Abwahl die 2.te ...

  • Liebe Mitglieder des DIB.


    Mich hat das Auftreten einiger Landesfürsten auf der außerordentlichen Tagung teilweise schockiert. Ebenso waren Aussagen für mich schockierend, wie zum Beispiel "Sicherung der Ernährung". Diese Formulierung ist in der Chemie- und Gentechnikindustrie weit verbreitet, siehe: =204757&tx_ttnews[backPid]=323&cHash=9dad5daa33"]http://www.gabot.de/index.php/News-Details/52/0/?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=204757&tx_ttnews[backPid]=323&cHash=9dad5daa33


    Daher kommt es mir in den Sinn, ob man nicht seinen Landesvertreter folgende Fragen stellt:


    1.) Wie stehen Sie zum Thema Pflanzenschutzmittel?
    2.) Wie stehen Sie zum Thema Genetisch Veränderte Organismen?
    3.) Was werden Sie zu diesen beiden Themen in Zukunft unternehmen?


    Aus den Antworten sollten die Imker, die Kreis- und Ortsvereine selbst ersehen, ob man nicht eine 2.te Abwahlrunde auf Landesebene durchführen sollte?


    :u_idea_bulb02:


    Gruß
    Bernhard

  • Was kann man denn gegen Mitglieder in den Ortsvereinen machen, die ähnlich lästerlich argumentieren? Müsste man da jetzt nicht eine übergreifende Satzungsänderung durchsetzen um diese zu exkommunizieren? Es bleiben viele Fragen in der neuen Weltordnung. Gruß Simon

  • Noi, noi, des glaub J net, ausgerechnet bei Euch, Mr. Bumble.
     
    Bei uns war niemand betroffen, aber alle stehen dahinter, thank good,
    Blödschwafelei, beiseite.
     
    Bernhard, was wird man untenehmen, um die Nahrungsgrundlage zu verbessern, wie stehen Sie dazu?
     
    Existenzielle Frage.
     
    Alle drei Sachen gehören zusammen.
    Verwoben, verstrickt, verbunden.
     
    Die Landwirtschaft muß zurück zu einem Maß aller Dinge.
    Bio, kann ich draufan auch nicht mehr hören.
    Vernunft, würd alles sagen, Menschenverstand, wenn es den bloß geben würde.
     
    Schönen Aufdnacht

  • Was kann man denn gegen Mitglieder in den Ortsvereinen machen, die ähnlich lästerlich argumentieren?


    Ist es das Gleiche, wenn a. ) Mitglieder auf unterster Ebene lästerlich argumentieren oder b.) verantwortungsvolle und entscheidende Positionen mit "lästerlich Argumentierenden" besetzt sind?


    Als demokratisch gewählter Vertreter sollte man in erster Linie die Mehrheit vertreten und nicht seine eigene Meinung. Und genau das sollte nochmals geprüft werden: vertreten die Verantwortlichen auf Landesebene tatsächlich die Mehrheit?


    Ich kann damit leben, wenn die Imker eines Bundeslandes ihren Landesvertreter wählen und dabei wissen, was er so von sich gibt. Das ist halt so in der Demokratie, da gibt es eben auch andere Stimmen.


    Ich finde jedoch, dass eine Überprüfung nicht schaden kann, ob der eigene Landesfürst auch die Mehrheit vertritt... :wink:


    Ich will niemanden etwas böses, aber alles Gute für die Zukunft.


    Gruß
    Bernhard

  • Als demokratisch gewählter Vertreter sollte man in erster Linie die Mehrheit vertreten und nicht seine eigene Meinung.

    Moin Bernhard,


    weil Du einer der Wenigen bist, die das begriffen haben :liebe002:


    Das Ziel kann nur die unaufgeregte und sachliche Information der Vertretenen sein. Denn dann wählen die schon ihre Vertreter. Deshalb ist es wichtiger Briefe an Imker zu schreiben als an Funktionäre. Solange der massenhafte Gartentorimker noch das Bienensterben leugnet, weil er um seinen Kunden bangt, ist garnichts in Bewegung, außer heißer Luft.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...Als demokratisch gewählter Vertreter sollte man in erster Linie die Mehrheit vertreten und nicht seine eigene Meinung. Und genau das sollte nochmals geprüft werden: vertreten die Verantwortlichen auf Landesebene tatsächlich die Mehrheit?
    ....


