• Der wachsame Drohn...:Biene:


    Zitat

    ...oder eine geeignete Bekämpfung der Käfer des Schädlings erfolgt


    Käfer sind erwachsen, also Aufspritzen anstatt Beizen? Was haben wir denn da für Möglichkeiten .... ach ja, da gibt es sowas Neues zum Aufsprühen. Movento (Wirkstoff: Spirotetramat) heisst es. "Zufällig" neu auf dem Markt.


    Zitat

    Für Ausnahmen von den vorgeschriebenen Maßnahmen in Befalls- und Sicherheitszonen ist künftig kein Antragsverfahren mehr erforderlich.


    Das verstehe ich nicht. Ausnahmen von den Maßnahmen - heisst das, dass die Massnahmen nicht zwingend durchzuführen sind? Oder dass die vorgestellten Massnahmen ohne Antrag durchgeführt werden dürfen?


    :confused:


    Es gibt sogar eine MAISWBEKV (Maiswurzelbohrerbekämpfungsverordnung. Siehe: MaiswBekV.


    Die Ausnahmen werden auf Seite 3 der ursprünglichen MaiswBekV beschrieben.


    Hier ist die beantragte Änderung nachzulesen:


    http://www.umweltrecht.de/cgi-…s.cgi?texte=0849_2D1_2D08



    Und hier ist der vollständige Text der neuen Fassung mit dem liebevollen Namen MWurzBohrVÄndV(Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers):


    1. WurzBohrVÄndV


    Was das bedeutet, hat man in Sachsen erkannt:

    Zitat

    Das bedeutet, dass in bisher von Diabrotica befallsfreien Gebieten bei einer Einschleppung eine Ausrottung mit Pflanzenschutzmitteln vorzunehmen ist.


    aus: http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?sid=02vovr6lcbpsvtsb5gla958m83&em_cnt=1279796


    Na dann - ein frohes neues Jahr 2009. :evil:


    Bringt die Bienen in Deckung, so gut es geht.
    Die Imker sollten aus der Deckung kommen. Last man standing.


    Bernhard

  • Ich kenne die Zeitschrift TOP AGRAR. Es ist die Zeitschrift für moderne Landwirtschaft. So betitelt sie sich selbst. Das sagt genug aus. Wahrscheinlich ist sie schwer gesponsort von den Chemieriesen. Wen du diese Zeitschrift längere Zeit liest, bist du voll davon überzeugt, dass alles was dir von "oben" empfohlen wird, das beste für Umwelt, Verbraucher,Tiere und Boden ist.
    Bleib auf deinem Land und Wehr dich redlich

  • Für Ausnahmen von den vorgeschriebenen Maßnahmen in Befalls- und Sicherheitszonen ist künftig kein Antragsverfahren mehr erforderlich.


    Alles lange hin und her gelesen,weil es ja eine unglaubliche Möglichkeit wäre.
    Ich bin zu dem Ergebnis gekommen:
    Es gab BISHER durch ein längeres Verfahren die Möglichkeit eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten.
    Dieses Verfahren gibt es nicht mehr,weil die Regeln eindeutig sind(sein sollen)
    Es kann angefragt werden,ob wieder etwas möglich ist,wenn zB die Fruchtfolge eingehalten wurde.
    Die Anfrage muß kurzfristig beantwortet werden(keine Antwort bedeutet aber Erlaubnis)
    Es ist aber kein längeres Verfahren mehr notwendig.
    Auf jeden Fall wachsam bleiben.
    Bernhard ,sie werden mit den hochbeinigen Italienern ein B 4 Mittel ausbringen,zB Biskaya,(Theacloprid),das übrigens in deutschen Honigen wiedergefunden wurde.
    luxnigra ,deshalb lese ich ja die Bauernblätter,da bin ich immer informiert,was sich in Sachen Spritzmittel tut.
    zB. diese Woche:Damit Honigbienen trotz Einsatz von Clothianidin geschont werden,soll es für alte Maisdrillen in der kommenden Saison Nachrüstsätze mit verbesserter Abluftführung geben.
    Die Maschinenhersteller meinen,das damit die gesetzlichen Auflagen erfüllt sind.
    Nach deren Angaben reduziert sich die Abdrift des Beizmittelstaubes um 90 %.
    Dies belegen vom JKI durchgeführte Geräteprüfungen.
    Die geprüften Nachrüstsätze stehen 2009 rechtzeitig zur Verfügung!


    Ich bin ja mal gespannt wann die ihre Leute davon informieren,das Clothianidin nicht mehr zuglassen wird.
    Gruß
    Helmut

  • Wenn die die Maschinen nachrüsten können, dann wird Clothianidin wieder zugelassen :evil: Das war doch der Hauptgrund, weswegen die Zulassung ruhte, weil die Abdrift von Beizstäuben nicht verhindert werden konnte.


    Oh weh, da kommt noch was. Bringt die Bienen weg.


    Bernhard

  • Hallo zusammen,
    ich lese aber auch, dass als Maßnahme auch die Fruchtfolge vorgeschrieben, und nicht nur empfohlen, wird. Aber als Notstandsmaßnahme wird die Chemiekeule freigegeben. Bei uns Imkern wird bei starkem Befall noch immer gern Perizin verwendet, zumindest in unserem Verein und es wird geschwefelt, was das Zeug hält. Gibts da einen Unterschied? Oder sehe ich das zu blauäugig?
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo


    Was wäre wenn die bauern 1Jahr oder zwei Jahre kein Mais anbauen in diesen Gebieten?


    Sondern statt dessen was anderes.


    Wäre dann der Maiswurm weg?

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo Ruben,
     
    als ich den Beruf des Landwirten erlernte (um 1970), war eine Fruchtfolge selbstverständlich. Als Begründung gab es folgendes: Unterschiedlicher Bedarf an Nährstoffen und fruchttypische Schädlinge. Dies heist, dass viele Schädlinge auf eine Fruchtart spezalisiert sind und durch einen Fruchtwechsel, zwar nicht ausgerottet aber unter einer bestimmten Schadschwelle gehalten werden konnten. Und was soll ich sagen, es hat funktioniert, wenn gespritzt wurde dann gegen Unkräuter und Pilze.
     
    Somit als Kurzform der Antwort auf deine Frage: ja, es könnte helfen.
     
    Gruß
    Werner
    der alte Lehrbücher aus der Landwirtschaft wie einen Schatz hütet.

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger ()

  • Hi Ruben,
    ja,durch Fruchtfolge mit den nötigen Abständen.
    ABER :Industrielandwirte können gar nicht mehr zurück :
    1. Zu große Milchkuhmassen in riesigen Ställen,
    2. viel zu viel Gülle,
    3. diese Güllemengen können nur von Mais aufgenommen werden,
    4. selbst bei einmaligem Fruchtwechsel sind sie ruiniert(behaupten sie jedenfalls)
    5. Alle Gerätschaften sind auf nur diese eine Arbeitsweise zugeschnitten.
    Für diese Bauern müsste ein etwa 10 jähriges Sozialhilfesystem eingeführt werden,um jemals wieder Lebensmittel produzieren zu können.
    Begründung:Clothianidin hat eine Halbwertzeit von gut drei Jahren,nach mehreren jahren
    des Einsatzes auch bedeutend länger(Kanada,nach 3 Jahren noch 70 %)
    Um ungiftige Lebensmittel produzieren zu können braucht es also einige Zeit und enorme Finanzhilfen
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Markus,
    Ich glaube,das siehst du richtig.
    Einige von uns sind am 19.Januar in Berlin,ich hoffe,das wir da Genaueres erfahren.
    Ich bin die ganze Woche da,kann also frühestens am 26.1 berichten.
    Gruß
    Helmut

  • Bei uns Imkern wird bei starkem Befall noch immer gern Perizin verwendet,
     
    Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Bei uns in Lux sind jedwede Behandlungsmittel verboten, die Rückstände im Wachs machen. Das geschah bestimmt nicht auf drängen der Industrie. Gebt euch selbst das Verbot. Warum habt ihr ein DIB?

  • Hei,

    Zitat

    Warum habt ihr ein DIB?


    Weil der zumachen könnte, wenn die ganzen "ganz Alten" aufhören würden, die jenseits des Durchschnittsalters von 67,3 Jahren sind und den Hauptteil der MItglieder stellen....
    Der DBIB (der sehr viel kleinere Erwerbsimkerbund) hat heute ein Positionspapier veröffentlicht, was mich dazu nötigt, den Hut zu ziehen und ihnen Respekt zu erweisen, und ich hoffe sehr, daß der DIB mit dem neuen Chef ähnlich agiert.
    Auf der HP war es heute mittag noch nicht, aber -
    Herr Hederer, das sind die klaren Worte, auf die ich schon lange gewartet habe!:daumen::Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen