Holzdicke Beutenbau

  • Hallo Johannes,
     
    ich verwende 25 mm, aber 20 mm genügen auch. Irgendwann steig ich auf 20 mm um.
     
    Gruß
    Werner


    Wieso genügen 20 mm? Das kommt z.B. auf Betriebsweise und Klima an, der Unterschied in der Winterzehrung kann für ein einräumig überwintertes Volk schon reichen, um zu verhungern.


    Gruss
    Heinrich

  • Wieso genügen 20 mm? Das kommt z.B. auf Betriebsweise und Klima an, der Unterschied in der Winterzehrung kann für ein einräumig überwintertes Volk schon reichen, um zu verhungern.
     
    Gruss
    Heinrich


     
    Was hat die Wandstärke mit dem Klima oder der Winterzehrung zu tun?
     
    Wenn es da überhaupt einen Zusammenhang gibt, dann sind sich die Wissenschaftler doch mittlerweile weitgehend einig, dass eine zu gut isolierte Beute den Futterbedarf des Volkes eher nach oben treibt, weil das
    Volk später aus der Brut geht und früher wieder beginnt zu brüten.
    Kein Bienenvolk heizt die Beute, es wird immer nur das Innere der Wintertraube bzw. das Brutnest beheizt.

  • .... Wenn es da überhaupt einen Zusammenhang gibt, dann sind sich die Wissenschaftler doch mittlerweile weitgehend einig, dass eine zu gut isolierte Beute den Futterbedarf des Volkes eher nach oben treibt, weil das
    Volk später aus der Brut geht und früher wieder beginnt zu brüten.


     
    ...das widerspricht aber meinen langjährigen Erfahrungen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Was hat die Wandstärke mit dem Klima oder der Winterzehrung zu tun?
     
    Wenn es da überhaupt einen Zusammenhang gibt, dann sind sich die Wissenschaftler doch mittlerweile weitgehend einig, dass eine zu gut isolierte Beute den Futterbedarf des Volkes eher nach oben treibt, weil das
    Volk später aus der Brut geht und früher wieder beginnt zu brüten.
    Kein Bienenvolk heizt die Beute, es wird immer nur das Innere der Wintertraube bzw. das Brutnest beheizt.


     
    Das beantwortet die Frage, warum 20 mm reichen. Die Biene erfriert nicht. Zum Überwintern braucht das Volk relativ wenig Futter. Futter wird erst benötigt, wenn sie anfangen zu brüten. Wenn dann noch lang nichts rein kommt, verhungern sie. Bienen verhungern im April nicht im Dezember. Wer sein Volk auf der Waage stehen hat, kann dies messen. Wenn sie es kälter haben, fangen sie später an zu brüten und somit brauchen sie weniger Futter, welches dann reicht, bis zum Beginn des großen Blühen.
     
    Aber wenn es um die gute Isolierung geht, kann ich nur empfehlen, es zu machen wie ein Imker, dem ich über die Schulter geschaut habe: Der hat seine Völker in einem Bauwagen komplett und dick in Matrazen, Bettzeug und sonstigen isolierenden Stoffen eingepackt. Ging auch. Jeder soll seine Erfahrungen machen und damit glücklich werden.
     
    Gruß
    Werner

  • Hallo Werner,


    ich stimme Dir zu, nämlich, dass jeder so seine Erfahrungen selber machen muss.

    Zitat

    Aber wenn es um die gute Isolierung geht, kann ich nur empfehlen, es zu machen wie ein Imker, dem ich über die Schulter geschaut habe: Der hat seine Völker in einem Bauwagen komplett und dick in Matratzen, Bettzeug und sonstigen isolierenden Stoffen eingepackt. Ging auch. Jeder soll seine Erfahrungen machen und damit glücklich werden.


    Zu meinen Anfangszeiten (1977) galt noch die Doktrin des Warmhaltens. Da sah man die tollsten Dinge: Matratzen, Kissen, mit Heu ausgetopfte alte Säcke, es war toll.
    Meine Mutter hat damals sogar extra Kissen genäht, die bei den Hinterbehandlern ans hintere Fenster gestellt wurden.
    Super.
    Für die Mäuse.
    Es verging kein Winter, ohne dass wir ein Dutzend Mäusenester in unserem Bienenhaus hatten.
    Manchmal drei oder vier in einem Volk.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo!
     
    Auch ich bin der Meinung, dass nur die Stabilität des Holzes nötig ist. Die Bienen müssen winddicht und trocken sitzen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
    IMME

  • Die Beute soll den Bien als Schutz vor Witterrungseinflüssen dienen.
    Also vor Nässe, Windstößen, Sturm, Schnee usw. .
    Ansonsten herrschen selbst innerhalb der Beute z.B. im Winter auch Minustemperaturen.
    Die Wandstärke spielt also nur eine untergeordnete Rolle, ist mehr eine Frage der Stabilität. Viel wichtiger ist die Materialqualität und eine qualitativ gute verarbeitung der Beute. (Bei Massivholz z.B. unbedingt Leimholz herstellen , ganze Bretter in Zargenhöhe werden sich unweigerlich werfen.)
    ( So hab ich es mal gelernt)

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Ich habe dieses Jahr Zargen mit 28 mm angefangen, nach einem Bauplan(Kirchenhainer) der 30mm vorgesehen hatte. :oops:
    Mein Imkerpate schlug die Hände über dem Kopf zusammen und fragte ob das Bienenkästen oder Bienenhochbunker sind. Die Zweite Serie hab ich dann in 22 mm gefertigt. Die "Dicken" werde ich als Brutzargen nehmen und die "Dünnen" alls HR. :lol:


    Gruß Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Moin,
    ich nehm ja bekanntermaßen das Billig-Leimholz aus dem Baumarkt mit 18mm und hab keine Probleme damit.:wink:
    Und so heißleimen und pressen wie die Leute in der Herstellerfirma kann ich nicht, und bei den kurzen Stäbchen wirft sich auch fast gar nix, solange Bienen drin sind.
    Stirbt ein Volk im Winter, merkt man das innerhalb von zwei Wochen von außen, weil die "Innenheizung" dann fehlt, dann muß die Kiste sofort ins Trockene. Aber sonst gibt es an dem Holz absolut nix zu meckern.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    meine Beuten sind aus 25mm Weymouthskiefer, gut abgelagert, mehrere Jahre. Da hat sich bis heute kein Stück verzogen. Obwohl auch die Bruträume aus einem Brett gefertigt sind. 29,4 cm hoch, Dadant, nach ArGe Magazinimker.
    Die gekauften sind verleimt und nicht ganz so zuverlässig, sie haben zum Teil Risse bekommen.
    Bei Weymouthskiefer, wenn sie trocken ist, kann man definitiv ganze Bretter verwenden.
    Außerdem sind die Zargen relativ leicht und schön Stabil. Bei Dadant spielt das eine Rolle! Bei Warré oder Sabi(e)nes Damenbeuten, nicht so sehr.
    Grüße!
    Nikolaus