Richtige Anwendung

  • Hallo,


    wie wendet man Oxalsäure richtig an?
    Ist dieses Rezept okay??


    Herstellung:Im Handel findet man die anhydride und die dihydride Form. Für die dihydrid Form verwendet man 1 Liter Wasser und 1 kg Zucker auf 100 g Oxalsäure. Man erhält ungefähr 1,6 Liter an Lösung, welche genügt, um 32 Bienenvölker zu je 10 Waben zu behandeln.
    Dieser Artikel wurde mir bereits vor einigen Jahren zur Verfügung gestellt.
    Nach neuesten Erkentnissen haben sich 35 g Oxalsäure pro Liter Zuckerlösung durchaus als ausreichend bewährt.


    Anwendung: 50 ml der Lösung träufelt man, mit einer Spritze oder Perizin-Set, auf die, zwischen den Waben, sitzenden Bienen. Die Dosis der Oxalsäure reduziert man proportional zur Anzahl der, mit Bienen, besetzten Waben.
    Behandlungsanzahl: Es ist nur eine Behandlung nötig, sofern nicht mehr als 200 Varroamilben abfallen. Sollte dies der Fall sein, ist die Behandlung zu wiederholen. Die Behandlung eines Volkes nimmt nur einige Minuten in Anspruch. Die Verwendung einer Stockwindel oder eines Varroagitters ist zwar nicht Voraussetzung, sollte aber zur besseren Kontrolle des Abfalls unbedingt verwendet werden.
    Anwendungsperiode: November - Dezember. Die Bienen müssen brutfrei sein.
    Temperaturen: 8 -10 °C. Bei tieferen Temperaturen kann eine Oxalsäurebehandlung den Tod der Bienen zufolge haben.



    Danke für die Antworten.


    Gruß Micha



    PS: Ich habe bereits die Suchfunktion verwendet.

  • Hallo,
     
    wie wendet man Oxalsäure richtig an?
    Ist dieses Rezept okay??
    Behandlungsanzahl: Es ist nur eine Behandlung nötig, sofern nicht mehr als 200 Varroamilben abfallen. Sollte dies der Fall sein, ist die Behandlung zu wiederholen. Temperaturen: 8 -10 °C. Bei tieferen Temperaturen kann eine Oxalsäurebehandlung den Tod der Bienen zufolge haben.


     
    Moin , Moin aus Hamburg.
    die Winterbehandlung Behandlung sollte maximal einmal erfolgen. Daher sollte der optimale Zeitpunkt (langfristig kein Bienenflug / enge Wintertraube und brutfrei) gegeben sein.
    Die Aussage bei den Temperaturen ist m.e als falsch zu bewerten. Bei diesen Temperaturen entsteht/ ist durchaus mit einem Brutnest zu rechen, was suboptimal wäre. Ich(die Bienen) habe selbst bei erheblichen Minusgraden keine Probleme gehabt. Temperaturverlust beim Öffnen des Deckels entsteht immer. Die Behandlung nimmt nicht einmal 1 Minute in anspruch, so das das auch schnell ausgeglichen ist. Auf die Kerntemperatur im Bien sollte dieser Eingriff sowieso keine Auswirkung haben.
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Micha,
    dein Rezept ist aus der Steinzeit der Oxalsäurebehandlung. Eine 10 %ige Lösung hat man nur 2 Jahre benutzt. Heute sind 3,5 % üblich, welche allerdings durch die Zuckerbeimischung noch stärker verdünnt werden. Zwischenzeitlich war man der Meinung, dass Oxalsäure systemisch wirkt, deshalb wohl die Zuckergabe. Es geht auch ohne Zucker.
     
    Wichtiger ist, dass die Bienen frei von verdeckelter Brut sind. Jetzt kommt ein Kälteeinbruch, nach 21 Tagen, am 11.12., dürften die meisten Völker dann brutfrei sein. Andere Experten geben schon 14 Tage an. Sie sind wohl der meinung, dass nach Kälteeinbruch die Brut nicht mehr gepflegt wird. Ich habe letztes Jahr empfohlen die Völker einzusprühen und eventuell verdeckelte Brutzellen auszukratzen. Da gab es Hiebe.
    Ärzte sagen: "Wer heilt hat recht."
    Ich messe mit einem elektronischen Bratenspieß die Brutnesttemperatur. Finde ich eine Bereich über 30° C ist Brut vorhanden.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Was ist bitte anhydride und dihydride.
    Selbst bei Wikipedia ist eine exakte Erklärung schwierig
    herauszulesen.


