Fürstenreform Honigpreisdumping mit Dib Hilfe

  • Hallo Zusammen,
    nein, Edeka ist nicht unbedingt "eine Nummer zu groß" für einzelne Imker. Ich vermarkte einen Teil meiner Honigproduktion seit 2 Jahren über den örtlichen Edeka-Markt. Allerdings nutze ich keine DIB-Gläser und -Etiketten, sondern benutze eigene Etiketten, die einen regionalen Bezug haben. Der Edeka-Markt hat eine Rubrik "Gutes aus der Region"; da stehen neben meinem Honig noch andere regionale Produkte. Übrigens: Der Edeka-Markt verkauft auch Honig im DIB-Glas, allerdings steht der im Honigregal neben allen möglichen anderen Sorten und Herkünften. Es ist meiner Meinung nach besser, kreativ neue Wege in der Vermarktung zu suchen als über den DIB zu lamentieren. Auch wenn DIB-Glas und -Etiketten einen gewissen Qualitätsstandard garantieren (oder garantieren sollen) ist das Logo meiner Erfahrung nach keine Garantie für anständige Preise, da wir Imker uns (leider!) häufig selbst Konkurrenz machen.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Hallo Dieter,


    die leidige Honigpreisdiskussion hatten wir schon so oft.
    Gerade die selbständigen EDEKA-Kaufleute bieten ein gutes Vermarktungspotenzial. Vorgebirge hat das sehr gut beschrieben. Es bleibt was hängen. Z.B. ca. 4 Euro (Wiederverkaufspreis. ca. 6 Euro). Je nach Vermarktungsgeschick, Sorte, Lage des EDEKA, usw....


    Viele Grüße
    Stefan

    Hallo Vorgebirge,
    darf ich fragen was Edeka für Preise zahlt? Quasi, was bleibt untern Strich für dich übrig.


    Herzliche Grüße


    Dieter

  • Zitat

    Aber stell dir mal vor du fängst mit der Imkerei an, und investierst 1000 Euro, dazu Monatsbeitrag Imkerverein:oops: Imkerversicherung und besuchst ein Honiglehrgang, damit du die Gewährleistungsstreifen (Markenzeichen) nutzen kannst um den Honig gut zu verkaufen. Möchtest ja etwas Geld hinzuverdienen.


    schreibt Anfänger 01


    Schmunzel, schmunzel, seit wann kann man mit einer Imkerei " etwas hinzuverdienen " ? Muß wohl ein Gerücht sein, solange die Bestäubungsleistung der Bienen nicht anständig honoriert wird !

  • Hallo Zusammen,


    auch wenn Imkerei Behrens zum Thema Honigpreise nicht den richtigen Forumsteil getroffen hat. An den Kiosk um die Ecke wird der DIB Rapshonig für 3,20 Euro vertrieben. Die verkaufen den für 5+ Euro.


    Gerüchte verbreiten andere. Bezahlte Bestäubungsleistung, wäre schön..,


    Imkerei Behrends: Neues Thema aufmachen.


    Viele Grüße
    Stefan

    schreibt Anfänger 01
    Schmunzel, schmunzel, seit wann kann man mit einer Imkerei " etwas hinzuverdienen " ? Muß wohl ein Gerücht sein, solange die Bestäubungsleistung der Bienen nicht anständig honoriert wird !

  • Hallo,


    es müsste doch nur einmal jemand beim DIB anfragen wie hoch der Anteil Gewährstreifen in % ist, welcher jährlich an Abfüller abgegeben wird (von der Gesamtmenge). Ich glaube so mancher Imker würde sich wundern, der Drohn scheint es zu ahnen.......


    Grüße


    Frank

  • Moin


    willkommen in der Wirklichkeit.
    Aufregen bringt nichts.
    Entweder Du spielst das Spiel mit und bietest Deinen Honig auch für wenig Geld an, um mit dem Preis von Fürstenreform mitzuhalten:evil:, oder aber Du änderts etwas, nämlich ersteinmal die Einstellung zu Deinem Honig.:liebe002:


    Ist Dein Honig genauso wie der von Fürstenreform?
    Ist Dir Deine Arbeit bei und an den Bienen nichts wert?


    Kauf doch mal ein Glas vom Edeka und vergleiche.
    Wie sieht es denn da mit Geschmack, Konsistens, Geruch und und und aus?
    Wenn Du die Unterschiede kennst und Deinen Honig als höherwertig begreifst, dann ist es auch kein Problem, deinen Kunden Deinen höheren Preis zu verklickern.
    Und ganz ehrlich, nicht alle Kunden kaufen nur nach Preis.
    Ich habe genug Kunden, die kaufen seit Jahren nur von mir. Ausschliesslich.
    Auch nach meinem Umzug!


    Das ist nur ein Beispiel was Du ändern kannst.
    Hier im Forum geistern viele gute Tips rum.:u_idea_bulb02:
    Eigenes Glas, eigene Etiketten, regionalen Honig, Verkostungen, Märkte, Aufmachung des Verkaufsstandes (auch des Verkaufsstandes im eigenen Haus).....:u_idea_bulb02:


    Beste Grüße


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • der Drohn ist hier noch eine Antwort schuldig:-D

    Teilweise wurde sie ja schon gegeben:daumen:

    Zuklären wäre noch, ob Abfüller und Verpacker von landwirtschaftlichen Produkten EU-Agrarsubventionen erhalten:roll:

    man lese hierzu diesen Blog: http://blog.jan-seifert.eu/?p=255

    Fruchtsaftabfüller erhalten eindeutig bewiesen diese Subventionen!
    Honigabfüller nicht???

    Falls Großkonzerne wie z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrsten-Reform , diese Subvention auch erhalten würde, dann wäre es doch ein leichtes den Honig unter Marktwert hier zu verkaufen.
    Sie wären noch nicht einmal darauf angewiesen den heimischen Produzenten einen fairen Preis für deren Produkt zu zahlen, da sie auf das Produkt nicht angewiesen wären.

    Der Drohn hofft, dass Herr Maske den Sumpf trockenlegt, dem Ihn seine Vorgänger hinterlassen haben.

    Fröhliches Schaffen
    wünscht
    der
    Drohn

  • Hallo,


    der Drohn hat´s geblickt!


    Der Dschungel der Agrarsubventionen ist schwer zu durchschauen. Dem kleinen Landwirt ist es peinlich veröffentlicht zu werden, die Konzerne sahnen ab!


    Gruß
    Maisonkel

  • Ich war heute beim neueröffneten Edekamarkt und fragte,ob Sie an Deutschem Honig interessiert seien in D.I.B.Gläsern .Diese lehnten ab und meinten Sie haben ein Vertrag mit ,,Fürstenreform ,,verkaufen den Honig 500 gramm für 2,99 Euro im Imkerbundglas mit Bandeole .
    Für mich steht fest ich trete aus aus dem D.I.B.


    Nun ja aus dem Imkerbund auszutreten das muss jeder für sich selbst entscheiden aber Fürstenreform und die anderen Abfüller bestehen doch nur weil irgendwelche Imker halt ihren Honig aus welchen Gründen auch immer an die Abfüller ein paar Euro fünfzig verramschen. Vieleicht sollte man sich doch auch erst mal gedanken über eine vernünftige Verkaufstrategie machen oder aber eben Jungimkern im Verein den Honig zu nem vernünftigen Preis anbieten.

    Man kann auch ohne Natur leben, aber lohnt sich das??