     
     
    Sorry, auch wenn es noch so schön klingt, diese Satz ist Unsinn!
     
    Wie soll denn das praktisch funktionieren?
     
    Herr Maske hätte bestimmt nie einen Brief geschrieben, er hätte nämlich zuerst die Landesvorstände nach ihrer Meinung fragen müssen. Diese hätten dann die Wahlkreisvorstände befragt, die ihrerseits wieder bei den Ortsvorsitzenden eine Mitgliederbeftragung in Auftrag gegeben hätten....
     
    Auf der höchsten Regierungsebene unserer Republik gilt Art. 38 der Grundgesetzes: ....Der Abgeordnete..ist nicht an Weisungen gebunden ... und nur seinem Gewissen unterworfen.
     
    Das gilt doch sinngemäß für jeden Vertreter. Die Mitglieder müssen vor der Wahl fragen, welche Meinung zu wichtigen Fragen ein Kandidat hat. Dann müssen sie ihre Entscheidung treffen und denjenigen wählen, von dem sie sich die beste Vertretung ihrer Interessen versprechen.
     
    Wenn eine Entscheidung des so gewählten Vertreters den Mitgliedern nicht passt, dann müssen sie einen neuen Vertreter wählen.
     
    Insgesamt war das hier alles ein gutes Beispiel für eine funktionierende Demokratie.

  • Hallo Wulle,



    Sorry, auch wenn es noch so schön klingt, diese Satz ist Unsinn!
     
    Wie soll denn das praktisch funktionieren?



    :confused:



    Na so natürlich:


    Die Mitglieder müssen vor der Wahl fragen, welche Meinung zu wichtigen Fragen ein Kandidat hat. Dann müssen sie ihre Entscheidung treffen und denjenigen wählen, von dem sie sich die beste Vertretung ihrer Interessen versprechen.


    Die Mitglieder müssen vor der Wahl fragen, welche Meinung zu wichtigen Fragen ein Kandidat hat.


    Anregungen für solche Fragen habe ich weiter oben gegeben.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Bernhard,
     
    dann sind wir uns ja einig und es war wohl nur eine ungeschickte Formulierung.
     
    Ein gewählter Vertreter vertritt in erster Linie die eigene Meinung. Im Idealfall entspricht diese Meinung der mehrheitlichen Meinung der Mitglieder, weil diese darauf geachtet haben wen sie als Vertreter vorschicken. Selbstverständlich ist es einem Vertreter immer erlaubt bzw. sogar in gewisser Weise Verpflichtung, ein offenes Ohr für die Mitglieder zu haben und deren Meinung in die eigenen Entscheidungen und die eigene Meinungsbildung einzubeziehen.
    Das Allerletzte was ich will ist aber ein Vertreter, der gegen seine eigenen Überzeugungen das Fähnlein in den Wind hängt oder gar keine eigene Meinung hat!
     
    Vielleicht war ja die Wahl Peter Maskes kein Zufall sondern die logische Folge aus einer überlegten Wahl.
    Das Abstimmungsergebnist zeigt doch, dass die Mehrheit der Mitglieder hinter Herrn Maske steht, dass seine Meinung also die Mehrheitsmeinung ist. Wer diese Meinung nicht unterstützt, der muss in einer Demokratie versuchen eine Mehrheit für seine Ansichten zu gewinnen, sich der Mehrheit beugen oder die Konsequenzen ziehen und sein Amt abgeben. Und genau das ist doch geschehen. Die Beiräte wollten den Kurs des Präsidenten nicht mitgehen und sind zurückgetreten. Andere wollten mit einer Abwahl einen anderen Kurs durchsetzen. Beides muss in einer Demokratie erlaubt sein.
     
    Jetzt sind die Fronten erstmal geklärt und díe Richtung für eine gewisse Zeit festgelegt.

  • Ein gewählter Vertreter vertritt in erster Linie die eigene Meinung.

    Das ist so, wenn sich keiner an der Sache beteiligt und folglich keine Meinung existiert. Ein Vertreter hat die Meinung der Vertretenen zu vertreten. Wenn das seine eigene ist, mach's ihm das leichter. Vertritt er seine eigene Meinung und paar folgen ihm, dann ist er der Führer und der Rest ist seine Gefolgschaft. Im Gefolgschaft-sein bin ich ganz schlecht.