    Zum Sachthema:
    Bei uns ist Oxalsäure in Form von Oxuvar zugelassen .
    Die Anwendung liegt dabei.
    Ich empfehle ,Leute die unerfahren sind mit derartigen Mitteln/Anwendungen Oxuvar anzuwenden.
    Ich denke an die Gesundheit von Anwender und Bienen.:u_idea_bulb02:
    MfG
    Trachtquelle

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast49 () aus folgendem Grund: Korrektur

  • Was ist bitte anhydride und dihydride.
    Selbst bei Wikipedia ist eine exakte Erklärung schwierig
    herauszulesen.


    Ist doch ganz einfach anhydrid ist ohne Wasser und das Dihydrat ist

    wikipedia schrieb:

    Oxalsäure kristallisiert aus wässrigen Lösungen mit 2 Molekülen Kristallwasser zum Oxalsäure-Dihydrat ((COOH)2 · 2 H2O).


    Im Oxuvar wird Oxalsäuredihydrat verwendet. Beim Verdampfen auch. 20ml Oxuvar-Lösung reichen übrigens für die Restentmilbung (wenn man vorher nicht geschludert hat).

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Trachtquelle,
     
    Mensch und Tier darf nur ein zugelassenes Medikament verabreicht werden. Das schützt auf der einen Seite vor Quachsalberei und auf der andren Seite den Kommerz. Das Zulassungsverfahren ist nicht billig. eine Schweizer Firma hat sich das geleistet und darf jetzt aus recht billige Oxalsäure zu einem respektablen Preis verkaufen. Das ist branchenüblich, das gemeine Volk sagt ja, "dann kann ich gleich in der Apotheke kaufen." Verwenden darf man in Deutschland nur das genannte Oxuvar. In BW kosten 500 ml Lösung oder 17,5 g Oxalsäure 5 €, dies ist ein vom Land gesponserter Preis. Dieselbe Säure kostet im Handel das Kilo 12.80 €. Einige Schlawiener unter den Imkern pfeifen auf diese Subvention.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Einige Schlawiener unter den Imkern pfeifen auf diese Subvention.


    Sowas aber auch! Wie können diese nur ... ! ;)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hi Imkers,
     
    wie verfahre ich bei zweizargiger Überwinterung, ich muss doch nicht etwa die oberste Zage abnehmen:confused::Biene::confused:
     
    Anderersiets ist es duster wie im Sack und ich kann nicht erkennen wo die Traube sitzt. Taschenlampe:confused: oder so ungefähr dort die Gemüllspuren sind:confused:
     
     
    Danke schon mal
    und Gruß
    LULU

  • Hallo Trachtquelle,


    Mensch und Tier darf nur ein zugelassenes Medikament verabreicht werden. Das schützt auf der einen Seite vor Quachsalberei und auf der andren Seite den Kommerz. Das Zulassungsverfahren ist nicht billig. eine Schweizer Firma hat sich das geleistet und darf jetzt aus recht billige Oxalsäure zu einem respektablen Preis verkaufen. Das ist branchenüblich, das gemeine Volk sagt ja, "dann kann ich gleich in der Apotheke kaufen." Verwenden darf man in Deutschland nur das genannte Oxuvar. In BW kosten 500 ml Lösung oder 17,5 g Oxalsäure 5 €, dies ist ein vom Land gesponserter Preis. Dieselbe Säure kostet im Handel das Kilo 12.80 €. Einige Schlawiener unter den Imkern pfeifen auf diese Subvention.
    Gruß
    Remstalimker


    Ja,Remstalimker,
    alles bekannt.
    Ich meine wir sollten junge,unerfahrene Imker/innen
    (zunächst) mal den geraden Weg aufzeigen,das kann nicht schaden,was sie tatsächlich machen ist ihre Sache.
    Ich will kein Besserwisser sein,auch kein Panikmacher,
    nur das offene Handtieren mit Säuren ist nicht ungefährlich.
    Das ist nur meine Meinung.
     

  • Deiner Frage



    schließe ich mich an. Und ich hab eine weitergehende Frage zur Oxalsäure-Behandlung:


    Kann ich nicht auf die Oxalsäurebehandlung im Nov./Dez. verzichten bei sehr niedrigem bis gar keinem Milbenfall?


    Und so war bzw. ist der Milbenfall: Bei der Behandlung mit AS (mit dem Nassenheider) im September bis Anfang Oktober (zwei Behandlungen) hatte ich bei meinen beiden Völkern als höchsten Milbenfall in drei Tagen je 12. Das wurden dann immer weniger bis auf weniger als 1 pro Woche Ende Oktober. Im November fand ich bisher bei einem Volk eine Milbe. Ich habe die Gemüllschieber vor einigen Tagen raus genommen.



    Holbee


  • Hallo LULU,
    Du könntest die Taschenlampe ins Flugloch reinscheinen lassen-vielleicht sieht Du dann,von oben, die Traube .
    Du kannst,vorsichtig, die Zargen auseinaderkippen(mache ich nicht so gerne!).
    Die Gemüllspuren geben schon eine gute Aussage,wie Du schon richtig gesagt hast.
    MfG
    Trachtquelle

  • Hallo Trachtquelle,
    ich glaube, dass ich in dieser Sache auch sachliche Beiträge geleistet habe. Im angesprochen Fall könnte es auch sein, dass sein Apotheker das "Medikament" gar nicht liefern kann, sein Verein die Bestellungen längst abgewickelt hat, dann bleibt ihm nur der eine Weg. Ich möchte ihn aber nicht propagieren.
     
    Hallo Holger,
    behandle auf jeden Fall. Du wirst staunen was da noch fällt.
     
    Hallo Lulu,
    wenn der geringste Verdacht besteht, dass die Bienen auch im unteren Magazin sitzen. Kippe und behandle, obwohl eigentlich die Traube über die Waben als eine geschlossene Einheit zu sehen ist.
     
    Ich habe eigentlich erwartet, dass meine Theorie zur Brutfreiheit kritisiert wird. Den Denkansatz zu der 14-Tage-Theorie liefere ich nach. Wenn ich den Fread zum Termin noch finde, werde ich Nachricht geben, wenn bei uns die Völker weitesgehend brutfrei sind. Bei der Wetterlage dürfte dies für ganz Deutschland zutreffen. Behaltet den 11.12. im Gedächtnis.
     
    Ein alter Imker sagte bei uns im Verein: "Faulbrut darf man auf dem Stand nicht dulden." "Varroa darf auch nicht geduldet werden, " meine ich, denn sie kommt uns teuer zu stehen.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Hallo Remstalimker,
    danke für deine Antwort. Auch die für Lulu ist für mich relevant.


    Dann will ich mal ran. Woher die richtige Oxalsäure nehmen? Wer's mir gleich sagen kann dem wäre ich dankbar - ich guck aber mal durch die Suchfunktion und google usw.


    Eigentlich wollte ich kältere Temperaturen abwarten. 8 bis 10° plus wird aber von Micha gesagt sei richtig, Daniel meint dagegen, auch Minustemperaturen sind geeignet. Es geht doch dabei um die Sicherheit, dass die Bienies brutfrei sind. Ich hatte gespeichert, dass es ruhig schon frostig sein sollte für die Oxalsäurebehandlung. Ein unklarer Punkt, aber ich glaube nicht, dass ich was falsch mache, wenn ich jetzt behandel. Hier bei uns herrschen schon seit mind. einer Woche Temperaturen zwischen 5 und 10°, es gab auch schon mal Frost.



    Holbee

  • Hallo Holger,
    gehe nicht sofort ran, verschiebe die Behandlung noch. Nach dem ersten kräftigen Frosteinbruch gehen die Bienen aus der Brut. So die Theorie. Es ist damit zu rechnen, dass wenn heute die Temperatur unter Null geht und dies mehrere Tage so bleibt der Termin, wie gesagt, am 10.12. liegt. Ich habe gerade mit einem anderen erfahrenen Imker gesprochen. Er vertritt die 14-Tage-Theorie, weil die Bienen nach Kälteeinbruch keine Brut mehr pflegen.
    Allerdings Bienen können nicht im Forum lesen und wissen nicht was Imker denken. Extrem starke starke Völker sollen überhaupt nicht aus der Brut gehen.
    Nach Expertenmeinung, wirkt das Oxalsäureträufeln bei niedrigen Temperaturen noch besser, weil die Traube enger sitzt.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: