Neuimkerkurs, was soll da rein?

  • Zitat
    Zitat

    als *_Allerwichtigstes!!!_* Eine Zwangsverpflichtung zum Lesen in diesem Topforum:daumen:.
    Grüße
    Thorben

    Remstalimker schrieb: Ob das nützlich ist. Das könnte auch eher verwirren?


    ... verwirren schon, wenn man so mache Signatur liest...


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Drohn,

    es geht um keinen esoterischen oder sonstigen religiösen Imkerkurs. Ich bin da als Atheist auch nicht geeignet. Die Leuten sollen Imkern lernen. Wissen was Sache ist und nicht jedem dahergelaufenen Wanderprediger auf demn Leim gehen.

    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Das würde gut in einen Lehrgang passen. Die Mythologie ist stark mit Bienen verknüpft und sich damit befassen kann den Umgang (artgerchten!) mit den Bienen nur fördern. - Einen Vormittag dazu, mit dem Drohn als Referenten.


    :daumen::p_flower01::Biene:








    Ich meine das aber nicht nur ironisch, lieber Drohn.




    Holbee

  • Hallo Holby,

    wenn einer sich mit Bienen befassen wiil, möchte er nicht gleich eine neue Religion, sondern Bienen fliegen sehen. Er hat auch nicht das Ziel sie auf einem 15 m hohen Birnbaum als Knäuel wieder zu sehen, welcher sich dann auf nimmerwiedersehn verabschiedet. Jeder Anfänger möchte es besser machen als die "Alten, Betonkopfimker .......". Darf er auch und da wollen wir ihm helfen. Er soll wissen wie man ein Volk über das Jahr. Er soll lernen ein Volk zu beurteilen. Ganz normal zuerst das Handwerk verstehen. Nicht mit Naturbau beginnen, hämisch über die Anderen grinsen, weil seine Bienen mit 32 mmm Wabenabstand keine Varroabehandlung benötigen und dann vor dem Scherbenhaufen stehen. Dergleichen Experimente sollte er auf sicheren Imkereistandbeinen machen.

    Die Diskussion zeigt, am Anfang kamen gute, brauchbare Vorschläge (Wulle #3, Holby #4 und Tommy #6.) und dann leider die die weit weit, abgehobene Internetimkerei. Ich habe in der Vergangenheit hier oft gelesen, dass ein Anfänger den Ratschlag seines Paten hier zur Diskussion stellte. das ist nicht jedes Patens Sache.

    Der Dadantkasten ist etwas für die faulen Imker, welche nach der Rapstracht ohnehin keine regelmäßigen Brutnestkontrollen mehr machen. Zwei Bruträume sind mehr für Leute, welche gerne "ihre Bienen etwas probieren lassen". Ich denke deshalb, für den Anfänger sind zwei Bruträume besser. Ich würde allerdings heute ab dem 3. Magazin mit Halbräumen arbeiten.

    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Zitat von Remsi: Der Dadantkasten ist etwas für die faulen Imker...

    huh#ihuihui:wink:...
    was erzählst du da, und dann noch von neuer Religion sprechen von Tatsachen die so alt sind wie die Menschheit!!!

    sag Remsi...hast Du die Grippe:roll::cool:

    Der
    Drohn

  • Ein Einstiegskurs sollte so einfach wie möglich gehalten werden. Natürlich kann man sämtliche Arten der Völkervermehrung erklären, zeigen mit wie vielen Werkzeugen man eine Honigwabe entdeckeln kann (die Biertrinker unter den Imkern werden dann angespornt) oder seine Anekdoten aus den letzten Jahrzenten zum Besten geben.


    Als Anfänger kann man am Besten eine strikte Gebrauchsanweisung und eine Telefonnummer für Fragen gebrauchen und das reicht dann eigentlich auch. Sonst hat man mit einmal 3 verschiedene Beutentypen, Ableger auf 2 Zargen, wobei nur eine zur Hälfte besetzt ist, dauernde Sorgen um Futtermengen und wie nun das gewählte Varroabekämpfungskonzept fuktioniert, Waben mit Anfangsstreifen, wo sie sinnlos sind, auslaufende Futtertetrapacks und Kosten hier und Kosten da. Alles von mir diese Saison selbst teilweise erlebt oder größtenteils beobachtet. Dabei kann es gerade als Anfänger eigentlich so einfach sein.

  • Hallo Drohn,
    wir haben eines gemeinsam unseren Gegner. Wir saßen letztlich im Landtag nebeneinander.

    Ja Leute, welche Bienen ständig eine neue Betriebsweise lehren wollen, haben zwei Bruträume. Hier können sie, wenn sie wollen, ständig ihre Bienen neuen Strategien anpassen und lernen lassen. Berufsimker, welche einfach keine Zeit haben genügen 12 Waben im Brutraum. Faulpelze, so wie ich, welche gerne über Bienen reden aber nicht ständig glauben, sie müssen Ordnung in der Beute schaffen haben auch Dadant.
    Deine Tatsachen sind deine Tatsachen und müssten eigentlich älter als die Menschheit sein. Mir wurden sie allerdings noch nicht bewusst oder wie man auch gerne sagt, "ich bin noch nicht so weit."

    Noch einmal, ich will einen ganz normalen Imkerkurs geben keinen sphärischen, bei welchem die Leute erst so weit sein müssen. Dieses Klientel lasse ich dann außen vor.

    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Herbert,


    So ganz weg würde ich Themen wie "Bienen in allen Kulturen", "Mythologien um die Biene" usw. nicht schieben. In einem Grundkurs, da gebe ich Dir allerdings recht, würde ein Hinweis auf entsprechende Literatur genügen, da ist der praktische Umgang mit Bienen im Verlauf des Jahres im Vordergrund. Keine Frage.


    Ich selbst bin durchs Lesen (und auch durch Anregungen hier im Forum) auf viele Aspekte der Bienenhaltung gekommen. Und mir gefällt es, mich mit den Beziehungen zwischen Mensch und Bien und Natur zu beschäftigen. Na ja, das mag anderen anders gehen.

    :Biene::cool::Biene:


    Mein Name ist übrigens Holger und hier im Forum hab ich daraus "Holbee" gemacht. Nicht Holby oder -bi oder -bie oder sowas. Is doch klar!:wink:



    Holbee


  • Ich habe auch gerade einen Anfängerkurs hinter mir. Der Kurs war richtig gut! Es wurde allerdings nur eine Betriebsweise vorgestellt, was es mir etwa schwer macht die ganzen Variationen die hier vorgestellt werden nachzuvollziehen.
    Anfänger bekommen sehr oft gutgemeinte Ratschläge die allerdings nicht in die gelernte Betriebsweise passen. Ich hätte mir gewünscht bei jedem Punkt noch kurz eine Bemerkung zu den Alternativen zu bekommen.
    Z.B. Nach der Erklärung wie man in einem Sammelbrutableger seine Königinnen macht nochh der Hinweis, daß man Königinnen auch in Honigraum (eines weiselrichtigen Volkes) machen kann, diese aber wenn das Volk nicht in Schwarmstimmung ist nicht so gut versorgt werden.
    Und solche Dinge an jeder nennenswerten Variationsmöglichkeit. Zur Winterbehandlung OS träufeln. Man kann auch Perizin nehmen aber das ist schlecht weil...

  • Hallo zusammen,

    aaalso, ich habe ja auch in diesem Jahr angefangen. Bei mir war es so, daß ich zu Beginn des Jahres an den wöchentlichen Jungimkerstammtischen unseres Vereins teilgenommen habe. Es gab jede Woche ein Thema, aber es konnten selbstverständlich auch alle möglichen anderen Fragen gestellt werden.

    Ich hatte zu dem Zeitpunkt zwar schon ein paar Bücher gelesen, viel hier im Forum gestöbert, aber ich hatte noch keine eigenen Bienen.
    Die kamen erst etliche Wochen später, da waren die wöchentlichen Treffen dann aber für dieses Jahr gelaufen.

    Während dieser Treffen hatte ich kaum Fragen, hab fast nur zugehört. Als die Bienen dann da waren, ja, da hatte ich auch Fragen. Hunderte, ach was, tausende!

    Natürlich konnte ich die Leute aus dem Verein anrufen, aber irgendwann kommt man sich doch recht blöd vor, wenn man schon wieder wegen einem Pups anruft. Also mußte oft das Forum herhalten, was ja auch gut geklappt hat! (schleim!:-D)

    Was will ich damit nun eigentlich sagen: So im Nachhinein betrachtet wäre es für mich einfacher gewesen, einen Kurs zu besuchen, der quasi zeitgleich mit dem Bienenjahr verläuft. Wo immer zeitnah das besprochen wird, was in Kürze bei den Bienen ansteht. Schön wäre es, wenn man dann nach der Theorie einem Imker bei der entsprechenden Praxis über die Schulter sehen kann, nach Hause marschiert und bei den eigenen Bienen selber macht, was man gelernt und gesehen hat.

    Dann würden sich die jeweiligen Themen, bzw. das "Was gehört in einen Neuimkerkurs" mehr oder weniger von selbst ergeben.

    Wenn es dann noch so eine Art Notfalltelefon geben könnte, wär´s perfekt!

    Ob das zeitlich für den/die Imkerpaten so möglich ist, ist natürlich wieder eine andere Frage...


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)