    Ntürlich ist in einem Verein ein Vorstand auch Mitglied und darf genauso an der Meinungsbildung teilhaben wie ich und Du (so Du Mitglied bist). Nur darf er seine eigene Meinung nicht Kraft Amtes bevorzugen.


    Das müssen viele erst mal verinnerlichen. Ein Geschäftsführer führt im Sinne der Gesellschafter, ob er Spaß dran hat oder nur das Gehalt und ein Vorstand tut das selbe. Notfalls nur aus Ehre.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Das ist so, wenn sich keiner an der Sache beteiligt und folglich keine Meinung existiert. Ein Vertreter hat die Meinung der Vertretenen zu vertreten. Wenn das seine eigene ist, mach's ihm das leichter. Vertritt er seine eigene Meinung und paar folgen ihm, dann ist er der Führer und der Rest ist seine Gefolgschaft. Im Gefolgschaft-sein bin ich ganz schlecht.
     
    Ntürlich ist in einem Verein ein Vorstand auch Mitglied und darf genauso an der Meinungsbildung teilhaben wie ich und Du (so Du Mitglied bist). Nur darf er seine eigene Meinung nicht Kraft Amtes bevorzugen.
     
    Das müssen viele erst mal verinnerlichen. Ein Geschäftsführer führt im Sinne der Gesellschafter, ob er Spaß dran hat oder nur das Gehalt und ein Vorstand tut das selbe. Notfalls nur aus Ehre.


     
    Hallo Henry,
     
    du kannst es noch so oft wiederholen, es ist und bleibt falsch!
    Ein gewählter Vertreter in einem Verein vertritt den Verein und dessen Interessen, nicht jedoch die Meinung der Mitglieder, sondern seine eigene, schon weil er die mehrheitliche Meinung seiner Mitglieder in Einzelfragen in der Regel überhaupt nicht kennt.
    Vor jeder Wahl stellen sich die Bewerber vor und erläutern, was sie im angestrebten Amt für Ziele verwirklichen wollen und welche Ansichten sie vertreten. Das ist im Verein nicht anders als bei politischen Ämtern. Wenn ein Vertreter zu allem zuerst die Meinung der Mitglieder erfragen müsste, dann wäre eine Vertretung überflüssig.
    Deshalb: AUGEN AUF BEI DER VERTRETERWAHL!
     
    Selbstverständlich darf sich ein Vereinsvertreter nicht einfach über Beschlüsse des Vereins, d.h. der Mitgliederversammlung hinwegsetzen, in diesem Ausnahmefall hat er tatsächlich das zu vertreten, was die Mehrheit festgelegt hat, jedoch nur, wenn er es rechtlich vertreten kann. Ist der Mehrheitsbeschluss rechtswidrig, ist er sogar verpflichtet anders zu handeln.
    Jeder Vertreter haftet ja auch für das was er tut. Hätte Herr Maske mit seinem Brief eine strafbare Handlung begangen, müsste er ja schließlich auch selbst die Folgen tragen, und nicht die Mitglieder.
     
    Dein Beispeil mit dem Geschäftsführer passt für einen gewählten Vertreter nicht so richtig! Der Geschäftsführer einer Gesellschaft ist zwar auch deren gesetzlicher Vertreter, er ist jedoch zugleich auch Angestellter der Gesellschaft und als solcher an Weisungen der Gesellschaft gebunden. Aber auch hier gilt: wenn diese Weisungen nicht mit geltendem Recht vereinbar sind, haftet der Geschäftsführer für das was er tut persönlich und sollte eher das Amt niederlegen als das Tun, was die Gesellschafter ihm vorschreiben.

  • Und wenn sie nicht gestorben sind, dann drehen sie sich noch heute im Kreis....



    In der Zwischenzeit wäre es sinnvoll seinen Landesvertreter folgende Fragen zu stellen:


    1.) Wie stehen Sie zum Thema Pflanzenschutzmittel?
    2.) Wie stehen Sie zum Thema Genetisch Veränderte Organismen?
    3.) Was werden Sie zu diesen beiden Themen in Zukunft unternehmen?


