Wintereinbruch (Oxalsäurebehandlung)

  • Der Winter kommt mit riesen Schritten. Wird auch irgendwie Zeit, wenn man an den bisher viel zu milden November denkt. Ab heute Nachmittag (in BW) also ist Schnee und Kälte angesagt. Das freut den Imker, kann er doch so unter guten, d.h. kalten Bedingungen die Oxalsäurebehandlung durchführen.


    Aber wann genau soll man zur Tat schreiten? Vielleicht schon an diesem Wochenende? Erst am nächsten, oder noch später? Ich werde wohl am Sa in einer Woche (29.11.) zu Werke gehen, in der Hoffnung dass es dann nicht wieder +20°C hat. Wann behandelt ihr? Oder habt ihr schon?


    Viele Grüße
    Martin

  • Hallo Martin,


    ist zwar regional unterschiedlich, aber ich warte bis Mitte Dezember - und dann die nächste Frostperiode.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Der Winter kommt mit riesen Schritten. Wird auch irgendwie Zeit, wenn man an den bisher viel zu milden November denkt. Ab heute Nachmittag (in BW) also ist Schnee und Kälte angesagt. Das freut den Imker, kann er doch so unter guten, d.h. kalten Bedingungen die Oxalsäurebehandlung durchführen.
    Aber wann genau soll man zur Tat schreiten? Vielleicht schon an diesem Wochenende? Erst am nächsten, oder noch später? Ich werde wohl am Sa in einer Woche (29.11.) zu Werke gehen, in der Hoffnung dass es dann nicht wieder +20°C hat. Wann behandelt ihr? Oder habt ihr schon?
    Viele Grüße
    Martin


    Für Region Norddeutschland:
    Der Knackpunkt ist die Brutfreiheit.
    Besser etwas später ,als zu früh behandeln.
    Ich denke,so ab Mitte Dezember bis 1. Januar,liegen wir richtig mit der letzten Behandlung.
    MfG
    Trachtquelle

  • Hallo ihr Mitträufler,


    wir müssen etwas aufpassen.
    Das "Fenster" der Brutfreiheit ist oft kleiner als gemeinhin angenommen wird.
    Ich bin dazu übergegangen, von meinem Weihnachtsträufeltermin etwas nach vorne zu rücken, seitdem ich an einem 25. Dezember durchweg in allen Stichproben Brut gefunden hatte.
    Ich glaube heute, das die Wintersonnenwende (21. Dezember, kürzer werden Nächte, wieder mehr Tageslicht) für die Bienen ein Zeichen ist, wieder mit der Brut zu beginnen.
    Ich habe es schon ein paar Mal hier beschreiben, ich habe, nachdem ich nach einem Sturm umgewehte Zargen wieder aufeinander setzen musste, in fast allen Völkern verdeckelte Brut gefunden, und zwar war dies Mitte Januar.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Mal ganz emotionslos gefragt:


    Wenn jetzt bei vorhandener Brut behandelt wird, was passiert, außer daß das (meist) kleine Brutnest stirbt?
    Ist doch keine Gefahr für das Volk. Bei nächster Gelegenheit legt Madame wieder.


    `ne Maus im Kasten ist doch schlimmer...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Das ist nicht der Knackpunkt, Radix,


    der Knackpunkt ist, dass verdeckelte Brut eben nicht stirbt. Sie überlebt, und zwar mit den Varroen drinne. :evil:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Mal ganz emotionslos gefragt:
    Wenn jetzt bei vorhandener Brut behandelt wird, was passiert, außer daß das (meist) kleine Brutnest stirbt?
    Ist doch keine Gefahr für das Volk. Bei nächster Gelegenheit legt Madame wieder.
    `ne Maus im Kasten ist doch schlimmer...


    Eine interssante Kombination!
    Warum sollte das Brutnest sterben,zumal, wenn es verdeckelt ist.
    Die Gefahr besteht,dass mit den schlüpfenden Bienen
    wiederrum Milben frei werden.Im Winter wollen wir möglichst eine Restentmilbung vornehmen,um im Früh-
    jahr einen milbenfreien Start hinlegen zu können.
    Ich hoffe ich habe das richtig "gesehen".
    MfG
    Trachtquelle

  • Hi Martin,


    wir haben bisher immer so um Weihnachten behandelt. Letztes Jahr hatten wir zum ersten Mal verdampft. Hat uns gut gefallen. Verdampfen hat den großen Vorteil, dass Du mehrfach behandeln kannst, falls die erste Behandlung nicht ausreichend Erfolg zeigt. Auch gibt es keine Notwendigkeit beim Zweizarger die obere Zarge zu kippen.

  • Siehste, ist gut, wenn man dumm fragt... :oops:


    Ich hatte immer die Vorstellung von offener Brut, die bei OS im Winter stirbt.


    Jetzt ist mir klar geworden, daß Brutfreiheit bedeutet: 3 Wochen nach der letzten Eilage, wenn alles geschlüpft ist, behandeln... :roll:


    Hach, wenn ma uffer Leitung hockt...


    Danke für die Aufklärung.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Wenn jetzt bei vorhandener Brut behandelt wird, was passiert, außer daß das (meist) kleine Brutnest stirbt?
    ...

    .
     
    Moin , Moin aus Hamburg
    die geträufelte Oxalssäure wirkt im Gegensatz zur Ameisensäure in keinester Weise auf die Brut. Kurz beschrieben : Sie wird von den Bienen aufgenommen und "säuert" das "Blut" . Dieses Bewirkt, das die an den Wirtstieren sitzenden Varroen abfallen. Idealfall : 100 % fallen ab weil keine Brut mehr im Volk ist , hast du 100 % erwischt. Sollte noch Brut im Volk sein, so ist diese bestimmt mit Varro befallen. Die nach der Behandlung schlüpfenden Varroen bilden den Multiplikator für das nächste Jahr.
    Da liegt der Sinn in der Brutfreiheit.
    Beim Bedampfen verteilen sich die Oxalsäurekristalle überall im Bienenvolk und schlagen sich auch an jedem Bauteil nieder. Jedes Mal wenn Du bedampfst wird es mehr und jedes mal , wenn Du an den Bienen arbeitest
    hast du das Zeug an den Fingern und eventuell auch in den Atemwegen.
    Ferner vermute ich , das es sich auch im Wachs und im Propolis anreichert. Beim beträufeln (Zugelassen) wird der Wirkstoff in gebundener Form direkt in die Bienenmasse /Wintertraube eingebracht und dort auch direkt von den Bienen aufgenommen. Für mich eine kontrollierte Dosierung für Biene und Mensch.
     
    Viele Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


  • Gibt es darüber gesicherte Abhandlungen/Erkenntnisse?
    MfG
    Trachtquelle