Segeberger Beuten angenagt...

  • Hallo,


    ich war heute bei meinen Bienen (das erste mal seit der Einwinterung) und musste feststellen das bei allen Beuten an beiden Standorten die Böden angenagt wurden (ich tippe auf Mäuse).


    Bei den Stehr-Beuten haben sie an jeder Beute ein paar Testbisse gemacht, kein wirklicher Schaden.
    Bei den "Original Segebergern" haben sie allerdings richtig dran rumgefressen, da ist bei einer Beute sogar ein richtiger Tunnel durch den das Flugloch um gute 3 Millimeter erweitert wurde.


    Beim durchs Flugloch schielen habe ich aber keine Maus gesehen.


    Ich habe dann an jede der eiskalten Beuten mal mein Ohr gedrückt (zum Glück bin ich nicht dran festgefroren!) und es war überall ein gleichmäßiges, ruhiges Gesumm (eher Gemurmel) , kein Tumult zu hören.


    Soll ich nun die Völker aufmachen um sicherzugehen, oder lieber nicht?


    Eigentlich würde ich die Deckel lieber drauflassen...



    Eins ist mir jetzt schon klar, mir kommt nur noch Stehr ins Haus, werde beim nächsten Besuch mal die Kamera mitnehmen damit Ihr Euch mal ein Bild machen könnt.


    Kalten Gruß,


    Andreas

  • hallo andreas,
    wenn Segeberger aus Styropor sind, dann sind es Mäuse. Habe es erlebt wie diese Styropor fressen. Insofern weisst du nicht ob eine schon drin ist. Ich glaube zwar wie Uwe nicht, aber wissen ist besser, meinst du nicht?!:daumen:
     
    mimis

  • Hallo Andreas,
    bei mir sind die Mäuse von oben durch die styroporabdeckung in die Holzbeuten gekommen,unglaublich großer Fraßgang,
    durchs Flugloch ist aber nichts zu erkennen,
    die Maus hat es sich im unteren Rähmchenbereich gemütlich gemacht.(macht sie immer)
    Selbst wenn ein ganz kleines Bienenvölkchen überleben sollte! ,sollte ?
    Wegen des Gestanks haut der mickerige Rest mit Sicherheit im Frühjahr ab.
    Alle Rähmchen kannt du nur noch verbrennen,weil da kein Bienchen mehr ran geht.
    Gegen Uwes Rat(und der hat richtig Ahnung)würde ich nachschauen,deine kurze Störung ist auf jeden Fall besser als ne Maus durchzufüttern und das Volk zu verlieren.
    Auf jeden Fall kannst du besser schlafen.
    Wenn du jetzt ein Gitter vors Flugloch machst,sperrst du die Maus(wenn sie drin ist) ein.
    Gruß
    Helmut

  • Ich war gerade nochmal bei den betroffenen Beuten um Fotos zu machen, habe dabei dann noch gleich die Schubladen kontrolliert und es hat mich fast umgehauen!


    Die sind bei 2 Beuten voll mit Flügeln, und bei der 3. Beute ist unglaublich viel Kot drin, vermutlich Mäusekot, es ist ca. 1/4 der Fläche damit bedeckt, bis zum Rand :(


    Das sind also die hälfte meiner Beuten die da nun betroffen sind, ich bin ziemlich geknickt.


    Wenn ich herausbekommen habe wie ich die Fotos (mußte die ja unbedingt in RAW aufnehmen) in betrachtbare Form bekomme poste ich die sofort (Da ich mich erst seit Weihnachten mit der Knipserei beschäftige wird das ein paar Tage dauern - momentan zickt Photoshop noch rum).


    UPDATE: Ich habe die Fotos Konvertiert, die Dateien sind ziemlich groß geraten.. wie poste ich die denn nun hier?


    Gruß,


    Andreas

    Besten Gruß, Andreas

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  • Hallo


    Spitzmäuse kommen zum Essen, die Flügel bleiben zurück.


    Feldmäuse ziehen gleich mit Sack und Pack ein,
    natürlich auch mit WC.


    Wenn es schon so dramatisch ist, nimm eine zweite Person mit,
    und kippe die Beute über dem Boden ab damit einer unten reinschauen kann.


    Gitter nicht vergessen mitzunehmen und auch anbringen.


    Gruß Uwe

  • Hallo Andreas,


    das sind ja keine schönen Bilder mit zweierlei Nagern.
    Beim Bild "Drama" ist es Spitmaus, die du mit einem Gitter aussperren könntest (Sie kommt nur nachts zum fressen).
    Bei den anderen Bildern ist vermutlich eine Brand- oder Feldmaus verantwortlich, die sich ihr Nest, so du es nicht auf dem Gitterboden findest, auf den Unterträgern der Waben zurecht gerückt hat. Die dürfte dort wohnen, wofür das eingeschleppte Nistmaterial spricht. Hier solltest du unbedingt die entsprechenden Beuten ankippen und die Maus liebevoll fragen, ob sie nicht umziehen möchte.
    Gruesse
    seb

  • Hallo Andreas,
    schade dass es so gelaufen ist. Tipps zur Soforthilfe hast du ja bereits erhalten.
    Ich versuche mal den Fehler zu entdecken, damit du ihn in der Zukunft vermeiden kannst: Wenn ich es richtig sehe, hast du zur Einengung des Flugloches Schaumstoff reingestopft. Ohne weitere Sicherung ist es für eine Maus keine große Herusforderung diesen zu fassen und herauszuziehen. Also, entweder ein passendes Stück Holz oder den Schaumstoff mit Gitter schützen.
    Die Idee mit dem gebogenen Mäusegitter, dass dann nur ins Flugloch gesteckt wird, finde ich allerdings Klasse. Das werde ich für die nächste Saison umsetzten. Die Fummelei mit den Reiszwecken nervt mich!
    Ich wünsch dir, dass du deine Mäuse los wirst, und die Bienen trotzdem üerleben.
     
    Gruß
    Werner

  • Moin, Werner,

    Zitat

    Die Idee mit dem gebogenen Mäusegitter, dass dann nur ins Flugloch gesteckt wird, finde ich allerdings Klasse. Das werde ich für die nächste Saison umsetzten. Die Fummelei mit den Reiszwecken nervt mich!


    Ich kann dir aus Erfahrung versichern, daß das ohne Reißzwecken/Pinwandnägeln auch nix nützt, ich muß meine trotzdem noch festtackern, weil Meisen/Eichelhäher/Elstern/Krähen sehr ausdauernd dran rumzumpeln - Mäuse schaffen es allerdings nicht, die rauszuziehen/drücken, Ratten schon.:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
     
    du kannst einem ja jede Freude versauen:wink:, aber du magst Recht haben.
    Da das Biegen mit einer entsprechenden Vorrichtung recht einfach sein müsste, und mindestens das Anbringen einfacher sein sollte, werde ich biegen, was das Zeug hält.
     
    Gruß
    Werner

  • Hallo,
     
    ich kann bei dem Thema ( leider ) nicht mitreden, weil ich noch nie Probleme mit Mäusen hatte ( warum weis ich auch nicht:confused: ).
     
    Aber könnten die Windeln nicht auch ein ausschlaggebender Punkt sein warum sich eine Maus in der Zarge einnistet?
     
    @ Wabenklau: Warum hattest du die Windeln so lange drin?
     
    Ich denke mal ohne Windel und mit Gitterboden ist es doch schon mal eine Nummer ungemütlicher für ne Maus wenn sie andauernd kalte Zugluft von unten hat...
     
    Viele Grüße
    Michael

  • Nabend,


    also die Windeln habe ich dringelassen weil mir gesagt worden ist das es für die Bienen so besser wäre, es würde sonst von unten schnell zu kalt, und es würde im Frühjahr Kalkbrut geben.


    Heute bin ich schweren Herzens los und habe das Volk (einzargig eingewintert) geöffnet in dessen Windel der große Haufen Mausedreck war.
    Darin war ein Nest aus jeder Menge Laub, das sich am Boden befand, und sich zwischen zwei Waben bis etwa zur hälfte der Höhe der Beute hindurchzog.


    Immerhin waren in allen Beuten noch Bienen am Leben, ein kleiner Lichtblick denn ich hatte schon befürchtet das die Raubtiere da Kahlschlag gemacht hätten, kaum machte ich einen Deckel auf, schon ertönte ärgerliches Summen.


    Leider habe ich die Maus nicht gefunden, ich hatte so gut es ging (war alleine) das Laub beseitigt.


    Die Bienen hingen in einer kleinen Traube ganz vorn an der Beutenwand, die Maus hatte sich im hinteren Bereich eingenistet.
    Leider waren die Bienen extrem unruhig, so das zahlreiche Bienen auf dem Todesfalz ihr Leben liessen (ich bekam sie einfach nicht dort runter, jedesmal wenn ich sie heruntergefegt hatte, und die Zarge aufnahm, saßen sie wieder auf dem Falz).
    Ankippen hat leider nicht funktioniert, denn die Zarge war gut voll mit Honig, trotz der Maus... Sprühen wollte ich auch nicht, weil ich davon ausging das ein besprühen bei Minusgraden einem Todesurteil gleichkommen würde.


    Bei den anderen Beuten, die beide vermutlich von Spitzmäusen befallen wurden, hatte ich nur hereingeleuchtet und auch dort keine Maus vorgefunden. Auch dort habe ich dann die gesamte Breite des Flugloches mit Drahtgitter verschlossen.


    Nun kann ich nur hoffen das alles gut geht.


    Hat jemand Erfahrung mit den hölzernen Fluglochkeilen für die Stehr Beuten? Weil an meinem anderen Standort habe ich nur diese in den Fluglöchern, und bisher noch keine Probleme gehabt...
    Ich überlege ob ich auch dort lieber Drahtgitter davormachen soll.


    Das der Winter so stressig werden würde hätte ich mir nicht träumen lassen.


    Gruß,


    Andreas


    PS: Die Drahtsperren die sich schon in der einen hälfte des Flugloches befanden musste ich mit dem Stockmeißel lösen, ich benutze die Fertig gekauften, vielleicht liegt das daran? Jedenfalls glaub ich kaum das an meinen Beuten ein Vogel einfach so die Drahtsperren hätte abrupfen können.

  • Hei, Andreas,
    Kalkbrut kriegst du nicht von "kaltem Bienenhintern", sondern dann stimmt die Genetik nicht, und es muß auch gleichzeitig auch noch naß sein - Ligustica sind im warmen Süden fast nie mit Kalkbrut zu finden, hier im kalten und gewöhnlich nassen Norden häufig.
    Wenn dir jemand sowas erzählt, frag erst uns nochmal, bevor du es glaubst.:wink: 
    Es sind Märchen im Umlauf, da stellen sich einem die Nackenhaare hoch....und die armen Anfänger glauben das alles.:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen