geliehener Bienenstock

  • Hallo Bienenfreunde,


    ich habe einen kleinen Schrebergarten, der sehr naturbelassen, ökologisch, bio oder was man noch so alles sagt, ist.
    Nun fragte der Vorstand unserer Anlage an, ob der Imkerverein einen Bienenstock hereinstellen könnte.


    Ich habe keine Ahnung von Bienenhaltung und Pflege, bin aber sehr pro Naturschutz eingestellt (deshalb hat er mich auch gefragt ;-). Es würde sich jemand vom Imkerverein um die Bienen kümmern.


    Meine Frage: Kann solch eine externe Behausung klappen?
    Ich habe überall viele Wildbienen-Nisthilfen aufgebaut und es werden noch mehr werden. Verträgt sich Wildbiene und Honigbiene?


    Sagt mir bitte, an was ich noch denken sollte.


    Sehr vielen Dank


    Amiga

  • Ich habe überall viele Wildbienen-Nisthilfen aufgebaut und es werden noch mehr werden. Verträgt sich Wildbiene und Honigbiene? Sagt mir bitte, an was ich noch denken sollte.
     
    Sehr vielen Dank
    Amiga


     
    Moin , Moin aus Hamburg,
    zunächst einmal herzlich willkommen :p_flower01:
     
    Das wichtigste ist, das Du die Aufstellung für nur maximal ein Jahr erlauben wirst........... :cool:
     
    (denn spätestens nach dieser Zeit brauchst Du den Platz für Deine eigenen Völker).
     
    Bienenhaltung beinhaltet eine extreme Suchtgefahr mit eigentlich keiner Aussicht auf Heilung.:wink:
     
    Daher würde ich als Pacht einen Ableger aushandeln, der nach der Abwanderung in Deinem Garten verbleibt.
     
    Bezüglich Deiner Solitärbienen brauchst du Dir keine Sorgen zumachen.Das genutzte Trachtangebot ist grundsätzlich verschieden. Honigbienen bevorzugen Massentrachten und Solitärbienen sind eigentlich alles Nahrungsspezialisten.
    Falls Dich Details interessieren , kann ich Dir eine Arbeit von der Uni über dieses Thema schicken.Habe ich irgendwo in meinen Unterlagen, weil es einen meiner Bienenstände einmal selbst betroffen hat.
     
    Ansonsten freue Dich auf die kommende Gartensaison und halte Augen und Ohren offen.
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Amiga
     
    und ein herzliches Willkommen, hier im Forum.
     
    Natürlich kannst du einem solchem Vorhaben zustimmen. Es gibt aber trotzdem einige Punkte zu beachten.
     

    • Sind deine Parzellennachbarn auch einverstanden ? Gerade fliegende Insekten können nachbarschaftlichen Ärger erzeugen.
    • Hast du auch genug Platz ? Ein paar Meter Fluglinie sollten die Damen schon ungestört haben.
    • Hast du Allergien gegen Bienenstiche ? Ein Stich kann dann schon Übel sein.

    Wenn du die Fragen mit "Ja/Ja/Nein" beantworten kannst, steht einem Einzug der Honigsammler nichts im Wege.
    Du mußt nur davon auch ausgehen, das der Imker auch mal unangekündigt erscheint und auch zu Zeitpunkten, wo du nicht anwesend bist. Er braucht freien Zugang zu den Bienen. Er entscheidet, wann an den Bienen gearbeitet wird. Es gibt Zeiträume, die er einhalten muß, um an den Bienen zu arbeiten.
     
    Gruß
    Andy
     
    Übrigens.... Bienenhaltung ist wirklich ansteckend.

  • Hallo Amiga (klingt weiblich...???), willkommen im Forum.


    Das Bienen-Suchtfaktor-Enzym (bekannt als BSE) ist hochgradig ansteckend.
    Es beginnt mit einem leisen Summen in den Ohren bei Annäherung an den Bienenstock. Darauf folgt ein zwanghaftes Deckelanheben und ein leicht starrer Blick mit darauffolgender Duftsensation.
    Machmal erreicht einen unterschwellig noch der Eindruck einer Injektion mit anschließendem Juck-Gefühl (viel intensiver als Fußpilz!).:Biene:
    Zu dem Zeitpunkt ist es für eine Heilung bereits zu spät.:-(


    Die einzige Überlebensstrategie ist das "Symbiosetraining".
    Also zukünftig mit den Bienen zu leben.
    Zur langsamen Anpassung mit dem Leihvolk beginnen.
    Dann erweitern auf 2 - 3 - 4 - 5 ........ eigene Völker.


    Von da an helfen dann auch keine Ersatzdrogen mehr... :cool::daumen:


    Und dann andere infizieren... :cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo ihr
    danke für die Begrüßung. Ihr seid ja lustig, mir eine Ansteckung zu prophezeien! Ich hab doch keinen blassen Schimmer vom Imkern. :roll:


    Aber natürlich hätte der Imker einen Schlüssel und kann jederzeit herein, auch wenn ich nicht da bin.


    Die Nachbarn werden um eine Unterschrift gebeten, so wie ich die kenne, werden sie nichts dagegen haben, sie sind kaum anwesend.


    Allergisch bin ich nicht gegen Bienenstiche, nur bei Wespengift, glaub ich.


    Also ein paar Unterlagen würden mich brennend interessieren, obwohl ich ja mit der Pflege nichts zu tun haben werde.


    Mir bereitet das Nahrungsangebot ein wenig Sorge. Ich versuche, möglichst viel Blüten und Blumen und auch Wildkräuter zu pflanzen, habe auch eine Liste beliebter Gerichte.
    Allerdings werden in unserer Anlage immer mehr Obstbäume gefällt wegen angeblich zu engen Grenzabständen. Da sollten nun in meinem Garten zwei alte Bäume raus. Soviel Blumen kann ich gar nicht pflanzen, um die Apfelblüte zu ersetzen. Außerdem steht dann gar nichts Kroniges mehr im Garten. Ich werde nichts fällen und mich wehren, allerdings auf die Gefahr hin, dass ich den Garten verliere.


    In meinem früheren Garten hatte ich einmal einen Faulbaum. Ich hatte den Eindruck, dass die Bienen ihn lieben, denn es war den ganzen Sommer ein einziges Summen ihn ihm. Ist Faulbaum wirklich so ergiebig für Bienen? Ich habe nämlich schon zwei Stück bestellt.


    Nochmal sänks für die Antworten und - ja ich bin eine Frau.:-D


    Amiga grüßt

  • Guten Morgen
     
     
    Jeder Imker hat ohne blassen Schimmer angefangen und man braucht nicht glauben, das man nach ein paar Jahren perfekt ist. Jedes Volk ist anders und das Jahr für Jahr. Die Natur läßt sich nicht in genaue Bahnen drängen.
     
    Jetzt hast du die Möglichkeit, dich mit Bienen zu beschäftigen und dein Imkerpate kommt sogar frei Haus. Du siehst die Arbeit am Volk und kannst ja dann immer noch entscheiden, ob es eine Bereicherung für dich ist, oder nicht.
    Selbst wenn du in einer Mietwohnung lebst, kannst du dir die Bienen im Garten halten. Etwas Platz für ein wenig Gerätschaften findet sich und wenn du in einem Imkerverein bist, kannst du die vorhandenen Geräte auch nutzen (z.B. Honigschleuder).
     
    Hier im Forum kannst du dich schon mal informieren und etwas einlesen. Unter der Rubrik "Bienenweide" findest du viele Info´s über Pflanzen, die viel Nektar und Pollen erzeugen.
     
    Einen schönen Sonntag noch
     
    Gruß
    Andy

  • Hallo Zusammen, hallo Amiga,

    Amiga schrieb:

    Aber natürlich hätte der Imker einen Schlüssel und kann jederzeit herein, auch wenn ich nicht da bin.

    Dreh den Spieß doch rum: Mach zur Bedingung, dass Du immer dabei sein kannst, wenn er seine Bienen bearbeitet. :)
    Wenn er was taugt, geht er drauf ein und nimmt sich die Extra-Zeit. Und Du hast einen tollen Imkerkurs.
     
    Zur Bienenweide:
    Was in Deinem kleinen Garten passiert, ist für die Ernährung Deiner Bienen nicht von entscheidender Bedeutung. Bienen sind hervorragende Flieger und ihr Sammelradius beträgt ca. 3 Kilometer.
    Und ja: Faulbaum ist eine herrliche Nektarpflanze, die im Jahr sogar zweimal blüht.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • ...Also ein paar Unterlagen würden mich brennend interessieren, obwohl ich ja mit der Pflege nichts zu tun haben werde.


    Mir bereitet das Nahrungsangebot ein wenig Sorge...
    ...Ich habe nämlich schon zwei Stück bestellt.


    :roll:Ohgootogott - zu spät!


    Du bist bereits infiziert.


    Ich tippe mal auf Tröpfcheninfektion?!
    Honig-Tröpfchen, Met-Tröpfchen... :lol:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hi,


    Allergisch bin ich nicht gegen Bienenstiche, nur bei Wespengift, glaub ich.


    die Giftinhaltsstoffe sind weitestgehend das Selbe bei Biene und Wespe.
    Wie definierst du "Allergisch" bei dir?
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ach du liebes Bisschen,
    infiziert? zu spät? ist es schon unheilbar?


    Spaß beiseite, also die Bieneritis hab ich schon, seit ich die ersten Nisthilfen für Wildbienen aufgestellt habe.


    Der Gedanke an Imkerkurs inclusive ist mir noch gar nicht gekommen, aber ihr habt eigentlich recht. Was braucht man denn so an Zeit für diese Sache, also jetzt mal minimum?


    Die Allergie - ich weiß gar nicht, ob es wirklich Allergie ist, hat mich schon lang keine Wespe mehr gestochen. Als junges Mädchen hats mich mal flachgelegt, Kreislauf und so...aber habs gut überstanden.


    Schönen Sonntag noch...


    Gruß
    Amiga


  • Die Allergie - ich weiß gar nicht, ob es wirklich Allergie ist, hat mich schon lang keine Wespe mehr gestochen. Als junges Mädchen hats mich mal flachgelegt, Kreislauf und so...aber habs gut überstanden.


    Ja das klingt schon bedenklich. Allergietest machen, wie schon an geraten.
    Wenn sich dann doch herrausstellen sollte, dass du wirklich allergisch reagierst wäre das zwar tragisch aber nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium für die Imkerei. Es wird halt nur bissel gefährlicher und aufwendiger.
    Wir haben hier im Forum auch einige Imker mit Bienengiftallergie.
    Schau dazu auch hier mal vorbei http://imkerforum.de/forumdisplay.php?f=33 . Zumindest sollte man damit wohl nicht spaßen :)
    Olli der hofft das du keine hast

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Amiga
     
    Was du an Zeit für deine Bienis investieren willst, kann ich nicht sagen. Wenn du einiges an Zubehör (z.B. Bienenwohnungen) selber bauen kannst, sparst du dir evtl. Geld, aber brauchst viel Zeit.
    Wieviel Zeit du für die Bienen brauchst, kann man dir schon sagen. Als Anfänger rechne ich mal so um die 25 Stunden/Volk im Jahr. Später wirst du mit 15 Stunden auskommen.
     
    Bei mir wird die meiste Zeit mit der "Imkernebensache" gebraucht. Wachs reinigen, Kerzen ziehen oder gießen, bemalen oder Mittelwände einlöten.
     
    Such dir doch mal einen Imkerverein in deiner Gegend und schau doch mal wertfrei vorbei. Mitgliedschaften sind recht günstig und die Lehrgänge in den Vereinen meist kostenlos. Schau aber, das es sich um einen Lehrbienenstand oder größeren Verein handelt. Nicht nur um einen Imkerstammstisch e.V.
    Oft bekommst du nach einem Anfängerlehrgang ein Jungvolk geschenkt.
    Frag doch einfach mal deinen zukünftigen Bieneneinsteller.
     
    Sicherheitshalber laß einen Allergietest machen. Es gibt auch sog. Notfallset´s, die nach einem Insektenstich Anwendung finden.
     
     
    Gruß
    Andy

  • Hallo Amiga,


    zur Allergie wollte ich nur sagen: Bin Imkerin und habe selber eine Wespengiftallergie, aber KEINE Bienengiftallergie. Die Gifte sind etwas unterschiedlich. Testen beim Arzt ist aber am sichersten. So kann man dann auch mit Ruhe und Gelassenheit an die Bienen gehen.


    Viel Spaß in Deinem ersten Bienenjahr


    Brigitta