    Die nächste Wahl kommt bestimmt und vielleicht kommt sie sogar durch einen Abwahlantrag. :wink:


    Bernhard

  • Ihr seid von einem fremden Stern. Zuerst ist man mal froh im Verein, wenn man einen Vorstand hat. Der Wahlkreis ist froh, wenn er einen Schuhabputzer gefunden hat. Die Wahlkreisvorsitzenden benötigen Engelszungen bis sie endlich einen neuen Landesvorsitzenden überzeugt haben. Die große Integrationsfigur bei DIBs wird auch gesucht. Nur wenn es Nord gegen Süd geht wirft man seinen Hut evtl. in den Ring. Warum es doch einige machen steht kritisch an anderer Stelle hier.
     
    Gruß
    Remstalimker
     
    Wir suchen einen Vorsitzenden, die Kandidaten sitzen noch unter dem Tisch, die Meckerer noch tiefer

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ihr seid von einem fremden Stern. Zuerst ist man mal froh im Verein, wenn man einen Vorstand hat. Der Wahlkreis ist froh, wenn er einen Schuhabputzer gefunden hat. Die Wahlkreisvorsitzenden benötigen Engelszungen bis sie endlich einen neuen Landesvorsitzenden überzeugt haben. Die große Integrationsfigur bei DIBs wird auch gesucht. Nur wenn es Nord gegen Süd geht wirft man seinen Hut evtl. in den Ring. Warum es doch einige machen steht kritisch an anderer Stelle hier.
     
    Gruß
    Remstalimker
     
    Wir suchen einen Vorsitzenden, die Kandidaten sitzen noch unter dem Tisch, die Meckerer noch tiefer


     
    Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Im Ergebnis kommt es aber aufs gleiche raus.
    Ich denke man kann unsere beiden Vorsitzenden da schön als Beispiele nehmen. Ob unserer eine eigene Meinung hat, weiß ich nicht so genau :confused: Euer noch amtierender (warum sucht Ihr einen neuen?) hat auf jeden Fall eine und vertritt die auch offensiv. Beide würden bestimmt auf gleiche Art antworten, wenn ein Mitglied fordern würde, dass er doch gefälligst nicht die eigene sondern die Meinung der Mitgliedermehrheit vertreten und dafür die Prügel einstecken soll: "Macht euren Sch... doch selbst, wenn es Euch nicht passt!" Und sie hätten absolut recht damit!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Wulle () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • du kannst es noch so oft wiederholen, es ist und bleibt falsch!

    Dann wiederhole ich es halt mal nicht, sondern füge nur die wesentlichen derzeit gültigen Paragraphen des BGB ein:


    § 26 BGB:
    ...
    (2) Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich; er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. ...


    § 27 BGB:
    ...
    (3) Auf die Geschäftsführung des Vorstands finden die für den Auftrag geltenden Vorschriften der §§ 664 bis 670 entsprechende Anwendung.


    § 665 BGB
    Der Beauftragte ist berechtigt, von den Weisungen des Auftraggebers abzuweichen, wenn er den Umständen nach annehmen darf, dass der Auftraggeber bei Kenntnis der Sachlage die Abweichung billigen würde. Der Beauftragte hat vor der Abweichung dem Auftraggeber Anzeige zu machen und dessen Entschließung abzuwarten, wenn nicht mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist.


    Ein gewählter Vertreter in einem Verein vertritt den Verein und dessen Interessen,

    Also die Satzungsziele und die Geschäftsordung in Form des Auftrages zur Geschäftsführung.

    nicht jedoch die Meinung der Mitglieder,

    die sich also obwohl sie ander Meinung sind, unter einer Satzung vereinen :confused:

    sondern seine eigene, schon weil er die mehrheitliche Meinung seiner Mitglieder in Einzelfragen in der Regel überhaupt nicht kennt.

    Dann darf er nicht handeln, ohne diese Meinung in Form eines Handlungsauftrages zu kennen. Wer nicht weiß, was sein Auftrag ist, riskiert, wenn er was macht, nicht nur sein Amt, sondern wird auch nach innen hin - also dem Verein gegenüber - ersatzpflichtig.


    Du mußt das alles aber nicht glauben. Mach mit in einem oder mehreren Vorständen, werde Vorstandsvorsitzender und lerne halt auf die harte Tour!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder