Vorwarnung Borkenkäfer.

  • Hallo Bienenfreunde,
    es tut sich eine neue Baustelle auf:
    Die Waldwirtschaft.
    Syngenta Agro warnt die Waldbauern vor dem Borkenkäfer.
    Wenn die EU-Kommission das Gesetz befürwortet,werden etwa 90% der Insektizide ihre Zulassung verlieren,und kein ausreichender Schutz gegen den Borkenkäfer vorhanden sein.
    Dann;das neue Karate Forst flüssig enthält den Wirkstoff Lamda-Cyhalothrin,die die Dauerwirkung auf den pflanzlichen Oberflächen länger hält,und sich nicht so schnell verflüchtigt.
    Die Eigenschaften stören die Reizleitung im Nervensystem der Insekten.
    Einsetzbar gegen:braunen Rüsselkäfer,freifressende Schmetterlingsraupen,blatt,-und nadelfressende Käfer undBlattläuse.
    Läuft unter Vorbeugender Käferschutz.
    Geht es jetzt(nach vorbeugendem Pflanzenschutz) auch den Bienen in Waldnähe an den Kragen ?
    fragt
    Helmut

  • schon schlimm, wenn die chemieindustrie warnt. eigentlich müsste es umgekehrt sein: zuerst entsteht schaden, dann erst wird ein mittel entwickelt. und in der zeit hat sich das natürliche gleichgewicht wieder hergestellt. fazit: man braucht keine chemischen mittel.
    syngenta will eben nur geld machen.
    warum vermehrt sich denn der borkenkäfer? doch wegen der nicht angepassten bewirtschaftungsweise der wälder.

  • Die Eigenschaften stören die Reizleitung im Nervensystem der Insekten.


    Merkwürdig, genau wie bei den Neonicotinoiden....


    Übrigens sind Neonicotinoide schon im Einsatz bei Bäumen gegen Miniermotten, eine Arbeit darüber liegt mir vor aus Bonn. In dieser Studie wurde festgestellt, dass die Wirkung auch nach mehreren Jahren noch anhielt. Anscheinend halten sich Neonicotinoide sehr lange im Baum.


    Hier kann man sich einlesen:
    http://scholar.google.de/scholar?q=imidacloprid+miniermotten&hl=de&lr=&btnG=Suche&lr=


    Die Borkenkäfer und Karate Forst:
    http://scholar.google.de/scholar?hl=de&lr=&q=Karate+Forst+borkenk%C3%A4fer&btnG=Suche&lr=


    Wenn die Wissenschaftler unter uns am Wochenende Zeit haben, bitte einmal querlesen, um die möglichen Erkenntnisse für die Waldimker zusammenzutragen. Danke!


    Gruß
    Bernhard

  • Im Pflanzenschutz wird Lambda-Cyhalotrin gegen Insektenbefall in land- und forstwirtschaftlichen Kulturen sowie im Gemüsebau eingesetzt. Aufgrund der hohen Toxizität für Bienen und Fische unterliegt es besonderen Anwendungsvorschriften. Es kommt als Kapselsuspension oder wasserdispergierbares Granulat in den Handel. In Deutschland ist Lambda-Cyhalotrin gegen eine Vielzahl beißender und saugender Insekten an Getreide, Raps, verschiedenen Futter- und Ölpflanzen, Gemüse, Teekräutern, Hopfen, an Beerenobst, im Weinbau sowie im Forst zugelassen.[1] In Österreich ist das Feld der zugelassenen Einsatzmöglichkeiten weniger breit, es beschränkt sich im wesentlichen auf einige ackerbauliche Kulturen[2]. In der Schweiz besteht derzeit keine Zulassung als Pflanzenschutzmittel.
    Das scheint ja ein Höllenmittel zum Nachteil unserer Bienen zu sein.
    Gruß
    Helmut