatte. Gleichwohl kann es passieren, dass Jungvölker mit hoher Startinfektion an 3 000 Milben im September zugrunde gehen.


    Gruß
    Simon

  • Wenn ein Volk 12 000 Milben im Spätsommer hatte und dann noch mit knapp 90 Prozent der Bienemasse im Frühjahr dasteht, ...... Gleichwohl kann es passieren, dass Jungvölker mit hoher Startinfektion an 3 000 Milben im September zugrunde gehen.


    Was ist nach Deiner Meinung der entscheidende Parameter, ob das Volk an der Varroa zugrunde geht oder nicht? Das Verhältnis Milbe zu Brut oder Milbe zu adulten Bienen? Oder spielen diese Verhältnisse keine Rolle?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Gerold,
    die Schadensschwelle variiert je nach Jahreszeit. Wobei zum kritischen Zeitpunkt der Winterbienenerzeugung das Verhältnis der befallenen Brut entscheidend wird. Einige Völker können durchaus mit hoher Milbenlast eingewintert werden, ab einer gewissen Schwelle leidet das Volk darunter. Im Sommer führt auch ein hoher Befall nicht zum Kollaps. Die Völker mit einem Befall von 10 000 Milben haben keinen schwächeren Eindruck gemacht als gering Befallene, die Populationsschätzung zur Einwinterung hat das auch bestätigt. Eine Aussage über den Befallsgrad der Brut/Bienen um damit Aussagen zu machen setzt voraus dass man entsprechende Proben zieht. Jedenfalls habe ich keine Brutproben ausgewertet. Die Beurteilung des natürlichen Milbenfalls reicht mir als bescheidener Imker um die Wirksamkeit der Behandlungen zu Beurteilen.


    Aber zurück zu den CCD Symptomen - Varroa gehört da nicht hin.


    Gruß
    Simon

  • Moin,
    ich lieg zwar grad mit ner "echten" Grippe zu Bett, aber ich möchte hier doch mal was einwerfen, und zwar völlig unabhängig von Varroa oder Viren, und das ist die den USA noch viel längere Verwendung von "solidem altem Wabenbau", ich hab es schon mehrfach angesprochen, auch in Bezug auf ältere HB-ler die ihre vordersten Waben vor 20 Jahren zum letzten Mal gesehen haben:
    was glaubt ihr, was da chemisch alles drin ist???
    Wer von euch hat denn in den letzten Jahren sein eigenes Wachs analysieren lassen, bzw wenigstens zertifiziert "schadstoffarme" MWs gekauft, wenn schon keine nachweislich schadstoff-freien?
    Und sorry, Propolis kann zwar viel killen, aber keine Pestizide cracken.
    Sprich, wir ALLE haben eh schon bei MW-Benutzung eine "Grundlast" an Pestiziden drin, die den Larven gewiß nicht förderlich sind, und alle Behandlungen der letzten 35 Jahre werden sich auch bei eigenem Wachskreislauf darin wiederfinden - nur wurde uns ja eingeredet, daß wir bei eigenem Wachskreislauf in Sicherheit wären....:roll:
    Dem ist NICHT so.
    Ein Kreislauf hat die Eigenschaft, bestimmte Dinge im Rahmen der Umläufe zu konzentrieren - und leider ist es NICHT die Schadstofffreiheit.


    Ich kann nur jedem mit ernsthaften Problemen in Richtung CCD raten, sobald als möglich KS aus den betroffenen Völkern zu machen, und die Naturbau errichten zu lassen, und nach Möglichkeit auch in neue Beuten, nicht in die gleichen Kisten wie vorher einschlagen!


    Zitat von Bernhard:

    Zitat

    Weiter wird es meiner Ansicht nach notwendig sein, die varroazidfreie Imkerei zu erfinden.


    Die gibt's doch schon - bloß verdient da niemand dran. Kann jeder nachmachen - kostenlos.
    Und genau deshalb traut sich keiner....:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • Wer von euch hat denn in den letzten Jahren sein eigenes Wachs analysieren lassen,


    Ich, inklusive einiger Honiganalysen...

    ... bzw wenigstens zertifiziert "schadstoffarme" MWs gekauft, wenn schon keine nachweislich schadstoff-freien?


    ... und zwar ausschließlich, von Anfang an. Wer mit der Imkerei beginnt, sollte sich darüber Gedanken machen was der Kollege im Wachs hinterlassen hat; eine Grundversorgung mit MWs kann man für entsprechende Kurse auch organisieren. :daumen:


    Gruß
    Simon