Ableger und Kellerhaft?

  • Hallo,
    ich habe vor im nächsten Jahr mit der Königinnenzucht anzufangen die Schlupfreifen Zuchtzellen will ich dann in Ableger einhängen.

    Da gibt es nur ein Problem mir stehen nur zwei Standorte zur Verfügung diese sind grade mal 1,5 Km Luftlinie auseinander wenn ich also die Ableger an stand A bilde und nach B bringe werden die doch wahrscheinlich zurück fliegen (zuminderst die Flugbienen).

    Da ich aber meine Ableger aus dem Pflegefolk für die Königinnen machen werde haben diese ja wahrscheinlich fast nur Flugbienen, die meiste anfangs vorhandene Brut ist ja schon geschlüpft. :-(


    Wie schaffe ich es dennoch, dass bei einer Verstellung von nur 1,5 Km die Flugbienen erhalten bleiben? :confused:


    Vielleicht mit einer Kellerhaft? Aber verbrausen die sich da nicht und wie lange müsste eine solche Kellerhaft mindestens dauern?


    Was sind diesbezüglich eure Erfahrungen? :-?
     
    PS. Die Suchfunktion habe ich schon befragt, leider keine für mich passenden Ergebnisse.

    Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.
    Vielen Dank im Voraus

    Grüße Stefan

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Stef () aus folgendem Grund: Enderung

  • Vergiss doch die Ableger.
    Kunstschwärme eine Nacht in den Keller, Königin im Schlupfkäfig dazu, am neuen Standort in Beuten einlogieren.
    Tausendfach praktiziert, und hier im Forum schon oft besprochen.
    Die bauen ihr Wabenwerk neu, starten voll durch und gut ist.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Fröhliche Weihnachten, Michael,
    da steht aber

    Zitat

    ich habe vor im nächsten Jahr mit der Königinnenzucht anzufangen die Schlupfreifen Zuchtzellen will ich dann in Ableger einhängen.


    Da wären KS nicht so toll...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Michael,


    und was soll hierbei die eine Nacht Kellerhaft bringen?


    Bei mir wars so:


    Kunstschwarm gebildet aus verschiedenen Völkern,


    die Bienen wurden auf einem Schrägbrett vor eine neue Beute geschüttet oder gekehrt
     
    in der neuen Beute befanden sich die zugekaufte, begattete Königin unter Zuckerteigverschluss, die ganze Beute (1-zargig) war mit frischen Mittelwänden aufgefüllt
     
    in der Mitte steckte eine Wabe mit offener Brut als Varroafangwabe, diese wird bei vollständiger Verdeckelung herausgenommen und in ein Altvolk gegeben


    die abgekehrten Bienen zogen vorne durch das Flugloch ein und konnten sofort ihre Mama freifressen.


    Der Kasten wurde eine Nacht am Bildungsort stehengelassen, ganz spät abends die Fluglöcher verstopft, und am anderen Morgen an einen anderen Standort verstellt. Vor dem Öffnen der Fluglöcher habe ich diese mit Thujazweigen verdeckt, sodaß die Bienen sich neu orientieren mußten.


    Fütterung ab dem nächsten Tag mit Invertzuckersirup.


    Die Mittelwände wurden alle schnell und super ausgebaut, das Brutnest wurde sehr schön und gleichmäßig angelegt.


    Die Varroabehandlung erfolgte mit Ameisensäure, und im Winter eine Restentmilbung mit Oxuvar.


    edit: auch ich habe gerade nicht aufgepaßt. Ja,ja, ich weiß, bin schon jenseits der 30, da klappts nicht immer!
    Aber da tut sich ein interessanter Gedanke auf: man könnte ja auch einfach KS bilden und in jeden KS eine Schlupfzelle einhängen?

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo zusammen,
    meine Fragen wurden beantwortet.
    Vielen Dank Sabi(e)ne für die schnelle Antwort.
    Diese Methode gefällt mir sehr gut, werde sie im nächsten Jahr gleich mal ausprobieren. :daumen:

  • Es gibt doch in Imkergeschäfte Transportkästen für Bienen,die bestehen:Biene:
    aus Holzrahmengestelle,welche überwiegend mit feinem Maschendraht
    verkleidet sind. Der Deckel ist aus Speerholz.Ober ist ein Schlitz für den
    Trichter.Der Deckel wird an den Seiten mit Klappschanieren befestigt.Mit
    dem Trichter der in den oberigen Schlitz gut passen muß,werden die
    Bienen eingefegt.Wenn genug Bienen eingefegt wurden,wird der Trichter
    abgenommen und der Schlitz mit einem Deckel verschlossen.Die Bienen



    werden abgestoßen.Der Deckel wird nur soweit geöffnet ,daß ein Futterteichklotz von 500 gramm reinpaßt.Der Futterteich wird hinein-
    geworfen und der Schlitz oben verschossen.Die Bienen kommen in den
    Keller.Nach 24 Stunden werden die Bienen an den neuen Stand gebracht
    und versorgt.Die Königin wird etwas mit Wasser bespritzt und dann wenn
    die Bienen sich vorher beruhigt haben,zugesetzt.

  • Hallo hugohartmann,
    diese Methode nennt man Kunstschwarm man macht Kunstschwärme um z.B. kranke Völker zu erneuern. (Ein Kunstschwarm fängt einen komplett neunen Wabenbau an und kann gut mit Oxsalsäure oder anderen mittel für Brutfreihe Völker gegen die Varroa behandelt werden.
    Zur Bildung sollten es im Frühjahr 2 kg Bienen sein, ist es schon etwas später im Jahr nimmt man dann schon mal 2,5 bis 3 Kg Bienen um noch ein Einwinterungsfähiges Volk zu bekommen.


    Aber zu diesem Thema brauche ich eigentlich ja gar nicht mehr zu schreiben wurde ja alles schon tausendfach durchgekaut. :-(






    Aber nur für denn fall das hier jemand denn Titel meines Themas nicht gelesen hat:
    Mit einem Ableger hat der Kunstschwarm überhaupt nichts zu tun! :roll:



    Das die Bienen eines richtig gebildeten Kunstschwarms nach ein zwei tagen Kellerhaft nicht mehr zurückfliegen ist auch klar ein Naturschwarm macht das schließlich auch nicht. :wink: