Demarée-Plan

  • Hallo zusammen,
    kann mir jemand Informationen geben?
    Danke,udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Danke, Arnd,
    ich hab gesucht, aber das nicht so konzentriert gefunden.
    Grüße,udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Danke, Michael,
    wollte mich aber mal informieren, was es alles so gibt und was an mir vorbeiläuft.
    Scheuklappen wegwerfen, aber treu gerade aus laufen.
    Liebe Grüße,udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo Michael,
     
    ich könnte da doch mal frech behaupten, Der Demareeplan ist ein vorweggenommener Schwarm mit Bannwabe. Ich habe dies im letzetn Jahr durchgeführt und werde es vorläufig beibehalten.
     
    Hallo Udo,
    das würde sich auch mit Naturbau gehen, doch da ist massive Tracht (Raps) notwendig.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker,
    ich behaupte genau so frech, es ist ein unnötiges Auseinanderreissen des Brutnestes und damit eine Störung des Bienenvolkes.
    Der Demarree-Pan ist nicht umsonst ziemlich in der Verenkung verschwunden. Und da soll er auch bleiben.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,
     
    das Auseinanderreißen des Brutnestes nennt man imkern. Das da sei: hochhängen von Brutwaben in den Honigraum, erstellen von Ablegern, auch Zwischenablegern und andere Kunststückchen. Den Anhängern der "Neuen Deutschen Schwarmkultur" möchte ich sagen, dass für das Restvolk der Schwarmakt auch brutal ist. Ich weiß schon, er ist w..
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker,


    "imkern" nannte man früher auch das Töten ganzer Völker zur Honiggewinnung.
    Und schmeiss jetzt bitte nicht alle imkerlichen Betriebsweisen, von denen Du jemals gehört hast, in einen Topf. Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Zusammen,
    den pfleglichen Umgang mit Bienen,
    die Erhaltung des Volkes für eine Ernte auch im nächstem Jahr,
    nannte man zeideln.
    Im Frühjahr schnitt man eine Hälfte der Waben aus,
    jedes Jahr abwechselnd.
    Die Kunst bestand darin, genau abzuschätzen wieviel Vorrat das Volk brauchen wird.
    So wurde auch in Strohkörben geimkert, die im Unterschied zu den Stülpern das Flugloch im Aufstellboden hatten (Drehkörbe).
    Die Körbe wurden dann so umgedreht, das der leere Teil vorne war.
    Später hat dann ein Herr P. das als seine Entdeckung ausgelegt und behauptet, die Bienen bauen in Fluglochnähe die Waben besser aus,
    vor Allem den Baurahmen, konstruierte eine Beute mit Doppelboden,
    wo die Bienen erst nach hinten laufen mussten.
    Soviel zu den historischen Teil, der ja angesprochen wurde.
     
    Damarée-Plan:
    Im Original ein ziemlich harter Eingriff für das Volk.
    Die Wabe mit der Königin, egal welche und wie sie Aussieht, ob sie Brut hat und in welchem Stadion,
    wird nach unten in eine Zarge mit Mittelwänden gesetzt.
    Das ein so gestutztes Volk in eine Art Depression gerät wundert nicht.
    Da ist die Abwandlung von Hölzer,
    ein Kernvölkchen mit herunterzusetzen,
    schon besser.
    Warum sollte ein Schwarmabgang ein harter Eingriff im Bienenvolk sein?
    Wenn er dies ist, dann aber einer,an dem sich die Bienen in Millionen Jahren gewähnt haben.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,
    obwohl es gerade sicher wichtigeres gibt, wir sollten Solidarität zeigen, möchte ich doch antworten. Zuerst

    Zitat

    Warum sollte ein Schwarmabgang ein harter Eingriff im Bienenvolk sein?

    Nach dem Abgang eines Schwarmes stellt ein Volk den Flug weitestgehend ein. Es herrscht Wassermangel. Da ich nicht zur Fraktion der "Neuen deutschen Schwarmimker" :lol: gehöre, möchte ich nicht weiter darauf eingehen.
    Zu meinen Demarée Ansichten, Erfahrungen: Man kann diese Betriebsweise bei uns nur am Anfang der Rapstracht durchführen. Eine offene Brutwabe bleibt im Brutnest. Alle verdeckelten Futterwaben auch. Es kommen also nur in meinen Dadantbrutraum 9 MW, meist nur 7. Weil ich die Bienen mit Königin in den Brutraum abstoße ist das Volk mal zuerst mal, abgesehen von jenen im Honigraum, im Brutraum. Ich belasse oben wegen der kürzeren Zeitdifferenz zwei Zellen. Nach meinen Beobachtungen zieht der zuerst bienenleere aufgesetzte Brutteil innerhalb einer Stunde massiv Pflegebienen an. Diese verringern sich ständig durch den wieder einsetzenden Bedarf unten. Das Spundloch des oberen Magazines wird auch sofort bewacht, doch kann ein Flug dort erst beobachtet werden, wenn die neue Königin in Eilage ist oder begattet wurde. Es ist dann wunderschön, wenn man die vielen höselnden Bienen einfliegen sieht. Entgegen der hier schon verbreiteten Theorie, wurden bei mir bisher alle oben ausfliegenden Königinnen begattet. Nicht aber die in dieser Zeit unten ausfliegenden. Das hat mit dieser Betriebsweise nichts zu tun. Ich habe seither das obere Völkchen als Ableger mitgenommen. Einen fliegenden Königinnenaustausch führe ich nicht durch. Wie schon gesagt, steht der Königin innerhalb von 8 Tagen ein weitestgehend frisch ausgebauter Brutraum zur Verfügung. Das ist nicht zu verachten.
     
    Deiner Aussage, dass das untere Volk in Depression stürzt, kann ich nicht folgen, denn sie nehmen nach dem Eingriff im selben Zeitrahmen den Flug wieder auf wie andere kontrollierte Völker.
     
    In diesem Jahr musste ich mehrere Völker im Juni "demarieren". Die Völker hatten viel Brut, wurden aber nie trachtstark. Ich habe, sie wie bei Ries beschrieben und nicht ganz so wie von den von den Bienenzuchtberatern empfohlen, auf Mittelwände "umgerubbelt". Und siehe, es wurden wieder gute Völker.
     
    Ich bin kein Romantiker, welcher Tag "und Nacht" vor dem Flugloch sitzt. Meine pflegende Hand musste dieses Jahr kräftig in den Zuckersack greifen. Ich brauche ab und zu mal Honig um mein "Imkerleben" zu finanzieren. Schwärme und abgeschwärmte Völker bringen keinen Honig.
     
    Muss ich mich jetzt schämen?
     
    Gruß
    Herbert
     
    Ich nehme an, mein Verein schickt eine Solidaritätsadresse an die Vorstände des DIBs. Macht ihr das auch?

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Herbert,
    hab Deinen Umgang mit der Demarree-Technik noch nicht ganz verstanden: Trennst Du den nach oben gestellten Brutraum nach einiger Zeit (welcher?) bienendicht ab?
    Wenn nein: Im Raps müsste dieser Raum doch Verhonigen. Kann mir nicht vorstellen, dass Du da ruhig zusiehst.


    Herbert schrieb:

    Ich nehme an, mein Verein schickt eine Solidaritätsadresse an die Vorstände des DIBs. Macht ihr das auch?

    Ich hoffe, unser Verein auch. Und ein weiteres Schreiben an den Landesverband noch dazu. Er soll sich dafür einsetzen, dass der Abwahlantrag zurückgezogen wird.
    Wenn über den am 20.12. wirklich abgestimmt wird, dann gibt es auf der Seite der Imker nur Verlierer.
    Eine 'no win situation', wird vielleicht besser verstanden.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Hallo Rudi,
    ich trenne den oberen Brutraum nur mit einem weiteren Absperrgitter ab. Bei uns blüht der Raps schon sehr früh so um den 20. April. Die Situation ist dann folgende. Die ersten Zellen finde ich dann um den 1. Mai, dann sind bei diesen Völkern zwei Honigräume nicht ganz voll. Ein dritter Honigraum wird bei diesem mit aufgesetzt. Ich bin allerdings jetzt wieder dort, wo ich beim Zandermaß weg bin, bei den hohen Türmen.
     
    Wie ich schon geschrieben habe fliegt die obere Hälfte erst nach Brutbeginn. So habe ich es beobachtet, stehe aber nicht den ganzen Tag neben den Beuten. Das Spundloch befindet sich in der oberen Zarge möglichts weit oben. Jetzt könnte man philosophieren, dass Bienen ja Honig fluglochfern tragen und somit in den dritten Honigraum runter. Für Mitleser muss ich allerdings sagen, dass ich das nach meinen Beobachtungen für ein Gerücht halte. Mein Freund setzt im Raps gerne einen Honigraum unter den Brutraum. Der wird gut angetragen aber nicht gedeckelt. Jetzt wird Sabi(e)ne jubeln von wegen Schwarmtankstellen.
     
    Wäre ich Berufsimker mit vielen Völkern, so würde ich nach einer Woche generell dies machen und die Durchsicht bis zumm Trachtende vergessen. Allerdings arbeite ich nur mit 16 Völkern und davon 8 im Raps. wie sicher meine Aussagen sind, kannst du selber beurteilen. Leute mit so wenigen Völkern haben zuviel Zeit für die "Hilfe" an den Bienen.
     
    Warum Liebig bei seiner Volksteilerei die Königin sucht, verstehe ich nicht. Auf einer leeren Wabe findet man die Königin "leichter nicht." Zum Schluss, ich habe das nicht erfunden, sondern nur an meine Verhältnisse angepasst.
     
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: