Bayer`s Ansichten zum Bienenschutz

  • Das alte Lied, Radix, das alte Lied,


    die Jungs leben von ihren Produkten.
    Also müssen sie alles dran tun, gut auszusehen.
    Wir sind anderer Meinung.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Die Zeitenwende kommt, da ist der Drohn sich sicher,
    wenn Selbst,
    so harte Jungs wie Ihr das nun begreift was ab geht:p_flower01: 
    habt die Geduld und die Ausdauer des Biens!!
     
    Danke
    sagt
    der beobachtende
    Drohn

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast013 () aus folgendem Grund: Weniger Lyoner ist mehr Lyoner :)

  • Hallo miteinander,


    ich habe am Wochenende einen Vortrag auf dem Westdeutschen Entomologentag (WET) im Aquazoo Düsseldorf gehalten. Über das Thema Systemische Insektizide / Neonicotinoide und deren Auswirkungen auf die Insektenwelt.


    WET im Aquazoo Düsseldorf


    Übrigens sollten einige mehr von uns solche Vorträge halten. Meinen Vortrag stelle ich in Kürze als Ideengrundlage ein, auch als Flyer bei entsprechender Mithilfe von euch.


    Jedenfalls waren eine Vertreterin und ein Vertreter der Firma Bayer anwesend, die am Ende des Vortrages eine Gegendarstellung in Form eines 5-minütigen Monologs vorgebracht haben.


    Ich denke schon, dass die wesentlichen Punkte meines Vortrages das Publikum erreicht haben und die Gegendarstellung / reine Anwesenheit der Firma Bayer war eher "merkwürdig" angekommen.


    Mein Eindruck im anschließenden Gespräch mit Dr. Maus der Fa. Bayer war, dass deren Fokus auf die letale Wirkung liegt, die subletale Wirkung ist noch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste angelangt. Mir gegenüber wurde versichert, dass die Fa. Bayer die Bienen als Thema nach ganz oben gelegt haben, dass das Thema mehr als wichtig genommen wird. Dass mit alleräußerstem Hochdruck an der Sache gearbeitet wird.


    Ich habe nur gesagt, dass ich das auch stark hoffe und nochmals betont, dass uns die tödliche Dosis völlig egal ist, solange sub-letale und andauernde Vergiftungen den Bienen die Lebensgrundlage entziehen.


    Zu meiner Überraschung wurde Movento in der Diskussion als Nicht-Neonicotinoid bezeichnet, es sei kurzwirkend und es sei fettlöslich. Es sei zur Verwendung nicht in Hauptkulturen (also nicht im Raps oder Mais) angedacht und soll nicht als Beizmittel angewandt werden.


    Die schlechte Nachricht ist, dass Movento hauptsächlich auf das Larvalstadium wirken soll. So habe ich es verstanden. Wenn es also Berührungspunkte mit Bienen gibt, wird es in der Brut wirken. Ob es solche Punkte gibt, kann aufgrund fehlendes Wissens meinerseits bezüglich der Wirkweise, von mir nicht abgeschätzt werden.


    Ich verstehe noch nicht, wie Movento (Spirotetramat) systemisch wirken kann, wenn zwei nach meinem Verständnis grundlegende systemische Eigenschaften:


    1.) Wasserlöslichkeit (damit der Stoff von der Pflanze aufgenommen und im Phloem und Xylem kursieren kann)



    und ...


    2.) Langlebigkeit (damit der Stoff während der gesamten Wachstumsphase von der Pflanze aufgenommen werden kann und in seine Pflanzenteile einbauen kann)


    ...fehlen.


    Viel mehr wurde von einem Aufbringen gesprochen, dann von einer Aufnahme des Stoffes durch die Pflanze und einem anschließendem Kursieren innerhalb der Pflanze. Also weniger über die Wurzeln, sondern über das Blattwerk? Wie gesagt, so habe ich es (halb) verstanden.


    Ich hoffe, dass wir dazu zeitnah mehr Informationen von Bayer erhalten und dass wir KONKRET und SACHLICH auf Dinge und Sachstände hinweisen, die den Naturhaushalt und die Bienen gefährden.


    Vor allem die Subletalität ist und der Kontakt über Nektar und Pollen sollten in den Fokus von Bayer's Forschungen rücken. Sollte der Fokus weiter auf letale Unfälle verbleiben, wird es in Zukunft gewaltige Schäden im Naturhaushalt geben, die rückwirkend auf das Image des Konzerns in der Öffentlichkeit Schäden verursachen werden. Irgendwann kippt das nicht-akute Subletale in das akute Letale. Ich hoffe, dass der Hersteller diesen Fokus einnimmt und so seiner Verantwortung als Produzent nachkommt.


    (Viele Grüße an die Mitleser von Bayer an dieser Stelle - macht was draus!!!)



    Viele Grüße,


    Bernhard