Anstrich nach Bioland/Demeter-Richtlinie

  • hallo,
    kann mir jemand vielleicht weiterhelfen. ich habe mich über die ökologischen anstriche der beuten informiert. da gibt es ja verschiedene möglichkeiten.
    kennt jemand einen anbieter, der ökologische anstriche vertreibt?
     
    ich danke für eure hilfe...

  • Hallo!
    Ich verwende für den Anstrich meiner selbstgebauten Holzbeuten BMZ-Lasur.Laut Hersteller ist diese für Bienenwohnungen geeignet.
    Kannst wegen weiterer Angaben googeln.
    Beim Holzhandel in meinem Ort kosten 2.5 Liter 35 Euro.


    LG Stefan

  • Hallo Johannes,
    wenn du DEmeter willst musst du Demeter fragen. Ivh denke die nehmen Leinölfirnis unf tönen dies mit Erdfarben ab. Suche mal unter Auro. Heute streichen viele die Beuten überhaupt nicht mehr.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,


    eine Liste der erlaubten Anstriche kann man unter http://www.demeter.de anfordern. Bei Bioland gibt es auch eine, sind fast identisch.
    AURO Aqua-Lasur gehört auf jedenfall dazu. Die verwende ich und finde sie sehr gut. Sie ist aber nicht billig, aber ergiebig wenn die Beutenwände schön glatt sind. Und natürlich nur aussen anwenden und auf den Stößen, da schimmelts am ehesten. Das propolisieren des Inneren, machen die Bienen selber.
    @ Da Hotte:
    Die Lasur geht definitiv nicht, bei keinem Anbauverband und EG-Bio auch nicht.
    Auch sonst wäre ich sehr vorsichtigt, Liste anfordern und : weniger ist mehr!
    Schöne grüße!
    Nikolaus

  • Bioligischer ansrich gibts auch von Naturahus sind aber sehr hochwertige Produkte, da kenn ich mich aus da ich diese selber vertreibe und anwende


    Gruß Meisterbiene

  • ich nehme nur Leinöl, keine Leinölfirniss, da in Leinölfirniss Terpentin oder Petroleum zur besseren Verarbeitbarkeit enthalten sind.
    Das reine Leinöl geht aber auch wunderbar zu verarbeiten, wenn man es auf einer Herdplatte erhitzt und im fast kochenden Zustand damit streicht.
    Die gestrichenen Beuten dann zwei drei Wochen stehen lassen, dann ist das Leinöl komplett eingezogen.


    Gruß Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • Im Lenöl sind Bleifreie Härter enthalten sogenannte Sikkative.
    Leinöl hat auch den nachteil dass es Feuchtigkeit aufnimmt und auch ranzig wird. Es bekommt auch eine so grauscharze Oberfläche man sieht das oftmals bei alten Häusern unterm Vordach.


    Wenn du Leinöl erhitzt und das ein wenig köcheln lasst, ensteht Standöl (verkochtes Leinöl) ich glaub das wird dann wieder unter das Leinöl gerührt. Das bedarf eines genauen rezeptur um das Leinöl witterungsbeständig zu machen.
    Das kann dir aber ein alter Maler besser vermitteln.
    Die heutigen Holzöle ich kann jetzt nur von Naturhaus reden, haben neben Leinöl auch noch andere Bestandteile drin
    Lackleinöl, Leinölstandöl, Holzölstandöl, Naturharzester, frisch destilliertes Limonen, bleifreie
    Trockenstoffe (Ca/Co/Zr-Fettsäuren mit < 0,1% Cobaltfettsäure) je Nach Produkt unterschiedlich.
    Die heutigen fertigen Öle je nach Produkt und Anwendung ist eine Grundierung erforderlich, und sind immernoch zu 100% Biologisch.


    Gruß Meisterbiene


  • Leinöl hat auch den nachteil dass es Feuchtigkeit aufnimmt und auch ranzig wird. Es bekommt auch eine so grauscharze Oberfläche man sieht das oftmals bei alten Häusern unterm Vordach.


    Soweit ich informiert bin, nimmt Leinöl keine Feuchtigkeit auf, ist dafür aber im bestimmten Maße Wasser durchlässig. Das Holz kann noch "atmen" ohne dass es nun durchregnet. :)
    Das Leinöl ranzig wird habe ich noch nicht gehört.
    Die grauschwarze Oberfläche liegt einfach im Alterungsprozess des Holzes begründet. Leinöl schützt nicht gegen die Alterung durch Sonnenlicht, wenn es nicht mit Farbpigmenten angereichert wurde.
    Mir wurde Leinöl als Holzschutz durchaus empfohlen, allerdings muss der Anstrich, besonders im Außenbereich, doch häufiger mal erneuert werden.

  • Ich hab auch einige Sachen mit reinem Lackleinöl (so ist die Bezeichung)
    gestrichen, u. anderem auch mein Honigschild an der Straße, und konnte dies feststellen, luftdruchlässigkeit Atmungsaktiv das muss sein sonst ist das Holz im nu hin dann würds einen Feuchtigkeitssau geben.
    Die vergrauung durch das UV Licht, ist was anderes als die Alterung bzw. die verwitterung des Leinöls. Das haben wir auch damals in der Schule besprochen da haben wir einen Farbenfachverkäufer mit dabei gehabt.
    Also in purer Anwendung ohne Pigmentierung für den Aussenbereich nicht zu empfehlen.


    Kästen im Bienenhaus braucht man überhaupt nicht Oberflächenbehandeln.


    Gruß Meisterbiene

  • tommy :

    Zitat

    Das Leinöl ranzig wird habe ich noch nicht gehört.


    Das liegt daran, daß es ja bereits durch das Kochen oxidiert wird = geranzt wird.
    Lebensmittelleinöl ist eins der am schnellsten ranzenden Öle überhaupt, kommt noch vor Distelöl, Seife daraus hat nach 2 Monaten die ersten gelben Flecken. Und geschmacklich merkst du das auch sehr schnell, eine angefangene Flasche muß binnen 4 Wochen leer sein, bzw. wenn du einmal wirklich frisches gehabt hast, magst du das aus dem Supermarkt nicht mehr...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen