Wirkungen auf Warmblüter von Imidacloprid und weiteren PSM

  • Wer kann mir helfen, dieses Abstract zu übersetzen? Wissenschaftler vor!


    Zitat

    In conclusion, methamidophos and imidacloprid were found to be genotoxic and mutagenic in the three tests used. These results lead us to the conclusion that the synergistic effect of methamidophos and imidacloprid towards the target organisms may cause an unwanted increase in the potential damage to the non-target organisms. Synergistic responses are rarely incorporated in risk assessment models. However, such responses are extremely important in establishing the real toxicological characteristics of agents that impact upon the environment and public health. Potential genotoxic hazard in humans after exposure to low concentrations of insecticides for a long period of time should also be investigated.


    aus: http://www.funpecrp.com.br/GMR…4-4/gmr0134_full_text.htm


    Hervorhebungen von mir. Erschienen angeblich in Genetics and Molecular Research, 2005 von Karabay, MG Oguz


    Danke für die Übersetzung für Nicht-Wissenschaftler.


    Bernhard


  • - Ist Erbgutschädigend (kann also unter Umständen zu Krebs führen)
    - Wirkung besitzt Streucharakter und wirkt somit auch gegen Nichtschädlinge
    - es ist wichtig zu erforschen, welche wirklichen Auswirkung die Giftigkeit auf die Umwelt und die öffentliche Gesundheit hat und die wrbgutschädigende Wirkung von Menschen sollte auch mit erforscht werden.


    (nur das schwarz hervor gehobene übersetzt)
    Ist das abstrakt genug? :) (ich hoffe ich habe den Sinn nicht verfehlt)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  •  
    Ich habe mir die Orignalarbeit mal genauer angesehen. Die Methoden, die verwendet wurden, sind Standardmethoden zur Bestimmung der Mutagenität/Genotoxizität, wie sie routinemäßig heute von den entsprechenden Guidelines vorgeschrieben werden.
     
    Die beiden getesten Substanzen sind - dosisabhängig - mutagen (genotoxisch). Ebenso die Kombination beider Substanzen (obwohl sie nicht immer additiv wirken).
     
    Das heißt: Wer sich diesen Substanzen aussetzt, hat eine größere Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken und die Wahrscheinlichkeit, dass behinderte Kinder gezeugt werden bzw. die Wahrscheinlichkeiten von Fehlgeburten steigen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo!
    Also meiner Meinung nach hebt der Abstract zwei Punkte heraus, die in der momentanen Risikobewertung kaum getestet werden. Dies aber nicht, weil man sich dem Problem nicht bewusst ist. Das Problem liegt da eher an der Machbarkeit solcher Studien und der Anzahl an zusätzlichen Versuchstieren.


    Ein Punkt sind mal die synergistischen Eigenschaften, welche bei der Risikobewertung nicht beachtet werden. Aber das trifft ja nicht nur für genotoxische Substanzen zu sondern für alle PSM. Man bewertet immer nur die eine Anwendung bzw. ein Produkt. Was passiert, wenn der Landwirt kurz nacheinander ein Insektizid und ein Herbizid spritzt wird nicht angeschaut. Was auch schwierig wäre, weil man dann dem Landwirt vorschreiben müsste was er wann spritzen darf.


    Der zweite Punkte betrifft Langzeit-Effekte. Die längsten Studien sind 2-Generationsstudien mit Ratten. Über die Aussagekraft und Extrapolation von Ratten auf Menschen kann man gerne diskutieren.
    Und wie man an vielen Beispielen sieht (DDT) können viele Sachen durch die gegenwärtige Risikobewertung nicht erfasst werden.
    Schätze aber, dass wenn man auf die Anwendung von PSM nicht verzichten will, man damit leben muss. Denn alle bisherigen Ansätze wie Modelle und Langzeit-Tests diese Problem nur bedingt lösen.


    LG, Daniela