• Hallo,
    gibt es hier auch jemanden, der Siegelwachs herstellt, bzw. schon mal mit der Herstellung experimentiert hat? Für ein paar Erfahrungen wäre ich dankbar.

  • Ich habe es zwar selbst noch nicht versucht. Aber ich möchte einwerfen, daß der Begriff "Wachs" leicht irreführt. Klassischer Siegellack (Name wohl üblicher) enthält sicherlich im wesentlichen Harze bzw. "Lack" (vgl. Schellack!). Er ist recht spröde (nicht "wachsweich") und soll ja auch fest sein, d.h. auf keinen Fall darf sich die Prägung verwischen. Unser Bienenwachs mag vielleicht eine brauchbare Zutat sein, mehr aber nicht.

    Imker seit 2009 - Naturbau in Dadant-Beuten, Bemühung um wesensgemäße Imkerei

  • Sorry, das stimmt so nicht, weil längst nicht alle Siegelbesitzer Zugang zu den sehr teuren Siegellacken hatten - Wachs war durchaus früher sehr gängig, und auch hart genug.
    Es muß differenziert werden zwischen Siegeln, die dem Verschluß einer Nachricht dienten, und Urkundensiegeln, deren Trägerpergamente/Papiere recht zügig in Archiven verschwanden.
    Und das wirklich Teure war die Anfertigung des Siegelstempels, nicht das Material des Siegels an sich.
    Heutzutage sind harte Siegel gängiger, weil langlebiger (meine Verbeamtungsurkunde :lol:), aber früher reichten Wachssiegel voll und ganz aus - bei der Anzahl der Analphabeten, die sich Bilder besser merken konnten, durchaus von Vorteil.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
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